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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
Seite
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so Dänemark (Geogr. n. Statist.)

1.1835 3876 größere und kleinere Handelsschiffe mit 57853 Tonnenlasten Tragbarkeit,wovon die dän. Inseln 668 größere Schiffe über lO Last und 913 kleinere, Schleswig393 größere und 791 kleinere, Holstein 213 größere und 896 kleinere besaßen. Der be-deutendste Handelshafen ist Kopenhagen, welches über ein Drittel des gesammtcn dän. Han-dels allein umfaßt und namentlich mit Altona vorzugsweise den ausländischen Verkehr ver-mittelt. In Kopenhagen laufen jährlich 800-1175 Schiffe auS und ein, um ihre Ladungabzusetzen und einzunchmen, und außerdem kommen noch 256350 aus der Rhede an,ohne zu lootsen. Zm 1.1833, einem der stärksten Handelsjahre für Kopenhagen, liefen hier1336 Schiffe ein und 1175 aus; dagegen 1833 nur 1319 eni und 1937 aus. Altonasieht jährlich 5798VÜ Seeschiffe in seinem Handel beschäftigt und sendet alljährlich über30 Heringsjäger aus, bisweilen auch einige Schiffe auf den Walfisch- und Robbenfang.Kiel hat jährlich zwischen 7591089 ein- und auslaufende Schiffe. Nächstdcm zeigen sicham regsamsten Flensburg und Aalborg, fast in gleicher Anzahl der im Handel beschäftigtenSchiffe, aber doch vorzüglich auf den Binnenhandel und kleinere Schiffe beschränkt, wie dieszum größten Theil auch bei Kiel der Fall ist.

In Hinsicht der intellektuellen Cultur darfD. mit vollem Rechte auf den RuhmAnspruch machen, mit am frühesten von Seiten der Regierung zur vielseitigern Förderungderselben unterstützt worden zu sein, obscho» die Unterrichtsanstalten nicht überall mit glei-cher Theilnahme von dem Volke benutzt worden sind. An der Spitze derselben erscheinendie beiden Universitäten zu Kopenhagen und Kiel. Nächst denselben wirken 30 Gelehrten-schulcn für den höher« Unterricht, davon 19 auf den dän. Inseln und in Jütland (Ko-penhagen, Roeskilde, Helsingör, Hilleröd, Slagelse, Herlufsholm, Wordingborg, Rönneauf Bornholm, Odense auf Fünen, Nykiöping auf Laaland, N-rkskov auf Falster, Aal-borg, Viborg, Aarhuus, Randers, Horscns, Ripcn und Colding), 10 in den Herzogtü-mern Schleswig und Holstein (Altona, Flensburg, Glückstadt, Haderslcben, Kiel, Mcldorf,Plön, Rendsburg und Schleswig) und eine zu Baffestad auf Island. Zur Ausbildung derElemcntarschullchrer wirken fünf Seminare, und der Nolksunlcrricht ist bereits so weit ge-diehen, daß fast ohne Ausnahme auf den dän. Inseln und dem Festlande in jedem Kirch-spiele zwei Schulen angctroffen werden. Die herrschende Landeskirche, die protestantische,umfaßt dergestalt die Hauptmasse des dän. Volks, daß nicht über 13000 Andersgläubigeim ganzen Staate gefunden werden. Sie steht, mit Ausschluß der Colonicn, unter derLeitung von neun Bischöfen (Seeland, Laaland, Fünen, Ripen, Aarhuus, Viborg, Alsen,Aalborg und Skalholt auf Island), 62 Pröpsten und 1677 Predigern in 1907 Kirchspie-len, die Filiale mit inbegriffen. Außerdem leben in den dän. Staaten >250 Reformirte,davon die Hälfte in den Herzogthümern; dasselbe Verhältnis findet bei den 2000 Katholi-ken statt. Die 900 Mennoniten befinden sich ausschließlich in den Herzogthümern, wo auchdie Mehrzahl der 1500 Herrnhuter lebt. Von den 6900 Juden leben 2350 in den Herzog-thümern. In politischer Hinsicht ist das eigentliche D. in sieben Stifter getheilt: Seeland,welches die Inseln Seeland, Amak, Bornholm, Samsöe und Möen begreift; Fünen mitden Inseln Fünen, Langeland und Taasinge; Laaland mit den Inseln Laaland und Fal-ster, und die vier nordjütländischen Stifter Aalborg, Viborg, Aarhuus und Ribe. Südjüt-land oder das Herzogthum Schleswig sowie Holstein werden durch Statthalter und Lauen-burg von einem Landdrosten verwaltet; die Färöer stehen unter einem Amtmann und Is-land unter einem Stiftsamtmann. Die Verfassung ist nach dem Staatsgrundgeseß vom15. Mai 1833 monarchisch mit Provinzialständen, für die dän. Inseln, für Jütland, fürSchleswig und für Holstein. Der König führt seit dem 1. Jan. 1820 den Titel König vonD-, der Wenden und Gothen, Herzog von Schleswig, Holstein, Stormarn, der Dithmar-schen, zu Oldenburg und Lauenburg; der präsumtive Thronfolger heißt Kronprinz. DieKrone ist in D. in der männlichen wie in der weiblichen Linie erblich; in den Herzog-thümern Schleswig, Holstein und Lauenburg folgt aber nach dem Erlöschen des Mann-stamms der königlichen Linie der Mannstamm der altern Nebenlinie, folglich das Haus Hol-stein-Sonderburg-Augustenburg. Ritterorden hat D. zwei, den Elcfantcnorden, gestiftet zuAnfänge des 15. Jahrh., erneuert imJ. 1358, und den Danebrogorden (s. d.). Dieoberste Landesbehörde ist der 1660 errichtete Geh. Staatsrath, in welchem der König den