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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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93
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David (König) David (Christian Georg Nathan) 93

David, König i» Israel, der jüngste Sohn Jsai's, eines angesehenen Mannes zuBethlehem, vom Stamme Juda, war wahrscheinlich in einer Prophetenschule gebildet undzeichnete sich durch Talente, Muth und Tapferkeit, z. B. im Kampfe mit Goliath, so aus,daß Samuel, der Hohepriester, ihn noch bei Lebzeiten Saul's durch die Salbung zum künf-tigen König weihte. Saul, der ihn als seinen Gegner betrachtete, verfolgte ihn, woraus einBürgerkrieg entstand, der bis zu Saul's Tode dauerte. Hierauf bestieg D. den Thron vonJuda; die übrigen Stämme hatten Saul's Sohn, Jsboseth, zu ihrem Könige erwählt, nachdessen Ermordung erst D. zum Besitze des ganzen Reichs gelangte, das er von 1055—15v. Ehr. regierte. Seine erste Unternehmung war ein Krieg gegen die Jebusitcr, mitten inPalästina. Er eroberte die Burg Zion, machte Jerusalem zur Residenz und die Burg zumSitze des Ccntralgottesdienstes. Hierauf unterjochte er die Philister, Amalckiter, Edomiter,Moabiter, Ammoniter und nach einem langen Kriege mit Hadadisar von Zoba das damas-cenische Syrien. Sein Reich erstreckte sich vom Euphrat bis an das Mittclmeer und vonPhönizien bis an den Arabischen Meerbusen und zählte mehr als 5 Mill. Bewohner. Erbeförderte Schiffahrt und Handel, besonders mit Tyrus, und suchte sein Volk durch dieKünste, namentlich die Baukunst, zu bilden. Außerdem sorgte er für den Cultus durch Ein-theilung der Priester und Leviten in bestimmte Elasten, sowie durch Anstellung heiligerSänger und Dichter, für die Justiz durch Einführung von Ober - und Unterrichtern, fürdas Kriegswesen durch Gründung eines stehenden Heers. Seinen Dichtergeist lehren unsmanche von ihm aufbewahrte Gesänge kennen, das Klagelied um Jonathan, das um Abnerund manche Psalmen. Jndeß verleiteten ihn seine Ausschweifungen in der Liebe zu manchenGrausamkeiten; die Eifersucht aber unter den Söhnen der verschiedenen Mütter gab end-lich znr Empörung in seiner eigenen Familie Veranlassung. Sein Sohn Absalon suchteihn vom Throne zu stürzen und kam in dem darüber entstandenen Kriege um. Auch diespätere Empörung Adonia s, des ältesten Sohns D.'s, ward glücklich unterdrückt. Auf demTodbette übergab er die Negierung seinem Sohne Salomo. Vgl. Chandler, „KritischeLebensgeschichte D.'s" (deutsch von Dicderichs, 2 Bde., Brem. >777 — 80); Nicmeyer,„Charakteristik der Bibel" (Bd. i), und Hasse, „Jdiognomik D.'s" (Jena 1781).

David (Christian Georg Nathan), dän. Journalist und Staatswirthschastslehrcr,geb. am I». Jan. 1793 in Kopenhagen, wo sein Vater ein angesehener jüd. Großhändlerwar, erhielt eine wissenschaftliche Jugcndbildung. Nachdem er zur christlichen Religion über-getreten, bezog er 1809 die Universität zu Kopenhagen, wo er vorzugsweise philosophischeund politische Wissenschaften studirte. Von Kopenhagen ging er 1815 ins Ausland undhielt sich längere Zeit in Göttingen auf, wo er zum Doctor der Philosophie promovirt wurde.Nach seiner Rückkehr nach Kopenhagen lehrte er an der dasigcn Universität und gewann sichals fleißiger Schriftsteller durch die praktische Tendenz der meisten seiner staatswiffcnschaft-lichen Arbeiten einen ansehnlichen Kreis von Lesern. Er gab ein staatsökonomisches „Ar-chiv" (2 Bde., 1826—29) heraus und suchte jeden Fortschritt, jede Erfahrung des Aus-landes seinem Vaterlande möglichst nutzbar zu machen. Jm J. 1830 zum Professor derStaatswirthschaft ernannt, nahm er in den nächsten Jahren eine Stellung ein, die ihmbei seinen Talenten einen nicht unbedeutenden Einfluß auf die politische Entwickelung seinesVolks sicherte. Nach Einführung der Provinzialstände im I. 183-1 begründete er dasJournal „Fädrelandet", welches der innern Politik und namentlich der Fortentwickelung derneuen politischen Institutionen geweiht sein sollte. Schon indeß nach wenigen Monatenwurden der Regierung die Tendenz, der Ton und die Farbe des Blattes verdächtig und D.auf den Grund einiger stärkern, aus dem Zusammenhänge gerissenen Stellen angeklagt, dieVerfassung des Reichs geschmäht und Unzufriedenheit mit der Regierung des Königs ge-zeigt, sowie auch die absolute monarchische Negierung überhaupt getadelt zu haben. Zwarwurde er von der Anklage freigesprochen, jedoch in die Kosten verurtheilt, auch von demHöchstengerichte, an welches die Regierung appellirte, seine Freisprechung bestätigt; alleinseine Feinde wußten doch seine Entfernung vom Lehrstuhle an der Universität zu bewirken,noch ehe er aus Paris, wohin er sich im Sommer 1835 begeben, zurückgekehrt war. Nachder Rückkehr ins Vaterland setzte er seine Zeitschrift, die inzwischen sein Freund Hage redi-girt hatte, wieder fort, und es wirkt dieselbe noch immer viel Gutes. Auch sonst war D. viel»