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faltig in öffentlichen Geschäften thätig, so namentlich lange Zeit als Bankrepräsentant. ImI. I83S unternahm er eine wissenschaftliche Neisc nach England; >8-10 wurde er zumBürgerrepräsentanten in Kopenhagen und zum Dcputirtcn der ständischen Versammlungin Noeskilde ernannt, 184 l Mitglied des Raths in Kopenhagen und der Commission fürdas Gefängnißwescn. In den I. 1841 und > 842 unternahm er auf königliche Kosten eineReise nach England, Belgien, Frankreich, der Schweiz und Deutschland, um dasEefängniß-wesen dieser Staaten zu untersuchen.
David (Jacq. Louis), der Stifter der neuern franz. Malerschule, gcb. zu Parisam 30. Aug. >748, hatte namentlich Vien zum Lehrer, welcher die Regeneration der da-mals in Manier versunkenen Historienmalerei in Frankreich begann. Im I. 1775 ge-wann er den großen Preis an der pariser Akademie und folgte Vien nach Rom, der zumDirector der'franz. Akademie daselbst ernannt worden war. Durch unermüdliche Studiensuchte er sich mit der Formenschönheit der antiken Bildwerke vertraut zu machen; doch co-pirte er auch ein Abendmahlstück nach Valentin, und selbst in seinem Belisar, welchen er,nach Paris zurückgekehrt, im I. 1781 zum Behuf der Aufnahme in die Akademie malte,ist noch nicht das entschiedene Bestreben sichtbar, die Formen der Antike in die Malerei über-zutragen, welches nachmals der vorstechende Charakter seiner Werke und seiner Schule wurde.Diese Richtung entwickelte sich vielmehr erst, als er 1784 abermals nach Nom kam und dasgroße Bild, den Schwur der Horatier, ausführte, welches ihm Ludwig XVI. aufgetragcnhatte, und das man als den Anfang einer neuen Kunstepoche betrachten kann. JmJ. 1787malte er Paris und Helena und dann den Tod des Sokrates, welche seinen Ruf ungemeinsteigerten, zumal da er auch als Portraitmaler Aufsehen zu machen anfing. Vom Feuereiferfür die Revolution hingerissen, führte er 17 89 einen Brutus aus, der seine Söhne zum Todeverurtheilt. Auch gab er meist die Ideen zu den zahlreichen Denkmälern und republikani-schen Festen jener Zeit an. Unter Andern: schlug er vor, aus den Trümmern der Königssta-tuen ein Denkmal auf dem Pontneuf zu errichten, welches das Volk als Riesen darstelle.JmJ. 1792 wurde er Wähler von Paris, darauf Dcputirter beim Natioualconvent, demer im Jan. 1794 präsidirte, und Mitglied des Sicherhcitsausschusses. Im Processc Lud-wig's XVI. stimmte er für dessen Tod. Während der Schreckensregicrung war er einerder wüthendsten Jakobiner und Robespierre ganz ergeben. Nach Nobespierre's Sturzein großer Gefahr, rettete ihn nur sein Ruf als Maler vom Blutgerüste. Zu den Nevo-lutionsscenen, welche er durch seinen Pinsel zu verewigen suchte, gehören die ErmordungMarat's und Pclletier's, vorzüglich aber der Schwur im Ballhause und Ludwig's Eintrittin die Nationalversammlung am 4. Febr., welches letztere Gemälde er 1790 dem Gesetzge-benden Körper verehrte. Den Culminationspunkt seines Talents zeigen seine Sabinerinnen,die er seit 1799 öffentlich ausstellte, was ihm gegen 100000 Francs eingebracht haben soll.Napoleon ernannte ihn 1804 zu seinem ersten Maler und gab ihm den Auftrag zu vier Ge-mälden, unter denen die Darstellung der Kaiserkrönung sich auszeichnet. Auch gehören zuseinen berühmtesten Werken aus dieser Zeit mehre Darstellungen des Kaisers, besonders wieer als Consul auf dem Bernhardsberge zu Pferde den Truppen die Bahn zum Ruhme zeigt.Sein letztes Gemälde in Paris war Leonidas im I. 1814. Mit diesem Bilde entfernte ersich schon einigermaßen von seiner früher:: Manier, indem er die Zeichnung mit mehr Frei-heit, aber geringerer Eleganz, und die Färbung mit mehr Wärme, aber weniger Transparenzbehandelte. Als ihn 1814 der Herzog Wellington, begleitet von vielen engl. Offizieren, inseinem Atelier besuchte und den Wunsch äußerte, von ihn: gemalt zu werden, antwortete erihm kalt: „Ich male niemals Engländer", und kehrte dem Herzog den Rücken, der schnellsich entfernte. Nach Napoleon's Rückkehr von Elba, wurde er zum Commandeur der Ehren-legion ernannt, nach der zweiten Restauration aber zufolge des Decrets von 1816 als Ne-gicide aus Frankreich verbannt, worauf er sich in Brüssel niederließ. Unter den Gemälden,die er hier ausführte, fanden der Amor, welcher Psyche's Armen entschlüpft, und MarS,welchen Venus, Amor und die Grazien entwaffnen, ungeteilten Beifall. Er starb zu Brüs-sel in der Verbannung am 29. Dec. 1825. Die Urtheile der Franzosen über D. sind sehrverschieden von denen der Ausländer; jene finden ihn correct, edel, erhaben, diese kalt undtheatralisch; einstimmig aber wird ihm das Verdienst zuerkannt, eine sorgfältige Zeichnung