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4 (1845) D bis Entern
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24 Damast Dambray

Gewalt Maladin's, der nicht minder als jener das christliche Königreich zu Jerusalem be-kämpfte. Nach Saladin's Tode theilte sie meist gleiches Loos mit Haleb und Ägypten. ImZ. 1401 wurde sie von den Mongolen unter Timur erobert und verbrannt; wegen ihrer wich-tigen Lage für.den Handel, des Orients aber von neuem aufgebaut. Später waren dieMamluken als Herrscher Ägyptens auch Herren von D>, bis es im Herbst >516 dem türk.Sultan Selim I. gelang, Stadt und Gebiet denselben zu entreißen und dem oSmamMeichehinzuzufügen. Seit dieser Zeit war D. als Sitz eines türk. Statthalters ein wichtiger Bc-standtheiktdieses Reichs. Im I. 1832 eroberte es der Vicekönig Mehemed Mi von Ägyptendurch seinen Sohn Ibrahim Pascha und erhielt es 1833 sammt Syrien und Palästina vonder Pforte abgetreten. Dieser Besitz dauerte jedoch nicht lange; denn schon im 1.1840-thigten die europ. Großmächte, besonders England und Ostreich, durch Unterstützung derPforte, denselben, Syrien und Palästina der Pforte zurückzugeben.

Damast nennt man ein gezogenes, mit Figuren künstlich durchwirktes, auf damascencroder Ätlasart gewebtes Zeug, welches, anfangs nur aus Seide und einfarbig, jetzt auch ausLeinen und selbst aus Baumwolle verfertigt wird. Nach Einigen soll diese Art zu webenschon von den Babyloniern, nach Andern aber von den Einwohnern zu Damask erfundenworden sein. Was insbesondere den Seidendamast betrifft, so unterscheidet er sich vonandern Stoffrn und Zeugen dieses Materials dadurch, daß der Grund ein glänzender, atlas-artiger Boden ist, in welchen Blumen, Ranken und andere Figuren eingewebt sind. Ita-liener und Holländer waren in Europa die Ersten, die dieses ursprünglich asiat. Zeug zu fer-tigen unternahmen, und noch im 17. Zahrh. erhielt man es nur aus Italien, besonders vonGenua. Die Franzosen fügten jedoch bald nach und übertreffen gegenwärtig die Italiener.Auch in Ostindien und England wird guter Seidendamast verfertigt, und Deutschland, z. B.Berlin, Krefeld, Lechhausen u.s.w., liefert ihn in großer Menge und von vorzüglicher Güte.Der Leinendamast oder das Bildzeug ist gewöhnlich durchaus weiß und hat eingewirkteFiguren, die auf der rechten Seite weißer und glänzend auf mattem Grunde, aus der linkenaber dunkel auf weißem glänzenden Grunde erscheinen. In Deutschland blüht die Damast-leinweberei besonders zu Schmiedeberg in Schlesien; zu Großschönau, Löbau, Zittau u.s.w.in Sachsen; zu Wanrsdorf und Hayda in Böhmen; zu Waarendorf, Bielefeld und Salzwe-del in Preußen; zu Ncuhaus und Sommerhausen in Baiern; zu Mühlberg in Baden u. s. w.Allen voraus stehen die Leistungen der sächs. Damastwebcr. Wollen- und Baum-wollendamast oder damascirte Wollen- und Baumwollenzeuge sind mit damastartigenMustern versehene Köpergewebe, welche in den verschiedenartigsten Formen Vorkommenund vorzüglich in Sachsen und E ngland, verfertigt werden. Mit dem Baumwollendamastist aber der jetzig häuflg statt des'leinenen vorkommende baumwollene Damast nichtzu verwechseln.

Dambray (Charl.), Kanzler Frankreichs und Präsident der Pairskammer zur Zeitder Restauration, geb. in der Normandie >760, wurde durch den Einfluß seiner Familieschon in seinem 20. Jahre Generaladvocat beim pariser Parlament. Beim Beginn seinerLaufbahn hatte er He'rault de Sechelles zum Mitbewerber, der nachher zu den eifrigsten An-hängern der Revolution gehörte, während D. zu deren heftigsten Gegnern zählte. In dem be-rühmten Kornmann'schen Proccsse fand D. die erste Gelegenheit, sein Nednertalent und seinenEifer gegen die neuen Ideen an den Tag zu legen. Als die Revolution ausbrach, war er einerder Ersten, welche Frankreich verließen. Nach seiner Rückkehr aus Deutschland lebte erunangefochten aufseinen Gütern in der Normandie. Unter dem Kaiser konnte er, so großeErgebenheit er auch zeigte, gleichwol keine höhere Stufe erreichen als die eines Mitgliedsdes Generalconseils im Seinedepartement. Napoleon soll ihn und seinen SchwiegervaterBarentin als Ägenten der Bourbons angesehen haben, und es scheint solches in der Thatstattgefunden zu haben, da Beide nach der Restauration mit Gunstbezeigungen überhäuftwurden; Barentin wurde Ehrenkanzler, D. Kanzler von Frankreich. Zugleich erhielt D. dieLeitung des Büchcrwesens und die Oberaufsicht über die Journale, und kurz darauf machteihn Ludwig X VIII. zum Justizminister, Pair und Commandeur des Heiligengeistordens. NachNapoleon's Rückkehr von Elba und Ludwig s XVIII. Abreise begab er sich in die Normandie,dgnn nach England und yon da nach Gent. Bei der zweiten Restauration trug die Rrgie-