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4 (1845) D bis Entern
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selben abhängig ist und zwar dergestalt, daß die Dämpfe um so schwerer sind, je höher dieTemperatur ist, unter welcher der Dampf gebildet wird; doch müssen dabei die Dämpfe im-mer noch mit dem Wasser, aus welchem sie gebildet werden, in Berührung bleiben. Wäredies nicht der Fall, so würden sie nach Verhältniß der steigenden Temperatur sich ausdehnenund an Dichtigkeit verlieren oder, wenn das Gefäß geschlossen ist, ihre Elasticität vermeh-ren. Ein Cubikzoll Wasser §. B. in einem dichten, luftleeren Gefäß von 1700 CubikzollInhalt würde bei 80° R. verdampft sein. Wollte man das Gefäß auf 90° R. erhitzen, sowürde sich dieser Dampf nach demselben Gesetze wie die Luft und zwar um so viel ausdehnenals die Temperatur Erhöhung von 10° R. bedingt; es würde die Elasticität und damit auchder Druck auf die Wände des Gefäßes vermehrt werden, und in dieser Erscheinung liegt derGrund so mancher Unglücksfälle bei Dampfkesseln. Die Elasticität der Dämpfe, d. h. dieKraft, mit welcher sie gegen die ihrer Ausdehnung entgegenstehenden Gegenstände drücken,wächst mit ihrer Dichtigkeit, jedoch in einem sehr rasch zunehmenden Verhältnisse und hängtnur von der Temperatur ab, bei welcher die Entwickelung vor sich geht. Man mißt diese Ela-sticität nach Atmosphären oder Zollen der Quecksilbersäule in einer Rohre. Sagt man z. B.,der Dampf äußert einen Druck von 28 Zoll, so heißt dies, jeder Theil der einschließendcnWand wird von dem Dampfe so gedrückt, als läge dieser Theil horizontal und es lastete aufdemselben als Grundfläche eine Quecksilbersäule von 28 Zoll Höhe. Da nun dieser Druckdem Drucke der Atmosphäre, welcher 14 Pfd. auf den Quadratzoll beträgt, gleich kommt,so sagt man statt dessen auch, der Dampf übe hier den Druck einer Atmosphäre und die Ela-sticität des Dampfes komme einer Atmosphäre gleich. Da nun die Elasticität des Dam-vses bei gleicher Temperatur schneller wächst als die Dichtigkeit, so muß man z. B- beiDampfmaschinen, wo die Elasticität die treibende Kraft ist, stets mit Dämpfen vön'hohererTemperatur arbeiten. Versuche haben gelehrt, daß bei 80° R. der Wasserdampf einen bei-nahe 2000 mal so großen Raum einnimmt als das Wasser, aus dem er gebildet ward, wenndasselbe beim Anfänge der Operation eine Temperatur von 3° N. hatte. Wie groß übrigensdie Elasticität der eingeschloffenen Wasserdämpfe sein müsse, geht aus der Thatsache hervor,daß 130 Pfd. Wasser in Dämpfe verwandelt eine Explosion Hervorbringen, mittels derenman ein Gewicht von 77000 Pfd. fortbewegen kann, während das aus 130 Pfd. Schieß-pulver entwickelte Gas nur einen Effect von 30000 Pfd. hervorbringt. Im Allgemeinennimmt man an, daß ein Cubikzoll Wasser einen Cubikfuß Dampf von einer Atmosphäreoder 28 Zoll Quecksilber liefere, und daß, um dies Wasser in Dämpfe zu verwandeln, beigleichförmiger Hitze das Sechsfache der Z,eis erfvdcrt werde, dessen es bedarf, um die Tem-peratur des Wassers tzgn.02 bis auf 80° N. zu steigern. Auch über andere Dämpfe sind, ob-wol nicht so umfassende, Versuche angestellt worden als über die Wasserdämpfe. So beträgtz. B- nach Schmidt die Dichtigkeit der Alkoholdämpfe nur 0,0001 >23 von der desWassers bei 17° R. und 0,00162 bei 63,5° N. dem Siedepunkte des Alkohols. Über dieExpansivkraft der Schwefelätherdämpfe wurden ebenfalls von van Marum, Gay-Lussac, Dalton und Despretz Versuche angestellt, die jedoch große Differenzen ergaben.Tredgold stellte viele Beobachtungen an, aus denen er dann eine allgemeingültige For-mel entwickelte, die sehr gute Resultate lieferte. Nach derselben hat z. B. bei >80° N. derDampf eine berechnete Elasticität von 108,10 Zoll, während die beobachtete 108,30 betrug.Die Dichtigkeit dagegen beträgt nach Munke 0,002913 von der des Wassers.> Die Dichtig-keit des S chwefelkohlenstoffdampfes ist nach Gay-Luffac 2,6337 von der Dichtig-keit der atmosphärischen Luft und seine Elasticität bei 12° R. 7,6 Zoll, und die Dichtigkeitdes Terpen thinöldampfes nach Gay-Lussac 5,013 von der Dichtigkeit der atmosphä-rischen Luft, seine Expansivkraft aber nach Tredgold bei 310° F. 33,5 engl. Zoll, bei 330°F. 37,30 engl. Zoll und bei 362° F. 62,3 engl. Zoll.

Dampfbad nennen wir das Umgeben des ganzen Körpers oder einzelner Thcile des-selben mit heißen Wasserdämpfen. Den alten Griechen und Römern scheint das Dampfbadunbekannt gewesen zu sein; sie hatten in ihren Schwitzbädern zwar Bassins mit heißem Was-ser gefüllt, allein die Quantität der sich daraus entwickelnden Dämpfe war zu gering, umein Dampfbad darstellen zu können, auch war die ganze Einrichtung ihrer Bäder nur aufein Bad in heißer Luft und heißem Wasser berechnet. Nach Deutschland sind die Dampf-