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4 (1845) D bis Entern
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143
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Demetrius Poliorketes Demetrius Phalereus 143

hei,der Schullehrer" (3 Bde., Mainz ,821-23; Bd. I, 5. Aufl., 1830; Bd. 2, 2.Aufl.,1834) und die „Zeitschrift zur Bildung katholischer Schullehrer" (4 Hefte, Freib. 1809).

Demetrius Poliorketes, d. i. der Städteeroberer, der Sohn desAntigonus (s. d.),war unter den macedon. und syr. Königen dieses Namens durch seine Talente, seine Thatenund den Wechsel seiner Schicksale der bedeutendste. Geboren im 1.337 zeichnete er sich schonfrühzeitig durch Tapferkeit und Kriegskunst in den Kriegen seines Vaters gegen Eumenes,Seleucus und Ptolemäus aus, obwol er von diesem bei Gaza im I. 312 geschlagen ward.Im I. 3V7 sendete ihn Antigonus nach Griechenland, um dort die macedon. Herrschaft desKassander zu zerstören; er eroberte Megara und nahm Athen ein, dessen Bewohner ihnals ihrem Befreier mit Ehren überhäuften. In Cypern schlug er im I. 306 Menelaus, denBruder des Ptolemäus, und die Flotte des Letztem, die zum Entsatz der Stadt Salamisherbcigeeilt war, bei deren Belagerung und Eroberung D. namentlich die Kunst zeigte, dieihm seinen Beinamen erwarb. Antigonus nahm nun den Königstitel an und ertheilte ihnauch seinem Sohne. Nhodus ward von diesem 304 vergeblich angegriffen, dagegen entsetzteer Athen, das Kassander belagerte, und vertrieb dessen Truppen aus Hellas und dem Pe-loponnes. Als nun Kassander, LysimachuS, Seleucus und Ptolemäus sich gegen ihn und An-tigonus verbanden, eilte er dem Letztem zu Hülfe nach Asien, eroberte Ephesus, ward abernach der Schlacht bei Jpsus im I. 301, in der Antigonus selbst fiel, zur Flucht gezwungen.Die Athener, die sich früher in den widrigsten Schmeicheleien gegen ihn überbotcn hatten,ließen ihn jetzt nicht ein, bald aber gewann er, da Seleucus, der mit seinen frühem Bundes-genossen zerfallen war, seine Tochter Stratonike heirathete und ihm Cilicien, Cypern undPhönizien überließ, von neuem Macht, mit der er Griechenland wieder zu gewinnen suchteDie Athener ergaben sich ihm 297 und erhielten Verzeihung; im Peloponnes schlug er denspartan. König Archidamus und war nahe daran, Sparta selbst einzunehmen, als er sichplötzlich nach Macedonien wendete, um sich in den Streit, der dort zwischen den BrüdernAntipater und Alexander ausgebrochen war, zu mischen. Nachdem er den Letztem 294 hatteermorden lassen, ward er selbst von den Macedoniern zum König ausgerufen, unterwarf dieabtrünnigen Böotier nach der Einnahme von Theben, 290, und versöhnte sich mit Pyr-rhus ss. d.) von Epirus, der mit den Ätoliern gegen ihn kämpfte, um seines Vaters Reichund seine eigenen Besitzungen in Asien, die indessen verloren gegangen waren, wieder zu ge-winnen. Noch ehe er jedoch seine Ungeheuern Rüstungen vollendet hatte, ward er durch denEinfall des LysimachuS, der sich mit Seleucus und Ptolemäus verbunden hatte, in Mace-donicn beschäftigt; er zog gegen ihn, aber die Macedonier, bei denen er sich durch Schwelgereiund Hochmuts, verhaßt gemacht hatte, verließen ihn 287 und wählten den Pyrrhus, der sichdem Bündnisse seiner Gegner angeschlossen hatte. Er floh nach Griechenland, wo sein SohnAntigonus Gonatas seine Herrschaft behauptete; nur Athen hatte sich befreit und ward vonD. vergeblich angegriffen, der nach Asien eilte, um hier den LysimachuS anzugreifen. An-fangs glücklich, ward er durch Agathokles, den Sohn des Lysimachus, bald so bedrängt, daßer sich nach Cilicien auf das Gebiet des Seleucus flüchten mußte. Ihm ergab er sich, nach-dem ihn seine Soldaten verlassen hatten, im I. 286. Er starb im I. 285 zu Apamea amOrontcs, wohin ihn Seleucus, der ebenso die Auffoderungcn des Lysimachus, ihn zu tödten,als die Bitten des Antigonus, ihn frei zu lassen, zurückwies, hatte bringen lassen.

Demetrius Phalereus, so genannt von seinem Geburtsort Phalerum, einer derHafenstädte Athens, ein Zeitgenosse des Vorigen, war von niederer Herkunft, geb. um 345.Er schloß sich dem Theophrast als Schüler an und gewann als Redner bald bedeutendenEinfluß in Athen, sodaß ihn Kassander im I. 317 an die Spitze der Verwaltung der Stadtstellte. Zehn Jahre leitete er diese auf das tüchtigste, die Athener erwiesen ihm die größtenEhren, wie sie ihm denn so viel Statuen als Tage im Jahre errichteten. Als er aber im I.307 beim Anzug des D. Poliorketes die Stadt verlassen mußte, warf das wankelmüthigeVolk jene Statuen um, ja es ward sogar ein Todesurtheil gegen ihn erlassen. Er flüchtetezu Ptolemäus Lagi nach Ägypten, der sich seiner als Rathgeber bediente und durch seineAnregung zum Sammeln von Büchern bewogen ward, wodurch der erste Grund, auf demsich die Alexandrinische Bibliothek bildete, gelegt wurde, ohne-daß deshalb D. als der ersteAusseher dieser Bibliothek betrachtet werden dürfte. Bei Ptolemäus Philadelphus fiel er