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Dänische Sprache, Literatur und Kunst
! sen an. Aus Algren-Ussing's (s. d.) Schriften leuchtet ein selbständiges Studium undeine tüchtige Dialektik hervor. Das positive dän. Recht, in seiner Gesammtheil sowie inseinen einzelnen Fächern, fand immer tüchtige Bearbeiter. Das röm. Recht, das früher anden mächtigen Fortschritten, die es in Deutschland durch Savigny u. A. machte, in Däne-mark weniger Theil nahm, hat hier neuerdings an P. G. Bang einen Bearbeiter gefunden,dessen „Lehrbuch der zum röm. privaten Recht gehörigen Disciplinen" (1833) in der Lite-> ratur der Jurisprudenz in Dänemark Epoche macht. Obschon Dänemark des alten aus; dem 16. Jahrh. herüberleuchtcnden Ruhms der mcdicinischen Kunst und Wissenschaft ge-nießt und berühmte Namen, wie I. C. Tode, M. Saxtorph u. s. w. auszuweisen hat, iot fehlte doch bisher eine selbständigere Literatur der Arzneiwissenschaft; indessen sind m der
. letzten Zeit Spuren eines regern wissenschaftlichen Lebens wahrzunehmen in Gundelach-
; Möller's „Chirurgischem Jahrbuch des Friedrichshospitals", Eschricht's „Vorlesungen über
. Physiologie" (1836), Stein's ,,1'ilbulae rin-ttomicae" und in dessen ,,Handbuch der Ana-
z tomies, Dreier s „Medicinischer Botanik", Levy's Abhandlungen „Über die Perforation"
. und „Über den Kaiserschnitt", und Calliscn's (s. d.) „Medicinisches Schriftstellerlexikon"
, ist ein Werk umfassenden Fleißes und großer Ausdauer. Dagegen hat Dänemark in Hin-
e sicht der Naturwissenschaften seinen alten Ruhm nicht nur behauptet sondern weit vermehrt.
. I. W. Hornemann (s. d.), als Botaniker, H. C. Örsted (s. d.), als Physiker, I. F.
, Schouw (s. d.), als Meteorolog und Pflanzengeograph ausgezeichnet, sind Namen, die
. Europa mit Achtung nennt; neben ihnen verdienen noch besonders genannt zu werden
, Reinhardt als Zoolog; Forchhammer wegen seiner vortrefflichen Abhandlungen über Däne-
!. marks gcognostische Verhältnisse und seines „Lehrbuchs der Chemie"; Zeise, der ein Haupt-
" werk über die Chemie geliefert und viele interessante Entdeckungen in dieser Wissenschaft
gemacht hat; Lund, der gegenwärtig in Brasilien lebt; Wich, ein ausgezeichneter Schrift-" steiler über Vcterinärkundc; H. Kröyer wegen seiner „Nalurhistorischen Zeitschrift" und
n seiner Untersuchungen über die Fischereien und Austerbänke Dänemarks, und Stenstrup,
a der Island bereist und eine treffliche Arbeit über die Waldmoore im nördlichen Seeland ge-
l> liefert hat. Die Entdeckung der Galvanographie durch den CapitainHvffmann gehört zu den
; wichtigsten und folgereichsten in der Gegenwart. Unter den theoretischen Mathematikern
n stehen Ramus und Chr. Jürgensen obenan; als Astronom genießt Schumacher (s. d.),
st der in Altona lebt, eines europ. Rufs. Noch gedenken wir Urb. Jürgensen's, der nicht nur
n durch seine Chronometer sondern auch durch sei» Werk „Über die Messung derZeit" rühm-
>. lichst bekannt ist. Der Philosophie hat cs in Dänemark von jeher nicht an Theilnahme ge-
fehlt; doch von eigentlichen Schulen oder einer im höhern Sinne originellen Literatur aufke diesem Gebiete kann nicht die Rede sein. Niels Treschow (s. d.), der zu Anfänge des 19.
>. Jahrh. viel zur Ausbreitung der philosophischen Bildung in Dänemark und Norwegen bei-
s trug, war ein lichtvoller und scharfsinniger Denker. F. C. Sibbern (s. d.) hat als Reli-r gionsphilosoph und scharfsinniger Ästhetiker Vieles geleistet. I. L. Heiberg (s. d.) trug
l. besonders dazu bei, die Hegel'sche Philosophie in Dänemark einzuführen, oder wenigstens
-e eine ordentliche Bekanntschaft damit zu vermitteln. Unter den Vertretern der speculativen,f > Richtung verdient neben H. Martensen in seinem „Grundriß der Moral", R. Nielsen wegenseiner „Logik" genannt zu werden.
i- Die Philologie im ausgedehntesten Sinne wurde vonR. C. Rask (s.d.) bearbeitet, der
" sich in dieser Beziehung unsterbliche Verdienste erworben hat. Neben ihm fand die vergleichende
si Sprachkunde fleißige Bearbeiter in Finn Magnusen (s. d.), Petersen (s. d.), N. Ou-tzen, dessen „Glossarium der nordfriesischen Sprache" von Engelstost und Molbech (1837)e- herausgegeben wurde, und in dem geistreichen I. N. Madvig (s. d.). Die elastische Phi-
in lologie und Alterthumswissenschaft hatte selbst noch im Anfänge des 19. Jahrh. wenig für
z, die eigentliche Bildung der Philologie Bedeutsames aufzuweisen. Zu der früher» Bildung
.) - gehört, seiner ganzen Richtung nach, S. N. I. Bloch, durch die Herausgabe mehrer Gram-me matiken verdient. Große Verdienste um die griech. Archäologie erwarb sich P. O. Brönd-
d. sted (s. d.). Von vielem Fleiße zeugt F. C. Petersen's „Handbuch der griech. Literarge-
>d schichte" (1830; deutsch, Hamb. 1834), sowie dessen „Einleitung zur Archäologie" (1825).
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