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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
Seite
77
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Daphnäa Dardanellen 77

III5 Gebäude beschädigt worden und eine Menge Menschen verhungert. Mit dem 3. Febr.1811 kehrte D. unter Preußens Oberherrschaft zurück. Großen Schaden erlitt die Stadtam 6. Dec. 1815 durch das Ausstiegen eines Pulverthurms, sowie 1829 durch einen Durch-bruch der Weichsel und 1831 durch die astatische Cholera. Vgl. Löschin,Geschichte D-s"(2 Bde., Dan;. 1822); Blech,Geschichte der siebenjährigen Leiden der Stadt D." (2 Bde.,Danz. 1816); Döring,Danziger Bilder" (Danz. 184V) undMünzen und Siegel derStadt D., Elbing und Thorn" (Berl. 1841).

Daphnäa, eigentlich die Lorberbekränzte, ist ein Beiname der Diana, welche alssolche einen Tempel zu Sparta hatte.

Daphne, die Tochter des arkadischen Flußgottes Ladon und der Gäa oder des thessalischenFlußgottes Peneus, wurde von Apollon, zugleich aber auch von Leucippus, dem Sohne desKönigs Onomaus, geliebt. Leucippus verkleidete sich, um der Geliebten eher folgen zukönnen, als Jungfrau und mischte sich so unter die Nymphen, die Gespielinnen Jener, wurdeaber auf Veranstaltung des Apollon beim Baden erkannt und sogleich von den Nymphengetödtet. Hierauf verfolgte Apollon die D., war aber in seiner Liebe nicht glücklicher. D.nämlich floh ihn und in dem Augenblicke, als er sie umarmen wollte, ward dieselbe vonihrer Mutter Gäa in den Schoos derselben ausgenommen, oder nach Andern auf ihr Flehenin den immergrünenden Lorberbaum verwandelt. Daphne, die Tochter des Tiresias,eine berühmte Wahrsagerin, sonst Manko genannt, wurde im Kriege der Epigonen gefan-gen <md dem Apollon geschenkt. Daphne, eine Bcrgnymphe, war Priestcrin beimOrakel zu Delphi.

Daphnis, ein Sohn des Hermes und einer Nymphe, der Erfinder der bukolischenPoesie, welcher seine Heerden am Fuße des Ätna weidete und hierbei von dem Pan selbst inder Musik unterrichtet wurde, entflammte die Liebe einer Nymphe, ward aber derselben spä-ter gegen sein Versprechen untreu und zur Strafe dafür von ihr in einen Stein verwandelt,nach Theokrit aber von Liebe aufgezehrt.

Daplfer, s. Truchseß.

D'Arcet (Jean Pierre Jos.), berühmter franz. Chemiker, geb. zu Paris 1777, einSohn des am 13. Febr. 1801 als Dirigent der Porzellanmanufactur zu Sevres verstor-benen, ebenfalls als Chemiker bekannten I e a n D'A., ein Enkel Nouelle's, machte die ge-wöhnlichen mathematischen und naturwissenschaftlichen Studien und wurde bereits 1801als Münzwardein angestellt. Seitdem ist er unausgesetzt als technischer Chemiker thätig ge-wesen, und ihm verdankt man namentlich durchgreifende Verbesserungen der Pulverfabrika-tion, die äußerst folgenreiche Entdeckung der künstlichen Darstellung von Soda aus Koch-salz; ferner manche Verbesserungen in Zusammensetzung von Bronzen und ähnlichen Legi-rungcn, in der Fabrikation von Stahlwaaren, besonders Waffen; umfänglichere Arbeitenüber Benutzung der Kastanien auf Zucker u. s. w., über Darstellung der Knochengallerteund eine ganze Reihe gesundheitspoliceilicher Vorschläge und Einrichtungen in Hinsicht aufHospitäler und Waschanstalten, sowie für Goldarbeiter, Seifenfabriken, Blechhütten u.s. w.Seine neueste Schrift (1843) handelt über die Entfernung, in welche man gewisse Fabrik-anlagen von den nächsten bewohnten Orten errichten darf. Seine Ärbeiten finden sich indenMansies de diimie et de plixsiyue" und, so weit sie gesundheitspoliceilicheGegenständebetreffen, in denMansies d'b^iene publique". Sein Sohn, Felix D'A., hat sichebenfalls bereits als Analytiker bekannt gemacht.

Dardanarms, ein Wort unbekannter Abstammung, bezeichnet einen Aufkäufer undabsichtlichen Vertheurer irgend eines Products, hauptsächlich aber der Lebensmittel und vorallen des Getreides, vsrdanise srtes nannte man Zauberkünste, mittels deren das Ge-treide auf dem Halme verderbt wurde. Gegen den Koruwucher, Dardanariat genannt,eifern schon die Gesetze der röm. Kaiser, nach denen er als Criminalverbrechen bestraft wurde,gleich den ältern deutschen Reichsgesctzen und den einzelnen Landesgesehgebungen. Ob manaber Recht hat, z. B. die Landleute unbedingt zu zwingen, daß sie ihre Produkte selbst aufden Markt bringen, ist eine andere Frage. Die neuere Zeit ist auch hierin viel geneigter zugrößerer Freiheit geworden.

Dardanellen heißen wahrscheinlich nach der alten Stadt Dardanus im Gebiete von