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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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85
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Daschkow Dati 85

vr tlia lavrs vk organiclife" (Land. 178-1, -t., und öfter; deutsch von Brandis, 5 Bde.,Hannov. 179599),kli^tnnomm, or tüc z>I>!Iosoz>I>^ »k agriciilture snck gurtlening"(Land. 1889, -1.; deutsch vonHebenstrcit, 2 Bde., Lpz. 1881),Tko Kotunic gurtlen etc."(Lond. 1788; Aufl., 2 Bde., Lond. 1799), ein Gedicht voll philosophischer Ideen undglühender Einbildungskraft, und das nicht minder originelle Lehrgedicht ,,1'be tcmz>l«os naturo, or tke origin ok societ)" (Lond. 1803, 3.; deutsch von Kraus, Braunschw.1888), welche beide lehtern Gedichte auch unter dem Titelkoeticul rvvrks" (3 Bde., Lond.1886) erschienen. Vgl.Cromc,Abhandlungen und Bemerkungen über verschiedene natur-wissenschaftliche Gegenstände aus D.'s vot-mic garcken" (Hannov. 1810). D.'s Namenverewigte Nudge durch die Aufstellung der Pflanzengattung Darwiiüa, und sein Leben be-schrieb Miß Seward 1804.

Daschkow (Katharina Romanowna, Fürstin), geborene Gräfin Woronzow, eine edleund berühmte Frau, gcb. 1744, hatte von frühester Jugend an eine wissenschaftliche Bildungerhalten und suchte vornehmlich durch fortgesetztes Studium der Griechen und Römer denGeist des Alterthums zu erfassen. Sic wurde schon im 18. Jahre Witwe, war eine vertranteFreundin der Kaiserin Katharina 1l. und bezeugte sich außerordentlich thätig bei der Thron-besteigung derselben. Als eines der Häupter der Verschwörung gegen Peter 111. führte sicin Uniform und zu Pferde einen Theil der Truppen der Kaiserin entgegen, die sich hieraufselbst an die Spitze derselben stellte. Da aber die Kaiserin ihrem Verlangen, als Obersterim kaiserlichen Gardercgiment zu commandiren, nicht willfahrte, entfernte sie sich aus derenNähe und widmete sich ganz wissenschaftlichen Arbeiten. Erst nach längerer Abwesenheitkehrte sie nach Petersburg zurück und wurde 1782 zum Director der Akademie der Wissen-schaften und 1783 zum Präsidenten der neucrrichteten russ. Akademie erwählt. Im I.1796 gab sic ihre Ämter auf. Sie starb zu Moskau 1810. Außer mehren Lustspielen undandern kleinen Schriften in russ. Sprache, welche sie herausgab, beförderte sic auch sehrthätig das Erscheinen des Wörterbuchs der russ. Akademie. Ihre sehr interessanten Memoi-ren wurden nach dem Original von ihrer Freundin, der Mistreß W. Bradford, hcrausgcgc-ben (2 Bde., Lond. 1840).

Dassel (die Grafen von), ein berühmtes deutsches Grafcngeschlccht, die, weil ihreGrafschaft in dem rauhen Sollingerwaldc lag, auch Naugrafcn genannt wurden, erbautenschon in frühester Zeit die Stadt und die Burg Dassel, die jetzt zum hannöo. FürstenthumHildesheim gehört. Das Geschlecht erlosch mit Graf Simon von D. im J. 1329, derdie Stadt Dassel und das Schloß Hundesrück noch bei Lebzeiten an das Hochstift Hildesheimverkaufte. Unter den frühem Grafen sind am berühmtesten Walth er (ums I. 780), dendie Chroniken als ersten Grafen erwähnen, dessen Sohn Bernhard 1., der bei seiner Ver-heirathung mitHasela, der Tochter Wittekind's von Sachsen, das Christenthum annahm und795 starb, und Adolf der Kühne, der zu Anfang des 12. Jahrh. das Stift Nordheim ver-brannte, weshalb er in die Acht kam und den größten Theil seiner Besitzungen verlor.

Data, d. i. das Gegebene, heißen in der Mathematik die gegebenen Stücke einer Auf-gabe, aus denen man die unbekannten Stücke finden soll. DieData" des griech. Mathema-tikers EuklideS (s. d.) sind eine Sammlung von Lehrsätzen, welche zeigen, wie aus gewissengegebenen Größen oder Verhältnissen andere folgen.

Dataria heißt diejenige Abtheilung der 6uris Aratiue oder päpstlichen Verwaltungs-behörde, von welcher die kirchlichen Gnadensachen expedirt werden. An ihrer Spitze stehtein Cardinal, gegenwärtig Pacca, der den Titel Pro da tarius führt; vor ihr Forum ge-hören namentlich die Besetzung kleinerer kirchlicher Pfründen, die dem Papste reservirt sind,und die Dispensationen in solchen Fällen, welche nicht geheim gehalten werden müssen, z. B.in Ehesachen, bei Gelübden und Eiden.

Dati (Carlo), ital. Sprachgelehrter und Schriftsteller, geb. in Florenz 1619, in seinerJugend von Galilei unterrichtet, beschäftigte sich mit mathematischen und physikalischen,auch astronomischen Untersuchungen, deren Frucht jedoch nur in wenigen Bruchstücken undkleinen Abhandlungen aufbehalten ist. Seinen Nus, der in seiner Zeit so bedeutend war,daß ausgezeichnete Gelehrte seine Bekanntschaft zu suchen pflegten, daß die Königin Chri-stine ihn zu sich nach Nom und Ludwig XIV. nach Paris einlud, erwarb er als Forscher im