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4 (1845) D bis Entern
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ohne Unterlaß arbeitenden Menschen erschien. Wie sehr dieser Industriezweig im Steigenist, geht daraus hervor, daß allein im I. 18-11 285 Dampfmaschinen mit der Kraft von2946 Pferden neu angelegt wurden. Vgl.Trcdgold,On tim 8to-»m Lngiiie" (Lond. 1827),Bernonlli,Handbuch der Dampfmaschincnlehre" (Stuttg. 183.9), Lardncr,DieDampf-maschine" (aus dem Englischen, Lp;. 1837) und die Abhandlungen der königlich techni-schen Deputation für Gewerbe in Berlin, in welchem ein sehr umfassender Aufsatz überDampfmaschinen von Severin enthalten ist (Berl. 1826).

Dampfmesser. Da es ebensowol zur Berechnung des Nutzeffects des Dampfesals auch, um Unglücksfällen am Dampfkessel zuvorzukommen, von großer Wichtigkeit seinmuß, sich jeden Augenblick von der Expansionskraft und dem Stande der Condensationder Dämpfe zu überzeugen, suchte man zeitig einen Dampfmesser zu erfinden. Die ersteIdee dazu gab Ziegler mit seinem Elaterometer, aus welchem Betancourt um 1790feinen Dampfmesser bildete. Auch mehre Deutsche vervollkommnetcn das Instrument, un-ter ihnen vorzüglich Schmidt und Arzberger. Jetzt befinden sich an den Dampfmaschinenmeist zwei Dampfmesser, einer, das Quecksilbcrvisir am Dampfkessel, der andere, derIndicatoram Dampfcylinder. Mittels derselben kann man jeden Augenblick den Druckder Dämpfe und mittels Berechnung den Gang der Maschine und die Wirkung des Dam-pfes, der Condensation und das richtige Spiel der Ventile beobachten und mit dem Nutzeffektder Maschine vergleichen. Der Christian'schc Dampfmesser ist nur dazu bestimmt,den absoluten Dampfdruck zu bestimmen.

Dampfschiff. Schon lange zuvor, ehe die Dampfmaschinen (s. d.) zu einem ge-wissen Grade systematisch begründeter Vollkommenheit gelangt waren, gerieth man aufdie Idee, Schiffe durch die Kraft der Dämpfe zu bewegen; ja cs war sogar die erste An-wendung der Dampfkraft, die Blasco de Garay 1543 in Vorschlag brachte, dahin gerichtet.Auch Savary stellte ein Projcct zur Damvfschiffahrt auf und Jonathan Hüll nahm 1736ein Patent auf ein Dampfschiff mit atmosphärischer Dampfmaschine, das jedoch nicht zurAusführung kam. Ebenso ging es mit den Vorschlägen des Herzogs von Bridgewater undEautiers. Nach Wakt's Verbesserungen der Dampfmaschine führte 1775 Perrier das ersteDampfschiff in Frankreich aus, das aber nicht stromaufwärts fahren konnte. Glücklicherals in Europa fielen die Versuche in Amerika aus, wo Jonathan Fitch, ein Uhrmacher inPhiladelphia, 1783 ein Patent auf ein Dampfschiff nahm und ein solches 1788 vomStapel ließ, das aber nur bis Burlington fuhr, wo der Kessel sprang. Auch bei spätem Ver-suchen hatte Fitch viel Unglück und starb am Ohio in großen Schulden. Seine Geheimnissehinterlicß er versiegelt mit der Bedingung, daß sic erst 30 Jahre nach seinem Tode eröffnetwerden sollten. Auep Patrick Miller baute 1788 ein Dampfschiff, das alle Erwartungenübertraf, abev ibennoch nicht benutzt wurde. Ebenso misglückten die Versuche Livingston's,Kinsley's, Roosevell's u. A. Erst Fulton gelang es, 1807 zu Neuyork den Clermont von160 Tonnen mit einer Boulton-Watt'schen Maschine von 20 Pserdekräften herzustellen,mit welchem er den Weg von Neuyork bis Albany, 120 Seemeilen stromaufwärts, in32 Stunden zurücklegte. Von nun an machte die Dampfschiffahrt in Nordamerika reißendeFortschritte, und schon 1815 lief die Dampffregatte Fulton von 32 Kanonen vom Stapel.Sie war ein Doppelschiff von 152 F. Länge und 57 F. Breite, mit einem Wasserrade, dasvon einer Dampfmaschine von 120 Pferdekräften in Bewegung gesetzt wurde und sich zwi-schen beiden Schiffen befand und hatte zwei Masten, zwei Bugspriete und vier Steuerruder,um vor- und rückwärts zu fahren, ohne zu wenden. Diese glücklichen Erfolge reizten zurNachahmung und kn wenigen Jahren schon hatten auch England, Frankreich und Deutsch-land Dampfschiffe in Menge. Das erste Dampfschiff, welches den Atlantischen Dcean be-fuhr, war der Savanna von 350 Tonnen, der in 20 Tagen, fast allein mit Dampfkrafl,von Neuyork nach Liverpool kam. Der Great-Western hat aber schon einmal den Weg vonNeuyork nach England in sieben Tagen zurückgelegt. Gegenwärtig finden wir Dampfschiffeauf allen Meeren und selbst auf allen größern schiffbaren Strömen und Flüssen, da man sie sozu bauen imStande ist, daß sie nur eines geringenWasserstands bedürfen, um fahren zu können.

Die Anwendung des Dampfmaschincnprincips auf die Schiffahrt ist ziemlich einfach.Der vordere und Hintere Theil des Schiffs dienen zur Aufnahme der Ladung und der Pasta-