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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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Dampfkugel Dampfmaschinen 35

nun gründet sich das Kochen der Speisen im Wafferdampfe. So kocht man die Kartoffelnin einem Topfe, der auf dem Boden nur wenig Wasser enthält, dessen übriger Raum übereiner ArtRost mit trocknen Kartoffeln gefüllt und der oben mit einem genau passendenDeckelgeschloffen ist. Die in der neuesten Zeit sehr vervollkommneten Dampfkochtöpfe oderDigestoren haben folgende Einrichtung. Ein beliebig geformtes Gefäß von Gußeiseninnen emaillirt oder auch von starkem, verzinnten Eisenblech hat an seiner Innern Wand,etwa auf der Höhe einen hervorstehenden Rand, auf welchen ein kleiner Rost vondünnen Stäben gelegt werden kann. Oben hat das Gefäß einen Falz, in welchen ein Deckelgenau schließt und mittels Schrauben luftdicht befestigt werden kann. Die Mitte diesesDeckels ist durchbohrt und das Loch mit einer genau deckenden Platte verschlossen, welchedurch eine starke Feder angepreßt, durch allzuhoch gespannte Dämpfe aber gehoben wird,wodurch den Dämpfen, welche sonst das Gefäß sprengen würden, ein Ausgang gestattet ist.In dieses Gefäß wird nun, bis etwa auf einen Zoll unter dem Roste, Wasser gefüllt, unddann die zu dämpfenden Gegenstände, wenn sie trocken sind, unmittelbar auf den Rost ge-legt; sind sie dagegen so beschaffen, daß sie durch den Rost fallen würden, oder daß man ihrenSaft erhalten will, so legt man sie auf Teller und stellt diese auf den Rost; dann schließtman den Apparat und setzt ihn so lange der Hitze aus, bis die Gegenstände den gewünschtenKochungsgrad erlangt haben, oder gahr sind. Saftlose und getrocknete Gegenstände, z. B.trockene Hülsenfrüchte u. s. w., lassen sich nur dann mit Dampf kochen, wenn man sie zuvor

eine Zeit lang im Wasser hat weichen lassen. _ ^

Dampfkugel. Die Erscheinung, daß Wasser,- in eiüd Ni ls Ml er eng en Ausstußröhreversehene, außerdem verschlossene metallene Kugel gefüllt, sich, wenn letztere stark erhitzt wird,in Dämpfe verwandelt, welche mit großer Gewalt aus der Röhre strömen, war schon denAlten bekannt. Sie bauten darauf, wie Vitruv erzählt, eine Theorie für die Entstehungder Winde und nannten die Kugel selbst deshalb /Veollpila, unter welchem Namen dieselbenoch jetzt bekannt ist. Die alten Ägypter sollen darin noch weiter gegangen sein und sichdes Dampfstroms zu Hcrvorbringung einiger Bewegungen bedient haben, gewiß aber istes, daß Hers von Alexandrien Vorschläge zur Benutzung dieses Dampfstroms gemacht hat,indem er darthat, daß, sobald der Dampf aus derÄolipile strömt, nach deren entgegengesetz-ter Seite ein Druck entsteht, welchem folgend die Dampfkugel, wenn sie nicht unterstütztist, eine Bewegung? der Richtung de s Dam pfstroms entgegen, annimmt. Sobald man da-her an der Kugel, diametral einanberffkMiüber,- Röhren anbringt und deren Enden, in ent-gegengesetzter Richtung winkelrecht horizontal umbiegt, so wirbdke Mit Wasser gefüllte, erhitzteKugel in eine rotirende Bewegung gesetzt werden, welche man dann zu paffcndkn Zweckentransmittiren kann. Diese Anwendung jedoch ist als mechanisches und physikalisches Exve-riment, nie aber in der Praxis im Großen anwendbar, da der Bedarf an Feuerung denNutzeffekt bedeutend überwiegt. Im Minenkriege und bei dem Angriffe der Tranche'en einerbelagerten Festung bediente man sich sonst einer Art Dampfkugeln, welche eine große MasseDampf oder vielmehr Rauch entwickelten, der den Aufenthalt in den Minengängen uner-träglich machte und die Bewegung gegen die Tranche'en verbarg. Sie wurden, mit einemZünder versehen, mit der Hand oder aus leichten Mörsern geworfen, und um das Löschen zuverwehren, mit Mordschläg en, d. h. mit Stücken geladener Flintenläufe, versehen Inneuerer Zeit bedient man sich dafür der Quetschminen, mittels deren man den feindlichenMinengang aus einer Contrcmine zusammendrückt. (S. Minen.)

Dampfmaschinen werden diejenigen Maschinen genannt, bei welchen die Expan-sivnskrast der Wasserdämpfeals bewegendes Princip angcwendet wird. Ihre Erfindunghat in der Technik eine neue Ära hervorgerufen, und die Umwälzung, welche sie in der ge-summten Industrie hcrvorgebracht haben, sowie der Einfluß, den sie aus die allgemeine Civi-lisation hatten und bei ihrer täglich steigenden Vervollkommnung noch ferner haben müssen,läßt sich gar nicht berechnen. Die Erfindung selbst eignen verschiedene Nationen sich an; ihreerste umfassende Anwendung aber und die meisten Verbesserungen an den Dampfmaschinenverdanken wir unbestritten den Engländern und Nordamerikanern. Nach Rob. Stuart inderGeschichte der Dampfmaschinen" und Arago imLxsmen cke la qnvstwn >W pr^rit,;

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