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Gebiete der toscanischen Sprache und als Verfasser der Lebensbeschreibungen gricch. Künstler.Den Berufungen fremder Mächtigen zog er den Aufenthalt im Vatcrlande vor, wo er 1617den Lehrstuhl der griech. und lat. Sprache und Altcrthumskunde erhielt, Mitglied der Akademieder Crusca wurde und im Jan. >675 starb. Er unternahm die Sammlung von Sprrch-mustern, „kross üorentine", für die er aber nur den ersten Band der ersten Abtheilung,„OrsÄoni di varj autori" enthaltend (Flok. l66l), lieferte; Andere setzten später dasWerk fort, das auf 17 Bände anwuchs. In Gemeinschaft mit dem Marchese Capponiund Franc. Nedi arbeitete er unablässig an der Vermehrung und Berichtigung des Wör-terbuchs der Crusca. Durch seine Kenntnisse und Arbeiten auf diesem Felde erwarb er denBeinamen des toscanischen Varro. Seine „Vite de (guattro) pittori anticki" (Zeuxis,Parrhasius, Apelles und Protogenes), Ludwig XIV. 1667 zugeeignct, sind in verschiedenenAusgaben erschienen, auch in die „Biblioteca enciclop." (Bd. II, Mail.^183l) ausge-nommen. Briefe von ihm gab Dom. Moroni heraus (Flor. 1825). — Übrigens ist derName D ati schon alt bekannt in der ital. Literatur. Ein Goro D. verfaßte im 15. Jahrh.ein astronomisches Gedicht; dessen Bruder, der Dominicaner Leonardo D., lat. Gedichte. —Zu den ersten rohen Versuchen dramatischer Dichtung in ital. Sprache gehört die „Leidens-geschichte und Auferstehung Christi" von Giuliano D-, die im Colosseum zu Rom umII5V aufgeführt wurde. — Agostino D., dessen Leben Alessand. Bandiera beschriebenhat (Nom 1733), ist Verfasser einer Geschichte von Siena in lat. Sprache, die dessen SohnNiccoloD. 1503 herausgab. Desselben Agostino „bllegantiae" erschienen in der erstenZeit des ital. Bücherdrucks 1170 und wurden so oft aufgelegt, wie damals wenige Bücher.Datteln, s. Palmen.
Datum, d.h. Gegeben, nennt man dieBemerkung derZeit, in welcher Urkunden aus-gestellt sind, während durch et um, d. h. Geschehen, der Zeitpunkt, in welchem über denInhalt derselben verhandelt wurde, angegeben wird. Es haben daher die nämlichen Urkun»den oft ein früheres ^ctum und ein späteres Dutum, andere wieder Beides vereinigt, ^ctumst datum. Mit Angabe der Zeit, des Jahrs und Tags, zuweilen auch der Stunde, ist in derRegel auch Angabe des Orts verbunden, an welchem die Urkunde ausgefertigt wurde. DieArt der Bezeichnung des Jahrs und Tags war in verschiedenen Ländern und Zeiten sehrabweichend; die Alten datirten gewöhnlich nach ihren Königen und obern Magistratsper-sonen. Die Völker des Abendlandes im Mittelalter setzten die Regierungsjahre ihrer Kaiserund Könige, fingen aber schon sehr frühzeitig an, nebenher oder ganz allein das Jahr nachder Geburt Christi in ihren Urkunden anzugeben, häufig auch die Jndictionen (s. d.),der Römer Zinszahl, beizufügen. Was die Angabe des Tags betrifft, so pflegte man denMonatstag entweder nach der Zahlordnung oder nach dem Namen eines Heiligen oder Festeszu bezeichnen- Die in alten Urkunden am häufigsten vorkommenden Datumsbezeichnungensind folgende: Xbsolutionis dies oder Loena domini hieß der Gründonnerstag, Vniina-rum dies der 2. Nov., Vpparitio domini der 6. Jan., Benedicta der Dreisaltigkeits-sonntag, Laodelstio, testuin candelarnm oder pacikcatio lUarise der 2. Febr., Varistiader 22. Febr., Oarnisprivium die ersten Tage der Fasten, Larnivnra der Fastnachtsdienstag,(llausum psscba der erste Sonntag nach Ostern, Daewoo mutus der dritte Sonntagder Fasten, Dies bursrum der erste Fastensonntag, Dies ma^nus der Ostersonntag, Diespingues die drei Tage vor Aschermittwoch, Dominica duplex der Dreifaltigkeitssonntag,bixaltatio ssuctae crncis der 11. Sept-, ksria prima, secunda u. s. w. Sonntag, Montagu. s. w., kestum apostoioruw der I. Mai, kestuw ssiooruw der 25. Dec., kestum OdristiWeihnachten, kestum stellae der 6. Jan., äobannes albus das Fest Johannis des Täufersder 24. Juni, lUensis novsrum der Monat April, blensis purgatorius der Monat Februar,lXstale sanctse Nsrise der I-Jan., Kox «acra die Nacht vor Ostersonntag, ksscds priwuwder 22. März, kascba ultimum der 25. April, kasclia rosarum der Pfingstsonntag, dnsceptioanctae crucis der erste Sonntag im Aug., Vransüguratio der zweite Fastensonntag, VigiliaLorewii der s. Aug. Bei den beweglichen Festen des Kalenders entstehen oft viele Schwie-rigkeiten in der Entzifferung der Daten alter Schriften, nicht nur weil in den früher» Zeitendas Osterfest, von welchem alle bewegliche Feste abhängen, in den verschiedenen Gegendenverschieden bestimmt wurde, sondern auch weil der Anfang des Jahrs selbst nicht überall