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Constructionen derselben dar, von welchen aber nicht eher Anwendung gemacht wurde, alsbis die Engländer Smith und Ericson auf dieselben ein Patent nahmen und sie als ihre Er-findung ausgaben. Die bei der Dampfschiffahrt angcwendete Archimedische Schraube hateinen zu der Größe des Schiffs und der hervorzubringendcn Schnelligkeit proportionirtenDurchmesser von 6—18 F. und bildet nur einen beinahe vollständigen Umgang, da mehredie Wirkung nicht steigern würden. Die Schraube selbst liegt in der Mittellinie des Schiffsdicht am Hintersteven über einer Fortsetzung des Kiels und erhält ihre Umdrehung durch ei-nen langen, von der Dampfmaschine in Notation gesetzten Wellbaum. Sie ist von Kupfer,damit das Seewasser auf dieselbe keine corrosive Wirkung äußern kann. Die durch dieselbehervorgebrachte Geschwindigkeit beträgt zehn bis zwölf Seemeilen in der Stunde und sie ar-beitet selbst im sturmbewegten Meere. Frankreich und England haben fast gleichzeitig damitVersuche im Großen engestellt, die von dem besten Erfolge gekrönt wurden. Während inEngland an den Dampfschiffen Archimedcs, Royal-Princcß und Great-Britain die Schraubeangebracht wurde, ließ Frankreich die Goclette Napoleon mit derselben ausrüsten, die außerderselben noch die ihr zugehörige volle Segelfläche trägt und nur durch den Dampfschorn-stein sich als Dampfschiff auszeichnet. Das größte Schiff mit Archimedischer Schraube undüberhaupt wol das größte bis jetzt gebaute Schiff ist der Great-Britain, der in den Docksvon Bristol erbaut am 18. Zuli 1843 vom Stapel lief. Dies Schiff ist 320 F. vom Sternzum Steven lang, 51 F. im Verdeck breit und geht beladen 16 F. im Wasser. Es ist auf3500 Tonnen gebohrt und für 380 Personen verproviantirt. Seine Dampfmaschinen ha-ben 1000 Pferdekräfte und jeder der vier Cylindcr hat einen Durchmesser von 7 F. 4 Zoll.Der Dampffchornstein, mit einem Durchmesser von 8 F., hat 45 F. Höhe und das Schiffdrängt beladen 3000 Tonnen Wasser aus der Stelle. Die Schraube hat einen Durch-messer von 13 F. 2 Zoll und macht 80 Umdrehungen 4n der Minute, wodurch eineGeschwin-digkeit von zwölf Seemeilen in der Stunde bewirkt wird. Das Innere des Schiffs ist mithöchster Pracht ausgestattet und enthält außer den Gesellschaft- und Speisesalons in seinenRäumen Unterkommen für 360 Passagiere und außerdem mehre große Packräume undeinen Süßwasserbehältcr von Gußeisen von 7—10 F. Breite, 40 F. Länge und 6F.Tiefe,Die Dampfmaschinen stehen in der Mitte, und das Ganze ist durch wasserdichte Verschlägevon Gußeisen in fünf besondere Räume gethcilt, sodaß ein Leck in dem einen Theile densel-ben mit Wasser füllen kann, ohne daß das Schiff darum sinkt. Er trägt fast die ganze Se-gelfläche einer Fregatte von 75 Kanonen, gleichtauch, bis auf den Dampfschornstein, ganzeiner solchen, und wurde mit dem Kostenauswandr von 570000 Thlrn. erbaut.
Dampfwageu. Mit der weiter fortschreitenden Ausbildung des Damp fmaschi-n e n (s. d.) mußte sich sehr bald die Idee erzeugen, den Dampf auch zur Fortbewegung derLasten auf den Landstraßen zu benutzen, und schon 1755 machte Gauticr dazu einen Vor-schlag, und auch Nobison gab 1759 Watt eine solche Idee an. Die ersten Dampfwagen,im I. 1773 von Cugnot erbaut, mislangen; ebenso hatten die Arbeiten von Oliver Evansim I. 1786 und die neuen Arbeiten von Robison im J.I795 sehr wenig Erfolg. Erst imZ. 1802 trat die Erfindung durch Trevithik und Mvian, welche das Hochdruckprincip dabeiin Anwendung brachten, wirklich ins Leben. Indessen hatte man die Sache insofern beimfalschen Ende angefangen, daß man gleich damals Dampfwagen für gewöhnliche Straßenzu bauen versuchte. Jm Z. 1811 gelang der erste Versuch, den Blekinsop anstelltc, indemer auf einem gewöhnlichen Schienenwege die eine Schicnenreihe durch eine Zahnstange er-setzen und in diese ein Triebrad am Dampfwagen eingrcifen ließ. Erst im I. 1814 wagteStephenson in Newcastle den Dampfwagen allein durch die Reibung der Radfelgen aufder glatten Schiene von der Stelle zu bewegen, und sein Locomotiv, die Rocket, erhielt indem Dampfwagenwetttennen im Z. 1829 den Preis von 500 Pf. St., indem es eine Lastvon etwa 250 Ctr. mit einer Schnelligkeit von 11 engl. M. in der Stunde fortbewcgte. Inder neuesten Zeit sind die Locomotiven durch Stephenson in Newcastle, Cockerill in Seraing,Schwarz in Berlin und William Norris in Philadelphia dergestalt verbessert worden, daßauf den engl. Eisenbahnen jetzt eine Schnelligkeit von 21—36 engl. M. in der Stunde er-reicht wird, welchen die auf amerik., deutschen, franz. u. s. w. erreichte Schnelligkeit meistnicht nachsteht. Es bewegen sich die gegenwärtigen Locomotiven nur durch die Reibung dev