ist Dannemont Danaus
Armee vor gänzlicher Auflösung. Nach dem Abfalle Dumouriez's übernahm er am l^.Apr.den Oberbefehl über das demoralisirte 39999 M. starke Heer und verschanzte sich bei Fa-mars. Von den Commissairen des Convents gedrängt, griff er am 6. Mai die Osirei-cher an, die Valenciennes und Conde belagerten. Bei der Fortsetzung des für die Franzosenfortwährend unglücklichen Kampfes am andern Tage riß ihm gegen Abend eine Kanonen-kugel den rechten Schenkel weg. Er starb an dieser Verwundung am nächsten Tage, den8. Mai 1793. Obgleich ihm die Ehre des Pantheon decretirt wurde, so zweifelte doch dermistrauische Convent an seiner Ergebenheit und hatte ihm das Schafot schon zugedacht. —Der älteste Sohn D.'s versah bei seinem Vater den Dienst als Adjutant und wurde l 892bei der Expedition nach Domingo verwandt, wo er auch starb.— Ein anderer Sohn, Charl.Marquis Picot d e D-, erwarb sich in der Armee des Kaiserreichs den Grad eines Ober-sten und blieb auch nach der Restauration in der Armee. — Der MarquisdeD. aber,der 1819 zum Pair von Frankreich erhoben wurde und noch gegenwärtig in der Pairs-kammer sitzt, gehört der vorstehenden Familie nicht an.
Damremont (Charl. Marie, Graf Denys de), franz. General, geb. am 8. Febr.1783 zu Chaumont im Departement der obern Marne, wohnte seit >894 fast allen Feld-zügen des Kaiserreichs bei. In den Z. 1896 und 1899 war er bei dem Heere in Dalmatien,1811 und 1812 in Spanien und Portugal und seit l 813 bei der Großen Armee. Als einausgezeichneter Offizier wurde er kurz vor der Abdankung Napoleon's zum Oberst beför-dert; sein Gönner, der Marschall Marmont, verschaffte ihm auch nach der Restaurationeine neue Stellung im Heere. Im I. 1821 ward er Marcchal de Camp und nach Been-digung des span. Kriegs, den er 1823 mitMachte, Inspekteur der Infanterie und 1827Großoffizier der Ehrenlegion. Im I. 1839 commandirte er eine Jnsantcriebrigade im Ex-peditionskorps gegen Algier und eroberte Bona. Die Ereignisse der Julirevolution näthig-ten ihn jedoch, diese Stadt wieder aufzugeben und nach Algier zurückzukehrcn, wo er sich fürdie neue Dynastie erklärte und am 31.Dec. 1839 zum Generallieutenant erhoben wurde.Im I. >832 nach Frankreich zurückgerufen, erhielt er das Commando der achten Militair-division in Marseille. Seine Mäßigung und Entschiedenheit, die er in dieser Stellung beiUnterdrückung der karlistischen Bewegungen und 1833 bei den Unruhen wegen der Cholerabewies, erwarben ihm die Pairswürde. Im Febr. 1837 wurde er an Clauzel's Stelle zumGeneralgouverneur in Algier ernannt. Dort knüpfte er sofort nach seiner Ankunft mitAchmet Bei von Konstantine Unterhandlungen -zu dessen friedlicher Unterwerfung an, hieltdie eingebornc Bevölkerung durch kluge Behandlung im Zaume und eröffnete endlich, da dieUnterhandlungen mit Achmet Bei ohne genügendes Resultat blieben, wohlgerüstet einenzweiten Feldzug gegen Konstantine (s. d). Bei Untersuchung der Bresche am 12. Oct.1837 fiel er hier, tödtlich von einer Kanonenkugel getroffen, worauf am folgenden Tage dieStadt unter dem General Vale'e (s. d.) mit Sturm genommen wurde. Die Leiche wurdenach Frankreich gebracht und mit großer Feierlichkeit im Dome der Invaliden beigesetzt.Seine Familie erhielt eine jährliche Pension von 19999 Francs.
Damwild, s. Hirsch.
Danäe, die Mutter des Perseus vom Jupiter, war die Tochter des Akrisius (s. d.)und der Eurydice.
Danäus, der Sohn des Bclus und der Anchinoe, Zwillingsbruder des Ägyptus,bekam für seinen Theil die Herrschaft von Libyen, floh aber in Folge einer Entzweiung mitseinem Bruder in Begleitung seiner 59 Töchter, derDanaiden, nach Argos, wo er nachVertreibung des letzten Jnachiden, Gelanor, König wurde. Die 59 Söhne des Ägyptusfolgten ihm dahin, und verlangten unter Versicherung der Freundschaft seine Töchter zurEhe. D. versprach ihnen dieses, gab jedoch jeder Tochter einen Dolch, um den Bräutigam inder Brautnacht zu ermorden und so Rache an seinem Bruder zu nehmen. Alle thaten dies,ausgenommen Hypermncstra, welche ihren Verlobten, Lynkeus, rettete, weil er ihre jung-fräuliche Ehre geschont hatte. Um seine Töchter wieder zu vermählen, stellte D. Wettkämpfean, wobei sie den Siegern als Preis zufielen. Zur Strafe für ihre Verbrechen mußten dirDanaiden in der Unterwelt beständig Wasser in ein durchlöchertes Faß schöpfen. Wahr«scheinlich hat dieser Mythus einer Sage bei Strab», wornach sie Argos mit Wasser versahen