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4 (1845) D bis Entern
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Dänische Sprache, Literatur und Kunst

teratur (s. d.) an. Demnächst folgen das angeblich aus dem 13. Jahrh. stammendeArz-neibuch" von Henrik Harpestreng (herausgeg. von Molbech, 1826) und die im 17. Jahrh.gesammelten und vonAbrahamson dem Altern, Nyerup und Nahbek mit kritisch-historischemApparat herausgegebencnUdvalgte danske Viscr fra Middelaldcren u. s. w." (5 Bde.,1812I I), welche W. L. Grimm unter dem TitelAltdän. Heldenlieder, Ballade» undMärchen" (Heidelb. 1811) verdeutscht hat; ferner dieNeimchronik" aus der zweite» Hälftedes 15. Jahrh. (herausgeg. von Molbech, >825). Die ersten Historiker sind SvendAagesenum 1188, dessen Werk unter dem TitelSuenonis, lilii, tjune exstnnt

(Soroe >632) herausgegeben wurde, undSaxo Grammaticus (s. d.), die Beide ansVeranlassung des Erzbischofs van Lund, Axel (s. d.), die Geschichte Dänemarks schriebenErst im >6., mehr noch im 17. Jahrh. bildete sich die dän. Sprachözur Büchersprache undzeichnete sich durch melodische Sanftheit und Wohllaut ebenso wie durch kräftige und ent-sprechende Bezeichnung des Abstrakten aus. Doch scheint auch gegenwärtig die poetischeSprache die Prosa noch etwas hinter sich zu lassen. Die erste dän. Sprachlehre wurde vonErich Pontoppidan (Kopenh. 1668) abgefaßt; ihr folgten die von Pedcr Syv (1685) undvonHoysgard (17-13 und 17-17), und später die von Jak. Baden, Lange, Tode, Tobiescn(2. Ausl., 1813), Nissen (Kopenh. >868) und S. N. I. Bloch (1818), dessen Sprachlehreunter den dänischen allein mit Auszeichnung genannt werden kann, gleichwie P. Hjert'sDeutsche Grammatik für dänisch Redende" (Elücksb. 1836). Auch gab cs schon im 16.Jahrh. einige dän.-lat. Wörterbücher, denen später die brauchbarer» von Ap>hclen, I. Ba-den, Neisler, G. H. Müller (1860; bearbeitet von Guldberg,-1 Bde., Kiel 1807) und vonMolbech (2 Bde., Kopenh. 1833) sich anschlossen. Ein regeres Leben in der Sprachfor-schung war erst seit Anfang dieses Jahrhunderts sichtbar, obschon die Zahl der Arbeitervcrhältnißmäßig nicht sehr groß war; vorzugsweise sind hier die Namen Grundtvig,Nafn, Nyerup und P. E- Müller zu nennen. Eine neue selbständige Bearbeitung derdän. Metrik gab C. A. Thortsen (2 Bde., 1833 34). Bereits 1478 wurde auch schondie Universität zu Kopenhagen gestiftet. Die ersten Schriftdenkmalc im 16. Jahrh. warenPcder Lolle's Sprüchwörter (Kopenh. 1508, 4.), die Übersetzung des Alten Testaments(herausgcgeben von Molbech, 1829) und die der Lutherischen nachgebildete Übersetzungdes Neuen Testaments von Mikkel vom I. 1524. Eine größere dichterische Thätigkeit regteüch im >7. Jahrh., namentlich durch Anders Christensen Arrcboc, geb. 1587, gest. 1637,Anders Bording, geb. 1619, gest. 1677, den hochbegabten lyrischen Dichter Thom. Kingo,geb. >664, gest. 1723, den patriotischen Wilh. Helk, gest. 1724, und den heitern SatirikerTöger Neenberg, geb. 1656, gest. 1742. Auch zählte Dänemark bereits in dieser Periodeausgezeichnete Männer in allen Fächern der Wissenschaften, in der Theologie Hemmingius,gest. > 600, H. Resen und I. Brochman, und in der Jurisprudenz Theophilus und Seave-nius ; als Mediciner und Physiologen C. T.Morsing, gest. 1560, O. Worin, Simon Pauli,Thom. Bartholin (s. d.) und Olaf Borrich (s. d.), in den philosophischen Wissenschaf-ten A. Krag, gest. 1600 und Petrus Scvcrinus, als Astronomen Tycho de Brahe (s. d.,und Longo montan (s. d.), als Mathematiker O. Römer, als Philologen Er. Windingund Joh. Rhode, als Historiker und Literatoren A. Huitfeldt, gest. 1609, P. Resen, ArnasMagnäus u. A. Unter den Frauen zeichnete sich besonders aus Brigitta Thott, gest. 1662eiche unter Andcrm die Schriften Seneca's und Epikret's ins Dänische übersetzte.

Eine neue Periode der dän. Literatur begann mit dem genialen Ludw. von Hoiderg(s. d.), geb. 1685, gest. 1754, der sowol als Historiker und populair-philosophischcrSchri'tsteller, wie insbesondere als Dichter sich bleibenden Ruhm erwarb. Seit Holbcrgwurde die wissenschaftliche dän. Literatur mehr und mehr und zum Thcil mit cnt-tchiedencm Erfolge angebaut. Von politischen Blättern und besonders von einem Charak-ter derselben war allerdings in Dänemark bis aus die Grenzen der nettesten Zeit kaum dieRede. Erst in Folge des seit Errichtung der Provinzialständc im I. 1834 sich entwickeltenpolitischen Lebens entstand dasFaedrelandet" mit bestimmt ausgedrücklem Charakter.Weil ausgebreiteter waren schon früher die allgemeinen Ünterhaltungsblätter, die oft auchins politische Gebiet hinüberstreiften, und unter welchen dasSkildcrie af Kjöbenhavn"lange Zeit den ersten Platz behauptete, worauf dannKjöbenhavnspost" sich das meiste An-