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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
Seite
123
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Dei'otarus Dekan !23

1825—37; Bd. 6 fügte Aube hinzu), welches unvollendet gebliei-en, aber als große Auto-rität gilt und durch eine „lcorwgroz>Iiie lies cnlenpteros »i'Lurnpe" (46 Hefte) erläutert wird.Seine Arbeit.» sind gründlich; die Entomologen haben daher nicht angestanden, die Mehr-zahl seiner neuen Species und seine Abänderungen im System anzucrkcnnen. Dennochscheint D. der täglich wachsenden Schwierigkeiten dieses Studiums müde geworden und ihmvor kurzem entsagt zu haben, indem er seine an 25000 Arten zählende Käfersammlungpartienweise veräußert hat.

Dejotärus, einer der Tetrarchen oder Vierfürsten von Ealaticn, erhielt wegen derwichtigen Dienste, die er den röm. Feldherren in den asiat. Kriegen geleistet hatte, vom röm.Senate den Königstitel und die Herrschaft über Kleinarmcnicn. Im bürgerlichen Kriegenahm er Partei für Pompcjus, unterwarf sich aber nach der Schlacht bei Pharsalus, anwelcher er selbst mit 600 Reitern Theil genommen hatte, dem Cäsar. Dieser verzieh ihm,als er nach dem alexandrinischen Kriege nach Asien kam, um selbst gegen PharnaceS zukämpfen, gegen welchen sein Feldherr Cn. Domitius CalvinuS, von D. unterstützt, nichtsausgcrichtet hatte. Doch gab er ihm nach der Besiegung des PharnaceS das von diesemeroberte Klcinarmenien nicht zurück und entzog ihm auch die Tetrarchie der Trocener, die D.in widerrechtlichem Besitz hatte. Zwei Jahre nachher, 45 v.Chr., ward D. von seinem EnkelCastor vor Cäsar eines Versuchs gegen dessen Leben angeklagt und von Cicero in einer nocherhaltenen Rede verthcidigt. Nach Cäsar's Tode, 44 v. Chr., nahm D. wieder die früher be-sessenen Länder, ein und wurde in ihrem Besitz durch Antonius, den er bestochen hatte, be-stätigt. Doch verband er sich bald darauf mit Brutus; seine Truppen fochten mit in derSchlacht bei Philipps gingen aber nach des Cassius Tode zu Antonius und Octavian über.D. starb imJ. 40. — Ein anderer, vermuthlich dcrUrenkel jenes altern, ist der DejotaruS,der als König von Paphlagonien Antonius gegen Octavian unterstützte, aber nach derSchlacht bei Actium von ihm abfiel.

Dekadtk oder Dekadisches Zahlensystem nennt man das allgemein üblicheZahlensystem (s. d.), nach welchem die Zahlen in Classcn von zehn Einheiten getheiltsind und zehn Einheiten einer Classe eine Einheit der nächst höher« Classe ausmachcn.

Dekästvll oder Z'e hneck heißt in der geradlinigenGcomctrie eineFigur von zehnSeiten.

Dekagonalzahlen heißen die Zahlen l, 10, 27, 52, 85, 126, I75u. s. w-, derenzweite Differenzen 8 sind; dahin gehören alle solche ganze Zahlen, die man erhält, wennman irgend cinc ganze Zahkmit ihrem um drei verminderten Vierfachen multiplicirt; z. B.85---»5X>7. (S. Figurirtc Zahlen.)

Dc'kamkron (Decnmerorm) nannte nach griech. Ableitung Boccaccio (s. d.) seineSammlung von Novellen wegen der Eintheilung derselben, indem von zehn Personen, diesich an zehn verschiedenen Tagen versammeln, jedesmal eine Novelle erzählt wird. Dibdin'S„irwAi'-izibicg! ciecomernn" verbreitet sich in derselben Eintheilung von zehn Tagen überdas ganze Gebiet der Bibliographie.

Dekan, indisch Dakschina, d. h. derSüden, wird ««Allgemeinen der südlicheTheilderHalbinsel von Vorderindien genannt, welcher im Norden von Hindostan, im Osten, Südenund Westen vom Indischen Ocean begrenzt wird. (S. Ostindien.) D. bildet größtentheilsein Hoch- und Tafelland; die Hauptgebirge sind am Nordrande das Vindhyagebirge, gegen2000 F. hoch, und am Westrande die 3—4000 F. hohen Westghats, die sich bis zur Süd-spitze der Halbinsel, dem Vorgebirge Komorin hinabziehen. Die größten Flüsse sind der Ner-budda und Tapti, der Godavery und Mahanuddi. Die Vegetation ist ungemein üppig undmannichfaltig, und nirgend stößt man auf Steppen- oder Wüstenbodcn. Das Land hat dasglücklichste Culturklima; es fehlt die tropische Glut des hindostanischen Ticstandes und derKüstenebenen, aber auch der Schnee und das EiS; nur die höchsten Spitzen der EhatS be-decken sich dann und wann mit Schnee. Thau und Regen erfrischen die Luft; es herrschtrin ewiger Frühling, wie in den Küstenlandschaften Klcinasiens. Eine merkwürdige Er-scheinung sind die Mouffons, Winde, welche hier regelmäßig von Südwcst während unsererSommermonate, dagegen von Nordost zur Zeit unsers Winters wehen und einen auffallen-den Wechsel der Witterung veranlassen. Der Ncichthum der Halbinsel an Producten derdrei Naturreiche ist ungemein groß und bedentend. Die Bewohner sind theils Eingeborene,