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wol kaum anwendbar sein, und man wird sich auf die von Per?ms ausgeführte Dampf-slinte beschränken müssen, welche in der Adelaidcgalcrie in London ausgestellt ist. Die-selbe ruht auf einem Wagen, welcher zugleich den Dampfapparat enthält, und besteht auseinem Flintenrohre, das jede beliebige Richtung annchmen kann und auf dessen hintermEnde ein zweites trichterförmiges Rohr steht, das mit Kugeln gefüllt ist, welche in dasHauptrohr rollen und von dort aus durch den mittels eines Ventils hincingeleiteten Dampffortgetrieben werden. Aus dieser Flinte kann man in vier Secunden 7 v Schüsse, jeden ein-zeln, thun, was, den zum Laden erfoderlichcn Zeitaufwand abgerechnet, -12V Schüsse in derMinute beträgt. Durch mehre nacheinander aufgebrachte Trichter kann man die Schnel-ligkeit bis auf l vvv Schüsse in der Minute steigern. Die vom General Girard 1813 er-fundene sogenannte Dampfb atterie, welche l8v Schüsse in der Minute that, bestandaus sechs Flintenröhren, in welche die Kugeln mit dem Dampfe zugleich eintraten. Bei derEinnahme von Paris im 1.1811 wurde sic von den Fran-osen zerstört.
Dampfheizung. Die vielseitig technische Anwendbarkeit des Wasserdampfcs mußtesehr bald auf die Idee führen, denselben auch zur Heizung zu benutzen, wozu ihn der be-deutend hohe Tcmperaturgrad, welchen die Dämpfe in geschloffenen Räumen, selbst bei ge-ringer Pressung, annchmen, vorzüglich geeignet erscheinen ließen. Die Anwendung selbststellte sich höchst einfach dar, indem cs nur nöthig war, die in einem abgesonderten Raumeerzeugten Dämpfe in die zur Heizung bestimmten Räume zu führen und dort, mit gutenWärmeleitern umgeben, circuliren zu lassen, wo sie dann ihren überschüssigen Wärmegradan die umgebende Luft abgeben, dadurch aber in Wassergestalt roüdshsirk sich ivieber'abfüh-ren lassen würden. Auf diese einfache Theorie hin baute Tredgold sein System der Dampf-heizung, und die Erfahrung hat dasselbe als vollkommen praktisch erwiesen. In irgend einemRaume wird nämlich ein Dampfkessel von angemessener Größe und mit Sicherheitsventilenund Nachfüllungsapparat versehen, ausgestellt. Von ihm aus geht das Hauptdampfrohr,das sich nachher in mehre, mit Drosselventilen versehene Nebenröhren theilt, welche dieDämpfe nach den einzelnen Zimmern führen, wo sic durch Wärmebehälter von beliebigerForm aus Gußeisen oder Eisenblech geleitet, ihre Wärme abgeben, und als Condensations-waffer wieder in den Nachfüllungsbehälter zurückfließen. Wo man keine besonder» Wär-mebehälter aufstellen will, kann man die Dampfröhren selbst dicht am Zimmerboden herum-führen und das Condensationswasser ableiten. Alle Dampfröhren, in denen Condensirungeintrcten kann, müssen so gelegt werden, daß sic einen Fall von etwa '/,»o haben, und zwar inder Richtung des Dampsstrvms, weil sonst in den Röhren das durch den Dampfdruck auf-gchaltene Condensationswasser Verstopfungen herbeiführen würde. Wo' die Röhren nichtzur Wärmeausströmung bestimmt sind, werden sie mit schlechten Wärmeleitern umgeben,um eine Abkühlung der Dämpfe und Condcnsation zu verhindern. Ein Pfund Dampf,dessen Temperatur 80° R. hält, gibt so viel Wärme ab als nöthig ist, um ein Pfund Wasservon 0° auf 52V" zu erhöhen; condensirt sich also dieser Dampf zu Wasser von 8V" R-, sokann er noch an die ihn umgebenden Flächen 410° Wärme abgeben, und da die Anzahl derCubikfuß Luft von 0° für ein Pfund 13,6 ist, so bedürfte man für ein Zimmer von 300 Cu-bikfuß Rauminhalt in jeder Minute der Beheizung Pfund Dampf. Wenn man nun, umein Pfund Dampf in der Minute zu erzeugen, 10 lUF. Beheizungsfläche bedarf, so würde eineBeheizungsfläche von 2'/, n>F. für diesen Bedarf hinreichen. Da jedoch durch die Leitungenund andere nachtheilig wirkenden Umstände der Temperaturgrad des Dampfes, ehe er in diezu beheizenden Räume kommt, vermindert wird, so muß man für diesen Verlust die Behei-zungsfläche auf mindestens 3 lüF. annehmen. Die Ausstrahlungsflache der Wärme, siesei auf Wärmebehälter oder Röhrenlagen vertheilt, richtet sich der Größe nach ebenso wolnach der Temperatur der Dämpfe als nach dem Drucke, unter welchem dieselben erzeugt wer-den, und nach der Temperaturdiffcrenz, welche durch die Heizung ausgeglichen werden soll-So kann der oben angenommene Raum von 300 Cubikfuß mit Dämpfen, welche bei 75 R.Temperatur unter einem Drucke von drei bis vier Pfund auf den lUZoll erzeugt werden, von— 5°R. auf-j- ,5° R. mit einer Ausstrahlungsfläche von 107,7 mF. gebracht werden.Für die Ausstrahlungsröhren ist der Durchmesser von vier Zoll der geeignetste. Horizon«Sonv.. Sex. Neunte Ausl. IV. 3