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4 (1845) D bis Entern
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Dänische Sprache, Literatur und Kunst

(183436); eine gelungene Erzählung der dän. Geschichte im Sagentone, aber ohne eigent-liche Forschung, ist L. C. Müller'sDanmarks Historie" (2 Bde., 183536). Das dän.Klosterwesen im Mittelalter beschrieb Daugaard (1830) mit großem Fleiße, und Estrüp'sMonographie über Absalon (Soroe 1826) behauptet den Rang neben den besten Arbeitenin diesem Fache. In seinenGenealogischen Tabellen der dän. Königshäuser" (1833) hatKönigsfeldt einen wichtigen Beitrag zur Geschichte geliefert; später dehnteer seine Unter-suchungen über die Fürsten- und königlichen Häuser des Mittelalters überhaupt aus. DieGeographie und Statistik des dän. Mittelalters gewannen in H.Knudsen einen gelehrten undumsichtigen Bearbeiter. Eine Menge einzelner historischer Untersuchungen verdanken wirCollin, Velschov, Zacobsen, Flcmmer und C. F. Wegener. Verdiente Achtung gewannAllen'sHandbuch der Vaterlandsgeschichtc" (1841). Als Meisterwerk über die Statistikder Gegenwart in einem durchgreifenden Zweige ist zu bezeichnen M. Nathanson's SchriftÜber die Geschichte des Handels, der Schiffahrt, des Geld - und Finanzwesens Dänemarksvon 17301830" (3Bde., 183233). Die Geographie, die bisher in Dänemark an derdurch K. Ritter's u. A. Arbeiten herbeigcführtcn Umgestaltung wenig oder keinen Antheilgenommen hatte, wurde endlich durch I. F. Schouw's (s. d.) gediegene Arbeiten in diesemFache auf den rechten Weg gewiesen.

Wie die neuere dän. Literatur überhaupt, so hat auch die neuere sdän. Poesie Hol-berg zu ihrem Anfangspunkte. Neben ihm und durch ihn angeregt, traten als Dichter aufChristian Falster, geb. 1600, gest. 1752, in beißenden Satiren, und Braumann Tullingeb. 1728, gest. 1765, in Elegien und Lehrgedichten. Johannes Ewald (s. d.), geb. >743,,gest. 1781, machte als Lyriker und Dramatiker Epoche in der schönen Literatur. Joh. Herm.Wessel, geb. 1742, gest. 1785, gewann durch ein einziges, aber meisterhaftes komischesDrama,Liebe ohne Strümpfe", eine hohe, dauernde Celebrität. Mit andern vortrefflichenArbeiten bereicherten das Fach des Dramas Thom. Thaarup (s. d.), geb. 1749, gest. 1821,und Peder Andr. Heibcrg (s. d.). Als lyrische Dichter thaten sich hervor I. NordahlBruun, geb. 1745, gest. 1816, Claus Frimann, geb. 1746, und Jens Zctlitz, geb. 1761;doch sie alle stehen Jens B aggesen (s. d.), geb. 1764, gest. 1826, an Ruhm und Frucht-barkeit beiwcitem nach. Einen neuen Schwung nahm die poetische Literatur durch AdamÖhlenschläger (s. d.), geb. 1779, dessen nationale Tragödien und epische Gedichte nurin der Ursprache nach ihrem vollen Werthe und eigenthümlichem Geiste sich beurtheilen lassen.Neben ihm stand als Lyriker im ersten Range Adolf Wilh. Stack Staffeldt, geb. 1770,gest. 1826. Im1.1311 trat zuerst Beruh. Severin Ingemann (s. d.) als Lyriker auf, dersich nachher dem Drama und später dem historischen Nationalromane zuwendete. Als geist-licher Liederdichter schließt sich ihm zunächst Grundtvig (s. d.) an. Ein freies und kühnesdichterisches Streben offenbarte sich vom Anfänge an bei Joh. Ludw. Heiberg (s. d.), dervom romantischen Schauspiele zum Vaudeville überging, welches er zuerst in der dän. Poesieeinführte und mit allem Zauber der wahren Poesie ausstattetc. In letzteren steht ihm Over-skou am nächsten. Die Kunstnovelle, welche bisher, wenn wir von Knud Lyne Rahbck's undL. Kruse's Erzählungen absehen, der dän. Literatur ganz gefehlt hatte, wurde von einemUngenannten, den J.L.Heiberg einführte, angebaut, zunächst durchEine Alltagsgeschichte",der dannNovellen" (3 Bde., 2. Aust., 1836) undNeue Erzählungen" (2 Bde., 183637) folgten, und es werden diese Produktionen nach der ungetheilten Ansicht aller hierinStimmfähigen zu den Schätzen der Nationallitcratur gerechnet. Auch in Sten StensenBlich er's (s. d.) Novellen legt sich ein eigenthümliches Talent zu Tage. Des pseudo-nymen Karl Bernhard Arbeiten (Ein Jahr in der Hauptstadt", 2 Bde., 1835;No-vellen", 4 Bde., 183637) zeichnen sich durch reiche Erfindungsgabe und entsprechendeDarstellung aus. Ein edles poetisches Talent, das mit den größten Aufgaben rühmlichkämpft, ist in Johann Carsten von Hauch'S (s. d.) Tragödien unverkennbar, dem sich dervon Shakspeare'schem Genius berührte Darsteller, Chr. Bredahl (Dramatiske Scener",5 Bde., 181932)anschließt. DurchseineGjengangerbreve" zog Henrik Hertz 1831schnell Aller Augen auf sich, und mit dem wahren Charakter des Lustspiels vertraut, führteer dieses 1832 wieder in die dän. Literatur ein. Neben Hertz sind unter den andern dän.