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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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140
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täst Demadcs Dcmarcakionslinie

Barometers und durch seine Untersuchungen über das Thermometer. Die Hypothesen inseinem geologischen Systeme, die er zum Thcil mit der Heiligen Schrift in Übereinstimmungzu bringen suchte, fanden viele und bedeutende Gegner. Unter seinen zahlreichen Schriftenerwähnen wir die „Rscberclies snr los modilications <!« I'atinospliöre" (2 Bdc., Genf1772, 4.; deutsch von Gehler, Lpz. 1776), wodurch er seinen Ruf zuerst begründete;„iUettees plivschiies et morales sur I'bistoire Us la terre et tle I'üomme" (6 Bde., Haag1779—80), zum Theil die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Reisen enthaltend; „l>lou-velles itlees sur In Meteorologie" (2 Bde., Land. 1786; deutsch von Wittckopp, Berl.17 88), „li-ettres ^liz-sigues et mornles sur l'lüstoire pli^sigue Ue In terre" (5 Bde., Par.1798), „Introtluctiou ä In pll^sigue terrestre ;>srles tluieies ex^snsibles" (2 Bde., Par.1803), „Llementsr^ trestise on geolog)'" (Lond. 1809), in welchen letztem Schriften ersein geologisches System darlegte, und endlich „6oologicsl truxels in som« ^nrts okkrunce,8vritrerInu,I und Oerman)-" (2 Bde., Lond. 1813).

Demädes, ein Staatsmann und Redner in Athen, der Zeitgenosse und Gegner desDemosthenes, gelangte, obgleich von ganz niederer Herkunft, schon frühzeitig durch seinNednertalent zu Ehrenstcllen und Ansehen, das er jedoch, als er sich nach der Schlacht beiChäronea zur Partei des macedonischcn Königs Philipp schlug, von dem er reichliche Ge-schenke zog, nicht zum Wohl seines Vaterlands verwendete. Später suchte er sich auf gleicheWeise bei Alexander cinzuschmeicheln, dessen Freigebigkeit er zur Deckung seiner durch Luxusund Ausschweifung angehäuften Schulden ausbeutcte. Zuletzt wurde er von den Athenernals Gesandter an Antipater geschickt und auf dessen Befehl, da er sich eines verrätherischcnAnschlags aufAntipater's Leben verdächtig gemacht hatte, nebst seinem Sohne Derneashingerichtet. Von seinen Reden hat sich, mit Ausnahme eines Bruchstücks, nichts erhalten.Vgl. Lhardy, „I)s itemsds orators atlrenieiisi" (Berl. 1833).

Demagog, Führer des Demos, d. h. der Masse des Volks, nennt man einen Mann,welcher cs versteht und unternimmt, durch Redekunst den versammelten Haufek zu bewegenund zu leiten. In der reinen Demokratie, wo die Landgemeinde oder gemeine Bürgerschaftunmittelbar regiert, ist der Demagog ein unentbehrlicher Mann, der Fürst und Liebling desVolks, dessen Macht unbeschränkt ist, so lange er den Sinn der Menge beherrscht, der aberin den Staub getreten wird, wenn er cs wagt, den Leidenschaften undVorurtheilcn derselbencntgcgenzutreten, oder wenn ihn ein Anderer durch größere Nachgiebigkeit und Schmeicheleiübcrbietet. Nur bei einem so hochgebildeten Volke, wie die Athener, konnte ein Mann wiePerikles lange Jahre sich an der Spitze des Staats behaupten; wenige Andere haben sichin der leicht gewonnenen, aber auch leicht verlorenen Volksgunst länger als kurze Augen-blicke erhalten. Sie sind gefallen, entweder indem ihre Nachgiebigkeit gegen die Launen derMenge sie verächtlich, oder ihr Versuch, wirklich zu regieren, sie verhaßt machte. Der Aristo-kratie ist der Demagog ein gefährlicher Mann, welchen die eigennützige Faction der Macht-haber nicht bald genug vernichten kann, was der röm. Senat an den edlen Gracchen verübte.Statt der Gesetzesherrschast und Erhebung des Volks, welche die Gracchen herzustellen unter-nahmen, sielen Senat und Volk unter die Herrschaft der Imperatoren. In der Monarchieist die Demagogie ein Verbrechen, weil sie den regelmäßigen Gang der Volkslcitung vonoben in ein verfassungswidriges Wirken von unten verändert. (S. Umtriebe, demago-gische.) Es ist ein Symptom großen Verderbens, wenn Das, was zum Wohl der Gc-sammtheit nöthig ist, wenn heilsame und gerechte Verbesserungen nicht durch die Kraft derVernunft, sondern durch Volksgewalt und Furcht vor derselben errungen werden müssen.Einer Regierung, welche weiß, was sie will, und noch mehr, was sie soll, kann dieses Un-glück nie begegnen. Der durch die Gunst des Volks auch noch so hoch Erhobene tritt, wenner klug, von selbst zurück, sobald ihm die Sonne des Glücks am höchsten steht. Nur Wa-shington (s. d.) begleitete sie bis ans Ende seines Lebens, weil er Feldherrnruhm undBürgertugend mit der seltensten Selbstbeherrschung vereinte.

Demanteliren, s. Schleifen.

Demarkationslinie nennt man in der Kriegswlsscnschast die von zwei oder mehrenstreitenden Parteien vertragsmäßig sestgcstellte Grenzlinie, welche während einer bestimmtenZeit, z. B eines Waffenstillstandes, von keinem Theile überschritten werden darf. Sie hat