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4 (1845) D bis Entern
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22 Damasciren Damascirt

geboren Er nahm von 1792 an unter Meunier, Jourdan und Kleber an allen Kämpfender republikanischen Armee am Rhein Theil, zeichnete sich bald au der Spitze seiner Bri-gade durch Tapferkeit, bald im Stabe durch seine Geschicklichkeit aus und machte dann dieExpedition nach Ägypten mit, wo er sich unter allen Verhältnissen als einen ausgezeichnetenOffizier bewährte, sodaß ihn sein Freund Kleber nach Bonaparkc's Abgänge zum Divisions-general und Chef des Generalstabs erhob. Dies hatte zur Folge, daß ihn Bonaparte mehreJahre hindurch nicht anstellte; allein seit 1808 wurde er wieder in allen Feldzügen des Kai-serreichs verwendet. Jm J. 1814 lieferte D. als der letzte franz. General am linken Rhein-ufer den Verbündeten Mainz aus und unterwarf sich den Bourbons. Nach der zweiten Re-stauration vrganisirte er die königliche Gendarmerie und erhielt das Amt eines Generali»-specteurs dieses Corps. Er starb in Paris 1828.

Damasciren. Durch die Kreuzzüge kam eine große Menge vortrefflicher Stahlar-beiten, welche zu jener Zeit in Damaskus gefertigt wurden, nach Europa, wo in jener Zeitder Kriege man bald bemüht sein mußte, auch dem einheimischen Fabrikate die Güte des aus-ländischen zu geben. Man bewunderte an den aus Damaskus eingebrachten Dolch- und De-genklingen eine große Elasticität, verbunden mit einer solchen Härte, daß die Klingen harteund weiche Körper fast mit gleicher Leichtigkeit durchschnitten und dabei eine solche Zähigkeitbesaßen, daß selbst beim Abhauen eines Nagels die Schneide keine bedeutende Beschädigungerlitt. Außerdem fiel aber auch das schöne Ansehen jener Klingen auf, indem sic durchausmit einem Gewinde dunkler Linien auf Hellem Grunde, oder umgekehrt, versehe» waren,welche meist regelmäßig wiederkchrcnde, sehr nette Zeichnungen bildeten. Oft waren auchdiese Klingen mit Gyld snsgHHhHgs sich auf dem blauen Grunde trefflich hervorhob. Wenncs nun auch damals nicht gelang, alle" dle genannten Eiaenschaf W Wpestzk. M Ulsss.« Mahl-arbeiten zu verpflanzen, so äußerten doch jene Bemühungen den günstigsten Einfluß; dennnoch jetzt bewundern wir die Rüstungen aus dem Mittelalter ihrer Festigkeit und Eleganzwegen, und unter den trefflichen Klingcnschmieden jener Zeit steht der Name Peter Siminel-guß obenan. Die meisten Versuche jener und der spätem Zeit haben indessen kein anderesResultat hervorgebracht, als allerdings vorzügliche Klingen, welche jedoch mit den Damas-cenem immer noch nicht in Vergleich zu stellen waren. Vor Allem mangelte denselben derDamast, das sogenannte Wasser (6icluu), wenn wir darunter die regelmäßig wiederkehren-den, fast symmetrischen Figuren verstehen. Allerdings zeige» verschiedene Stahlartcn in ein-facher Bearbeitung schon einen gewissen Damast, derselbe ist jedoch durchaus unregelmäßigund findet seinen Grund theils in der Krystallisation des Stahles selbst, theils in der oftnatürlichen Legirung desselben. Dupcd di ele Ersckeinüna 'wurden in neuerer Zeit, wo manmit Eifer die M ckbitduna des damascirten Stahls versuchte, mehre Gelehrte, z.B. Brc'antundHchicourt de Thury zu der Meinung veranlaßt, daß dieser Stahl nichts Anderes als eineLegirung sei. Dem ist aber nicht so, im Gegentheil weiß man jetzt mit Bestimmtheit, daß diedamascener Klingen aus einer mechanischen Verbindung von Stahl bestehen, mit dem manweiches Eisen durch Schmieden verbindet. Bei den echten damascener Klingen geht der Da-mast über die ganze Klinge und ist selbst auf dem Rücken derselben deutlich bemerkbar; da-bei nehmen sie, mehrfach hin und her gebogen, ihre ursprüngliche gerade Lage freiwillig nichtwieder an und haben einen eigenthümlichen ambraartigen Duft; auch geht das Wasserdurch das Schleifen nicht verloren, sondern reicht bis auf den Kern der Klinge. Nach mehr-fachen erfolglosen Versuchen in neuerer Zeit von Clouet, Nicholson, Wilde in Sheffield undO'Reilly gelang es erst in der neuesten dem Professor Crivelli in Mailand, die damascenerKlingen vollkommen nachzuahmen. Aus dasmascener Stahl kann man auch Gewehrläufeschmieden, welche bei großer Haltbarkeit ein vortreffliches Ansehen haben.

Damascirt nennt man in der Heraldik einen Platz oder eine Figur, welche nach Artdes damascirten Stahls geadert oder gewässert ist. Die Entstehung des Damascirens gehörtin die neuere Zeit und wird von den Wappenmalern zur Verschönerung größerer Plätze oderFiguren angewendet. Damascirt erscheint immer der Regalienschild. Die Damascirunggeschieht stets mit einer andern Tinctur als der Platz selbst hat, so ;. B. der schwarze Platzmit Gold oder Silber, der goldene mit Silber u. s. w. Bei den Metalltincturcn ist es vonvorzüglicher Wirkung, wenn die Damascirung mit derselben Tinctur, abermatt bewirkt wird.