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Doria (Geschlecht)

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Begüterten, verwendet werden. Seit der Entstehung der Städte bildeten übrigens die Do»ftr auch insofern einen schroffen Gegensatz zu denselben, als alle zünftige Gewerbe jenen vor.behalten blieben, was in vielen Ländern, wenn schon nicht mehr in der alten Strenge, nochgegenwärtig gilt. Zn neuester Zeit sind die Dörfer in vielen Ländern durch Gemeinde-ord nungen (s. d.) gehoben worden.

Dorla, ein uraltes Adelsgeschlecht in Genua, das eene Menge geschichtlicher Person,lichkeiten seit dem >2. Jahrh. gezählt hat. — Antonio D., der l 1 54 nebst drei andern Pa-triciern zum Cor.sul gewählt wurde, brachte Genuas Handel und Schiffahrt zu hoher Blüte.Zeitgenossen von ihm waren Andrea D., dem erblich ein Theil Siciliens zusiel, und Ni-cola D., ein treuer Anhänger Kaiser Heinrich's V. In den Kämpfen der Guelfen und Ghi-bellinen hielten sich die Doria mit wenigen Ausnahmen zu dm Letztem und wurden des-halb von den Hohenstaufen hoch begünstigt. — Dem PercevalD., der l 260 Statthalterder Mark Ancona, des Herzogthums Spoleto und der Nomagna wurde, verdankte der Kö-nig Manfred seine glücklichen Erfolge gegen den Papst. An den Kämpfen der genuesischenGeschlechter um die Herrschaft nahmen die Doria den gewaltigsten Antheil. — Nach ihremSiege in Verbindung mit dem Hause Spinola über die Grimaldi und Fieschi (s. Genua)beherrschte ObertoD. mit einem Spinola den Staat unumschränkt. Er erhob die genues.Seemacht zur ersten ihrer Zeit und richtete am 2. Apr. >284 mit seinem Sohne Konrad ineinem blutigen Treffen die Flotte der Pisaner für immer zu Grunde. — Unter CorradoD.,der mit Konrad Spinola ebenfalls die Herrschaft theilte, vernichtete LambaD. am 8. Sept.1297 die venet. Seemacht unter Dandölo's Befehl. Auch aus den im I. >306 zwischenden Familien Doria und Spinola ausbrechenden blutigen Parteikämpfen gingen die Doria inFolge ihres weitverzweigten ghibellinischen Anhangs siegreich hervor. — Jndeß wählten doch1335 die Genueser den Rafael D. und den Galeotto Spinola wieder zu Capitainrn,Eduards D. aber erhielt den Befehl über die Flotte und kämpfte siegreich gegen dieArago-nier. — Seit dieser Zeit waren die Doria ununterbrochen an der Spitze der genues. Seemachtund glänzen als die größten Seehelden des 14., 15. und 16. Jahrh. Während FilippoD.1350 einen verheerenden Zug an die venet. Küsten unternommen, wurde ein Grimaldi ineinem Seetreffen gegen die Venctianer und Aragonier besiegt, sodaß sich Genua der Schutz-herrschaft Mailands unterwerfen mußte. — Der große PaganiniD. schüttelte aber diesesJoch wieder ab und vernichtete am 4.Nov. 1354 nochmals die venet. Flotte. FilippoD. stellte nun die genues. Macht vollkommen her, indem er die aragon. Landstriche in Si>cilien eroberte und auf der afrik. Küste Tripolis mit unermeßlichen Schätzen wegnahm. —LucianD. eroberte den Hafen von Zara und lieferte dem berühmten Admiral Pisani am7. Mai 1379 ein Treffen, in welchem die Venctianer sowie in der Schlacht bei Pola großeVerluste erlitten. — Auch Ambrosia und Peter D. setzten den Kampf gegen Venedigfort und brachten durch ihre glücklichen und kühnen Angriffe die Nebenbuhlerin dem Unter-gänge nahe. — Jlari o D. verheirathete 1397 seine Tochter an den griech. Kaiser Ema-nuel. In den Kämpfen, die gegen Ende des 14. Jahrh. Genua zerrütteten und unter dieOberherrschaft Frankreichs brachten, spielten die Doria mit den Fieschi die Hauptrolle.Als >409 die Franzosen verjagt und die Mailänder als Oberherren anerkannt wurden, erho-ben sich beide Familien zur Befreiung ihres Vaterlandes. — C ev a D. wurde hieraus mitmehren andern Patriciern an die Spitze der Regierung gestellt, und Mattco und Ludo-vico D. kämpften mit andern Gliedern ihres Hauses gegen die Mailänder eine blutigeSchlacht am 9. Aug. 1478.-Zeitgenossen des berühmten Andrea Doria (s. d.), des SohnsCeva s, waren dessen Vetter Gianettino D., der sich durch Tapferkeit gegen die Eorsenauszeichnete, aber durch seinen Ubermuth die Verschwörung Fiesco's (s. d.) herbeiführteund ermordet wurde, dann Jeronim o D., Graf von Cremolin, ein weiser Staatsmann,spater Cardinal und Inhaber vieler Bisthümer. — Eiov. Andrea D., der Sohn des er-mordeten Gianettino, wurde auf Befehl seines berühmten Großoheims Andrea sorgfältiggebildet und erlangte schon als Jüngling in Land- und Seeschlachten den Ruhm eines Hel-den. Bereits 1556 überiiahm er den Oberbefehl über die in span. Diensten unter Philipp ll.stehende genues. Flotte. Im I. 1560 befehligte er ein span. Belagcrungsheer vor Tripolis.Nachdem er 1564 eine Seeschlacht unweit Corsiea gewonnen, führte er > 570 die span, platte,