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4 (1845) D bis Entern
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Dampierre 45

Benkulcn, Tunkin, Malakka und schiffte sich endlich heimlich nach England ein, wo er >691ankam. Die Beschreibung seiner fast unglaublichen Abenteuer in deriXen vn)«,g8 ro»n<I<><; vvorkl" (3Bde., Lond. >697 >767, mit Kpfrn.; deutsch von Kind, 3Bde., Lp;. >783),die er hier in Druck gab, erregte gleich nach dem Erscheinen des ersten Bandes ungemeinesAufsehen. Durch Charles Montague, dem Vorsteher der Königlichen Gesellschaft, dem Lordder Admiralität, Grafen von Oxford, vorgestellt, wurde er nun beauftragt, eine Entdeckungs-reise nach Neuholland zu machen, indem das Schiff Noebuk unter seinen Oberbefehl gestelltwurde. Am 6. Jan. >699 segelte er aus den Dünen ab. Er berührte Ncuhvlland zuerst ander sterilen Küste von Eintrachtland, ging von da nach Timor und entdeckte, in östlicherRichtung vordringend, Neubritannien, die nach ihm genannte Dampierstraße, und eineMenge kleiner Inseln und Häfen, die seit seiner Zeit kaum alle wieder besucht worden sind.Man verdankt ihm die erste Kenntniß jener sehr gefährlichen Meere und manche von vielemScharfsinn und guter Beobachtungsgabe zeugende Nachrichten über die natürliche Beschaf-fenheit der genannten Länder; indessen haben seine Werke gegenwärtig den Werth verlo-ren, den sie für die Zeitgenossen haben mußten. Nach Europa zurückkehrend erlitt er bei derInsel Ascension Schiffbruch und kam >761 nach London. In denJ. >764 und 1768I >unternahm er wieder als gewöhnlicher Steuermann Reisen nach dem Großen Ocean. SeinTodesjahr ist unbekannt., Eine von R. Brown ausgestellte Pflanzengattung, Dampiera,und mehre nach ihm benannte Punkte Neuhollands und Australiens erhalten sein Andenken.

Dampierre (Auguste Henri Marie Picot, Marquis de), Obergeneral der franz. Re-publik, geb. am >9. Aug. >756 zu Paris, hatte von Natur einen unwiderstehlichen Hangzu kühnen und gefahrvollen Thaten und widmete sich deshalb früh der militairischcn Lauf-bahn. Beim Ausbruche des nordamerik. Freiheitskriegs stand er als Offizier in der franz.Garde und brannte an dem Kampfe in der neuen Welt Theil zu nehmen, was ihm jedochweder die Regierung noch seine Altern gestatteten. Als hierauf unter dem Grafen Artois dieExpedition gegen Gibraltar unternommen wurde, ging er, um sich dabei zu betheiligen, heimlichnach Spanien, wurde aber zu Barcelona verhaftet und zu seinem Regiment«: zurückgebracht.Um wenigstens ein kühnes Abenteuer zu bestehen, machte er mit dem Herzog von Orleanseine Luftreise; als er indeß kurz darauf ohne Urlaub in Lyon dieses Schauspiel wiederholte undunter den Festlichkeiten die Rückkehr vergaß, wurde er verhaftet und mußte Arrest erdulden.Er reichte deshalb seine Entlassung ein, die aber der Minister nicht annahm, sondern in Urlaubzu einer Reise nach England und Deutschland verwandelte. Auf dieser Reise lernte D. inBerlin daS preuß. Militairwesen kennen und wurde damit ein so eifriger Bewunderer Fried-rich's >l. und der preuß. Sitten, daß er mit einem preuß. Hute und Zopfe zu seinem Regi-ment nach Frankreich zurückkehrte. Ludwig XVI. nannte ihn dafür bei einer Musterungeinen Narren, sodaß er seine Entlassung nehmen mußte. Der Ausbruch der Revolution, de-ren Grundsätze er billigte, eröffnet ihm jedoch bald eine neue Laufbahn. Er wurde >790vom Departement der Aube zum Präsidenten erwählt, wo er bei den revolutionären Aus-brüchen nicht selten Gelegenheit hatte, Muth und Geistesgegenwart zu beweisen. Mit Be-ginn des Kriegs wählte ihn der Marschall Nochambeau zu seinen Adjutanten und machteihn zum Oberst eines Cavalerieregiments, in welcher Eigenschaft er >792 dem für die Fran-zosen unglücklichen Einfall in Brabant beiwohnte. Nach dem Einfalle der Preußen in derChampagne wurde er an der Spitze seines Regiments und mit 4060 M. Infanterie dem Ge-neral Dumouriez zu Hülfe geschickt und nahm ehrenvollen Theil an der Schlacht von Valmn.Am 6.Nov. >792 machte er an der Spitze einer Division in der Schlacht von Jemappes dasvon den Astreichern hart bedrängte Corps des Generals Bournonville frei, sodaß seinerTapferkeit die Erfolge des Tages von dem Heere zugeschriebcn wurden. Hiermit war aberauch sein Glücksstern untergegangen. Von Dumouriez, der sich nach den Niederlanden wen-dete, am Rhein mit > 5000M. gegen die dreimal stärkern Östreicher zurückgelassen, wurdenseine Streitkräfte, die er auf eine weite Linie zerstreut, während er selbst sich sorglos nachAachen begeben, von den Östreichern am I.März >793 plötzlich zersprengt und er aufLüttich zurückgeworfen. In dem für die Franzosen ebenfalls unglücklichen Treffen bei Neu-wied am >6. März befehligte D. mit ungestümer Tapferkeit das Centrum. Die hieraufzwischen ihm und Dumouriez sich entspinnende heftige Feindschaft rettete vielleicht die franz.