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Tross die vier am Hellespont, auf der europ. und ssist. Küste, einrndergegenüberliegendenSchlösser, welche jene Meerenge dermaßen beherrschen, daß sie als der Schlüssel von Äon-stantinopcl angesehen werden. Den ersten Eingang des Hellespont überwachen die beiden,WW Klaftern voneinander entfernten Neuen Schlösser, welche in der Mitte des 17.Jahrh.unter Mohammed lV. zum Schutz der türk. Flotte gegen die Venetianer angelegt wurden.Vier Stunden nördlicher liegen, etwa 750 Klaftern auseinander, die Alten Schlösser, dieMohammed II. nach der Eroberung Konstantinopels erbauen ließ. Mehr vorwärts wird derKanal immer schmaler, und anderthalb Stunden von den Alten Schlössern nähern sich zweihervorspringende Erdspitzen auf375 Klafter und bilden die zwölf Stunden lange Meerenge,den Hellespont (s. d.) oder die Dardanellenstraße, welche, mit keiner Befestigungversehen, in das Meer von Marmora führt, wo 00 Meilen weiter die Hauptstadt des osman.Reichs an einem andern Kanäle liegt, der das Schwarze Meer mit jenem verbindet. Im Ver-trauen auf den Ruf der Dardaneüenfchlofferhatte im vorigenJahrh. die Pforte dieselben gänz-lich verfallen lassen, sodaß am 26. Juli 1770 das aus drei Linienschiffen und vier Fregattenbestehende Geschwader des russ. Admirals Elphinstone bei der Verfolgung zweier türk. Li-nienschiffe vor den ersten Schlössern vorbeisegeln konnte, ohne auch nur von einem Schüssegetroffen zu werden, da die türk. Batterien aus Mangel an Kriegsvorrath nur einmal feuernkonnten. Durch dieses unerwartete Ereigniß gewarnt, nahm die Pforte das Erbieten desBaron Tott (s. d.) an, die Schlösser wiederhcrzustellen; doch der unbezwingliche Zustand,in den er sie versetzte, dauerte bei der Schlaffheit der Türken nicht lange. Daher konnte am10. Febr. 1807 der engl. Admiral Duckworth mit acht Linienschiffen, vier Fregatten nebstmehren Brandern und Bombardierbooten die Durchfahrt durch die Dardanellen ohne Ver-lust bewerkstelligen, worauf am 20. Febr. zum ersten Male eine feindliche Flotte im Ange-sichte von Konstantinopcl erschien. Sie sollte die angeknüpften Unterhandlungen unterstützen,richtete aber nichts aus; vielmehr waren die Türken während der Unterhandlungen unterder Leitung des franz. Gesandten Sebastian! so eifrig beschäftigt, Konstantinopel gegen ei-nen Angriff zu sichern und die Dardanellenschlösser in Vertheidigungsstand zu setzen, daßDuckworkh am 2. März nicht ohne Verlust zurücksegcln konnte, was ihm, seinem eigenenGeständnisse zufolge, acht Tage später nicht mehr möglich würde gewesen sein. Früher, sowieauch in dem 1809 zwischen der Pforte und England abgeschlossenen Friedensvertrage hatteGroßbritannien das Princip der Pforte anerkannt, daß es zu allen Zeiten den Kriegsschiffenverboten sei, in die Meerenge der Dardanellen und in die des Schwarzen Meers einzulaufen.Jni I. 1829 wurden die Dardanellen von einer russ. Flotte, mit Englands Zustimmung,gesperrt, und 1833, in dem ägypt. Kriege, der brit. und der franz. Flotte vom Divan nichtgestattet, dieselben zu passiren, während eine russ. Flotte bei Bujukdere ankerte. In einemVertrage der Pforte vom Sept. 1831 mit den fünf Großmächten gaben die letztem vonneuem das Versprechen, kein Kriegsschiff in die Dardanellen einlaufcn zu lassen.
Dardänuö, der Stammvater der Trojaner und somit der Römer, war, nach Apollo-dor, ein Sohn des Zeus und der Elektra und der Bruder des Jasion. Aus seiner HeimatSamothrake wanderte er aus Gram über den Tod seines Bruders in die Gegend des nach«hcrigen Troja, wo ihn der König Teukrus freundlich aufnahm, ihm Ländereien und sogarseine Tochter Bateia zur Gemahlin gab, mit der er den Jlus und Erichthonius zeugte. Nachdem Tode des Teukrus erbte erThron-und Reich, das nun Dardania hieß. Nach derkretischen Sage ist er der Sohn des Krakeus und der Phronia; nach der italischen stammter aus dem tuskischen Korythus. Dionysius von Halikarnaß endlich, dessen Erzählung manes ansieht, daß er die verschiedenen Sagen vereinigen will, versetzt ihn nach Arkadien, wo erChryse, die Tochter des Palas, heirathete, mit welcher er zwei Söhne, Zdäos und Dimas,zeugte. Von hier wurde er durch eine Überschwemmung genöthigt, auszuwandern, nahmseinen Weg nach Samothrake und von da nach Phrygien, wohin er auch den Cultus unddie Bilder der Göttermutter Cybele (s. Palladium) brachte.
Dareö, der Phrygier, wird als Verfasser der Schrift „De excillio Trosse" genannt,die nach Angabe des Vorgesetzten Briefs an Sallust durch Cornelius Nepos aus dem Grie-chischen übertragen sein soll, offenbar aber ein Product der spätesten Zeit ist, wenn auch derGehalt zum Theil aus alten jetzt verlorenen Quellen beruhen mag. Der neueste Heraus»