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4 (1845) D bis Entern
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68 Dank Dünnecker

Dichtern noch zu nennen Chr. Winter (Digt", 1834) und F.Paludan-Müller; nicht ohnePoetischen Werth sind auch die Gedichte von Andersen (s. d.), Möller, Acrestrup, Holstund Ioh. Kasp. Boyc (s. d.).

Was die Künste anlangt, so besaß Dänemark unter Andern ausgezeichnete Componi-sten an I. A. P. Schulze (s.d.), Kunzen (s.d.) und Kuhlau, und später an Weise undSchall. Für den Ruhm der bildenden Künste wirkten Ioh. Wiedewelt, gest. l 802, und derStolz seines Vaterlandes, A. Th orwaldsen (s. d.), unter dessen Leitung in Rom Freundsich bildete. Auch Bissen erwarb sich großen Ruhm. Unter den dän. Malern sind die be-rühmtesten Namen Lund, Eckersberg und Dahl (s.d.), ein Norweger, die, gleich Thor-waldsen, der königlichen Kunstakademie zu Kopenhagen ihre erste Bildung verdanken, unterderen Lehrern Nicolai Abr. Abildgaard (s. d.) besonders zu erwähnen ist. Unter den äl°tern Malern erwähnen wir Krock und Jsmael Mengs, geb. 1090, den Vater des berühmtenAnton Rafael Meugs, und als Zeitgenossen Abildgaard's Juel und Pauelscn. Kleve, Cle-mens, Heuer sind als Kupferstecher rühmlich bekannt. Die Schauspielkunst, die ihr Er-blühen in Dänemark Holberg's Meisterwerken verdankt, hat Gram, Lindorf, Wegner, Mad.Montagu, Rose, Londemann, Schwarß, Rösing, Mad. Rösing, Lindgreen, Forsom, Fryden»dahl, Rüge, C. Wenoläv und Nielsen als ihre ersten Namen aufzuweiscn.

Dank, abgesehen von der gewöhnlichen Bedeutung, nannte man im Mittelalter dirBelohnung, welche die in den Turnieren siegenden Ritter und die Sänger gewöhnlich aus denHänden der Damen empfingen. Die den Rittern, nach dem Ausspruche der Kampfrichter,ertheilten Belohnungen bestanden gewöhnlich in goldenen Ketten, Wehrgehenken, Schärpen,Schwertern u. s. w.; die Dichter und Sänger, welche sich durch Erfindung neuer Gesänge imöffentlichenWettstreit auszeichneten, empfingen als Dank ein Kleid, eine goldene Blume u.s. w.

Dannecker (Ioh. Hcinr. von), einer der berühmtesten neuern Bildhauer, geb. zuWaldenbuch im Oberamte Stuttgart am 15. Oct. 1758 von unbemittelten Altern, wurdeseit 1771 durch die Gunst des Herzogs Karl von Würtemberg in der Militairakademie ge-bildet, wo er sich für die Bildhauerkunst entschied und mit Schiller die innigste Freundschaftschloß. Als er 1780 die Akademie verließ, erhielt er vom Herzog die Bestallung als Hosbild-haucr und drei Jahre später die Vergünstigung, nach Paris zu reisen, wo er an Pajou einentreuen Lehrer fand, jedoch mehr mit dem Studium der Natur als dem der antiken Formensich beschäftigte. Im I. 1785 ging er nach Nom, wo ihn Canova in seinen Studien vielfachunterstützte und wo er mit Goethe und Herder in persönliche Berührung kam. Die von ihmin Marmor ausgeführtcn »Statuen der Ceres und des Bacchus veranlaßten seine Aufnahmein die Akademien von Bologna und Mailand. Nach seiner Rückkehr ins Vaterland im I.1790 ernannte ihn der Herzog Karl zum Professor der bildenden Künste an der Karlsaka-demie. Das erste Werk, das er hier im Modell ausführte, war ein Mädchen, das um einenVogel weint. Meist fertigte er indcß Skizzen und Entwürfe für den Herzog Karl. Erst 1796begann er wieder in Marmor zu arbeiten, unter Ander« eine Sappho (jetzt in Monrepos)und zwei Opferdicnerinmn in Gyps (in der Favorite zu Ludwigsburg). Nachdem er 1804das Grabmal des Grasen Zeppelin in Marmor ausgeführt (im Park zu Ludwigsburg) trater besonders als Portraiteur auf. Schon früher halte er die Büsten des Herzogs FriedrichEugen und seiner Gemahlin gefertigt. Jetzt arbeitete er eine Büste des Erzherzogs Karl incarrarischem Marmor nach dem Leben. Von Schiller lieferte er drei Büsten: die erste inStuttgart 1797 nach der Natur, in Lebensgröße; eine zweite kolossale, in carrarischem Mar-mor, zur Zierde für sein Atelier; die dritte fürden damaligen Kronprinzen Ludwig von Baiern.Für denselben arbeitete er später die Büsten Gluck's und Friedrich des Siegreichen, und für denEroßherzog Ludwig von Baden die Büste seines Vorgängers und Großvaters, des HerzogsKarl. Nach mancherlei Zwischenbeschäftigungen begann er 1809 seineAriadne, als Bacchus-braut auf dem Panther reitend (im Besitze Bcthmann's in Frankfurt). Gleichzeitig fertigteer das Modell zu der Wasser- und Wiesennymphe am Bassin des obern Sees der stuttgarterAnlagen. Für den König Friedrich von Würtemberg bildete er eine Statue des Amor mitgesenktem Pfeil und Bogen. Der Wunsch des engl. Generals Murray, eine Wiederholungdieses Werks zu besitzen, veranlaßte ihn 1814 zur Darstellung der Psyche, die er später ficrden König Wilhelm 1. von Würtemberg wiederholte. Außerdem gehören zu seinen gelun-