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an dessen Küste er bis zur südlichsten Spihe, die er das Vorgebirge des Erbarmens nannte,hinfuhr. Hierauf kam er in eine 20 Stunden breite Meerenge, wo er eine Durchfahrt ver-muthete; doch widrige Winde nöthigten ihn zur Rückkehr nach England. Ihm zu Ehrenerhielt später jene Meerenge, zwischen der südwestlichen Küste von Grönland und der südöst-lichen Küste des Basfinlandes, den NamcnDavisstraße. Nachher machte er noch zweiReisen in gleicher Absicht, wurde aber beide Mal durch das Eis an der Erreichung seinesZiels, durch dessen Verfolgung sich Baffin so berühmt machte, verhindert. Auf einer Reisenach Ostindien ward er am 27. Dec. 1605 in der Nähe der Küste von Malakka in einemGefechte mit japanischen Seeräubern erschlagen.
Davoust (Louis Nicolas), Herzog von Auerstädt und Fürst v on Eckmüh l,stanz. Marschall und Pair, geb. 1770 zu Annou im ehemaligen Burgund, aus einer ange-sehenen Familie, war zu gleicher Zeit mit Bonaparte auf der Militairschule zu Brienneund wurde 1785 Unterlieutenant im Cavalerieregiment tlliampaxne und 1790 Chefdes dritten Freiwilligenbataillons der Nonne. Zn den Schlachten von Zemappe und Neer-winden zeichnete er sich unter Dumouriez durch kühne Tapferkeit aus. Als Dumouriez nachder letzten Schlacht mit dem Prinzen von Koburg unterhandelte, entwarf D. den Plan, sichdes Erstem, in der Mitte seiner Armee, zu bemächtigen, und es fehlte wenig, daß er es aus-führte. Zm Juni 1793 ward er zum General ernannt, durch das Decret aber, welches alleehemalige Adelige außer Thätigkeit setzte, genöthigt, seine Entlassung zu nehmen.. Der 9.Thermidor rief ihn wieder zu den Fahnen; tapfer focht er in der Moselarmee bei der Bela-gerung von Luxemburg, dann unter Pichegru bei der Rheinarmee. Nachdem er in Man-heim gefangen, bald aber wieder ausgewechselt worden war, zeichnete er sich bei dem Uber-gange über den Rhein 1797 durch kluge Anführung sowol als durch persönliche Tapferkeitaus. In den ital. Feldzügen unter Bonaparte fesselte ihn sein Eifer an diesen mit unauflös-lichen Banden. Er begleitete ihn nach Ägypten und zeichnete sich auch hier durch Muth undKühnheit aus. Er war es, der nach dem Treffen von Abukir das Dorf angriff und eroberte.Nach der Convention von El-Arisch schiffte er sich mit Desaix in Alexandrien ein, um nachFrankreich zurückzukehren. Sie erblickten schon die Hierischen Inseln, als sie von einer engl.Fregatte aufgebracht und nach Livorno zum Admiral Keith geführt wurden. Dieser behan-delte sie als Kriegsgefangene, und erst nach einem Monate erhielten sie die Erlaubniß zurAbreise nach Toulon. Bonaparte ernannte D. hierauf zum Divisionsgeneral und Oberbe-fehlshaber der Cavale.rie der ital. Armee und nach der Schlacht von Marengo zum Chef derGrenadiere der Consulargarden, die in dieser Schlacht den Namen der Granitsäulen sich er-worben hakten. Nach der Thronbesteigung Napoleon's zum Reichsmarschall und Großkreuzder Ehrenlegion, auch zum Generaloberst der kaiserlichen Grenadiergarde ernannt, rechtfer-tigte D. seine Erhebung, die er nicht sowol seinem Range in der Armee als der Gunst desKaisers und seiner unwandelbaren Änhänglichkeit an dessen Person verdankte, im Feldzugevon 1805, namentlich in der Schlacht von Austerlitz, wo er den rechten Flügel des Heersbefehligte. Nach dem presburger Frieden blieb er mit seinem Corps in Deutschland stehen.Der im Oct. 1806 ausgebrochene Krieg mit Preußen versetzte dasselbe nach Sachsen aufdas Schlachtfeld bei Auerstädt, wo er mit dem rechten Flügel des Heers bedeutend zur Ent-scheidung des Tags beitrug. Da er die vom Schlachtfelde bei Jena ganz getrennte Schlachtvon Auerstädt durch seine geschickten Maßregeln allein gewann, so erhob ihn Napoleon nachdem tilsiter Frieden zum Herzog von Auerstädt. Er blieb hierauf in Warschau, gingdann nach Breslau und ward, da die>Große Armee aufgelöst wurde, zum Oberbefehlshaberder Rheinarmee ernannt. Bei dem Wiederausbruche des Kriegs mit Ostreich im 1.1809waren seine Märsche durch die Oberpfalz an die Donau und die Tage von Regensburg einesehr gefährliche Aufgabe. Wesentlichen Ankheil hatte er an dem Siege bei Eckmühl. Ander Schlacht von Aspern konnte nur eine seiner vier Divisionen Antheil nehmen, deren Ge-neral, Saint-Hilaire, mit dem größten Theile seiner Truppen an dem linken Donauuferumkam. In der Schlacht von Wagram befehligte D. den rechten Flügel, dessen Bewegun-gen hauptsächlich den Rückzug der Östreicher bewirkten. Nach dem Frieden erhob ihn Na-poleon zum Fürsten von Eckmühl und 1811 zum Generalgouverneur des hanseatischenCenv.-Lex. .Neunte Aufl. IV. 7