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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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Dänemark (Geschichte) 51

Vorsitz führt. Die Staatseinkünfte waren im Budget für 1842 zu 15,287000, die Aus-gaben zu >4,953000 Rbthlr. veranschlagt. Das königliche Haus bezog nach dem Budgetvon >810 an ordentlichen Ausgaben 1,553600 und an außerordentlichen 1,386200 Rbthlr.,zusammen 2,939800 Rbthlr. Die Staatsschuld bestand am l.Jan. >841 in I I6,572VNVRbthlr., nämlich 63,288000 Rbthlr. inländische Schuld und 53,284NVV ausländischeSchuld. Die bewaffnete Macht besteht im Friedensetat aus 24150 M., die Reserve be-trägt ungefähr 27500 M. Die Marine bestand im Jan. 1836 aus sechs Linienschiffen mit8466 Kanonen, acht Fregatten mit 46 4V Kanonen, fünf Korvetten mit 2620Kanonen, fünf Briggs mit >8 12 Kanonen, drei Schooner mit acht bis sechs Kanonen,drei Kutter und einer Nuder-Flotillc von 56 Kanonenbooten, zwei Kanonen-Jollen undvier Mörser-Schaluppen. Vgl. Thaarup,Udförlig vejledning til det danske monarkiesstatistik" (6Bde., Kopenh. 1812IS), DesselbenStatistisk udsigt over den danske staat"(Kopenh. 1825), Petersen,Das Königreich D. nebst allen dazu gehörenden Ländern"(3. Ausl., Schlesw. >829), ^Nathanson,Beiträge zur Handelsgcschichte D,s" (Kopenh.1833) und Abrahamson und Gliemann,Ämteratlas von D." (Kopenh. 182432).

Die ältesten Bewohner D.s waren deutschen Stammes, muthvolle, kühne Menschen,die sich auf und von dem Meere nährten und die hohe Kraft ihres Geschlechts bis auf späteZeiten bewahrten. Die Kimbern, auf der jütländ. Halbinsel, wurden den Römern zuerstdurch den großen Heerszug furchtbar, den sie mit den Teutonen in die Provinzen Galliensunternahmen. Später drängten sich unter Anführung des sagenhaften Odin (s. d.) dieGothen in die skandinavischen Länder und gaben sowol D. als Norwegen und SchwedenRegenten aus ihrem Volke. Skiold soll der Erste gewesen sein, der über D. herrschte, undnach ihm wurden die Dänenkönige Skiold-Unger, d. i. Nachkommen des Skiold, genannt;doch ist seine und seiner Nachkommen Geschichte mit vielen Fabeln vermischt. Nur so vielweiß man, daß D. damals in mehre kleine Staaten zerstückelt war und daß deren Bewohnerihren vorzüglichsten Erwerb in der Seeräuberei suchten und allgemein gefürchtet waren.Als Noms Macht sank, ward der Name der Normannen (s. d.), worunter man Dänenund Norweger begriff, bekannter. Mit dem 0. Jahrh. endet die dän. Sagengeschichtc, fürwelche Snorro's und Saxo's Werke Quellen sind. Normannen landeten 832 in Englandund stifteten daselbst zwei Reiche; Normannen ließen sich unter Rollo 911 auf der sranz.Küste in der Normandie nieder, bevölkerten die Färöer, die Orkaden, die Shetlands, Islandund einen Theil Irlands und zogen nach Spanien, Italien und Sicilien. Wohin sie kamen,ging ihnen der Ruhm ihrer Waffen voraus, aber auch die Furcht vor ihrer Wildheit undihren Räubereien. In ihrer Nationalverfassung änderte sich durch diese Streifzüge wenig;sie blieb ein Föderativsystcm mehrer Clane oder Stämme, deren jeder sein eigenes Haupthatte. Erst als die deutschen Könige aus dem Stamme der Karolinger sich in die einheimischenAngelegenheiten der Normannen zu mischen suchten, zogen sich die Stämme enger zusammen,und cs schieden sich Norweger und Dänen in zwei abgesonderte Staaten. Dan Mykillati,d. i. der Prächtige, vereinigte Seeland und die übrigen dän. Inseln mit Schonen (Skaane)und gab dem Reiche zuerst den Namen Dänemark. Gorm der Alte unterwarf 863 Jütlandund vereinigte bis 920 alle kleine dän. Staaten unter seinem Scepter. Sein Enkel Sven,ein kriegerischer Fürst, bezwang im J. 1000 einen Theil Norwegens und 1014 auch England;sein berühmter Sohn Knud(s. d.) vollendete 1016 nicht nur die Eroberung Englands,sondern unterwarf sich auch einen Theil Schottlands und 1030 ganz Norwegen. Unter ihmerreichte die Macht D.s ihren höchsten Gipfel. Staatsklugheit bewog ihn zur Annahme derchristlichen Religion und zur Einführung des Christenthums in D-, nachdem die Bekeh-rungsvcrsuche Ansgar's (s. d.) im 9. Jahrh. keinen dauernden Erfolg gehabt hatten.Unter Knud's Nachfolgern seit 1036 verfiel das mächtige Reich, durch innere Unruhen ent-kräftet, sehr bald in tiefe Ohnmacht; schon >042 ging England und 1047 auch Norwegenscrloren. Auch Knud's Dynastie erlosch im letztgedachten Jahre, und mit Sven MagnusEstritson bestieg nun eine neue Dynastie den Thron. Doch das in Folge der vorhergegangenenKriege gegründete Lehnwesen entkräftete das Reich mehr und mehr auch unter dieser Dyna-stie, die, außer dem Großen Waldemar, der von 1 > 5782 regierte, und dessen beiden Söh»