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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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Damas (Ange Hyacinthe Maxence, Baron von) Damas-Crux 21

den Kaiser erklärten, eilte er mit dem Herzoge von Provence nach Paris zum Könige undfloh mit demselben nach Gent. Nach der zweiten Restauration erhielt er eine Sendung indie Schweiz und wurde 1815 in die Deputirtenkammer gewählt. Als Befehlshaber der 19.Militairdivision zeigte er bei den Unruhen zu Grenoble einen außerordentlichen Eifer für dieSache des Royalismus, doch war er seiner Partei noch immer nicht fanatisch genug, wes-halb er Canuel Platz machen mußte. Er starb im Sept. 1823.

Damas (Ange Hyacinthe Maxence, Baron von), gehört, obschon aus Burgundstammend, dem alten Geschlechte der Damas an und wurde am 3V. Sept. 1785 zu Parisgeboren. Er folgte seiner auswandernden Familie nach Deutschland, dann nach Rußland,wo er 17 95 eine Cadettenstelle in der Artillerieschule zu Petersburg erhielt. Seit 1805 machteer als Offizier der ruff. Armee alle Feldzüge gegen die Franzosen in Deutschland, Rußlandund Frankreich mit und erwarb sich durch seine Tapferkeit die Gunst des Kaisers Alexander.Nach der Restauration der Bourbons wurde er zum Mare'chal de Camp erhoben und trat indie franz. Armee. Als Generallieutcnant ward er hierauf dem Herzoge von Angoulemebcigegeben, begleitete denselben bei der Rückkehr Napvleon's nach Spanien und erhielt nach derSchlacht von Waterloo denBefehl über die 8. Militairdivifion in Marseille, wo ihm, obschon erden blutigen Ausschweifungen des Ultraroyalismus keinen Vo'rschub leistete, doch ein hartes undunwürdiges Verfahren zur Last fällt. Im 1.1823 befehligte er unter dem Marschall Mon-cey eine Division im span. Feldzuge, worauf er 1824 das Portefeuille des Kriegsministe-riums übernahm. Seinem rechtschaffenen Charakter widerstrebten jedoch besonders die un-gerechten Maßregeln gegen die Offiziere des Kaiserreichs, daher ihm Villele im Oct. 1824das Departement der auswärtigen Angelegenheiten überrmstrlM kr^Uzum 4. Jan. 1828behielt. Die Politik, kiö'Mker seiner Verwaltung verfolgt wurde und das Gefühl der ge-mäßigten und patriotischen Franzosen so sehr verletzte, kommt indeß weniger auf seineRechnung als auf die Villele's, dessen Plane und Gedanken er nur vollzog. Kurze Zeitnachher wurde er an des verstorbenen Herzogs von Riviere Stelle zum Gouverneur desHerzogs von Bordeaux ernannt, dem er 1830 in die Verbannung folgte. In Prag mitdem Cardinal Latil und dem Herzoge von Blacas eng verbunden und ein Freund der Jesui-ten, bewirkte er 1833 die Entlassung Barande's, des Untererziehers des Herzogs von Bor-deaux, weil dieser seinem Zögling liberale Ansichten einflöße, worauf Blacas von Rom zweiJesuiten kommen ließ, welche die Lehrer des Prinzen wurden. Später kehrte er nach Frank-reich zurück, wo er jetzt vom öffentlichen Leben zurückgezogen auf dem Lande den Wissen-schaften und seiner zahlreichen FMMe lebt. ,

Damas-Crux (Etienne Charl., Chevalier, dann Herzog von), Expair von Frank-reich und Generallieutenant, geb. am 10. Febr. 1754 auf dem Schlosse Crux in Nivernais,machte als Hauptmann die letzten Kämpfe der Franzosen gegen die Engländer in Ostindienmit, wurde hier gefangen und erst nach dem Frieden ausgewechselt. Nach seiner Rückkehrerhielt er den Befehl über ein Infanterieregiment, wanderte aber mit seinen Offizieren ausund nahm in der royalistischen Armee an dem Feldzuge von 1792 Theil. Im I. 1794 ge-lang es ihm, in England und Holland eine Legion zu bilden, deren Trümmer er, nachdemsie bei Quiberon vernichtet worden war, im folgenden Jahre dem Prinzen von Conde zu-führte. Von Ludwig XVIII. zum Mare'chal de Camp erhoben, begleitete er hierauf den Her-zog von Angouleme als Kammerherr nach Mitau, Warschau und später nach England.Nach der ersten Restauration erhielt er den Grad eines Generallieutenants. Im Aug. 1815schickte ihn der Herzog von Angouleme mit dem Baron von Vitrolles als königlichen Com-missar nach Toulouse, wo er aber in Folge seines unklugen Benehmens auf Befehl des Ge-nerals Laborde aufgehoben und über die span. Grenze gebracht wurde. Nachher wurde seineAnhänglichkeit mit dem Befehl über die 28. Militairdivision, der Pairswürde. und demHerzogstitel belohnt. In Folge der Julirevolution, weil er der neuen Dynastie den Eid ver-weigerte, von der Pairsliste gestrichen, lebt er zurückgezogen auf seinem Schlosse in der Ge-gend von Menou. Alexandre, Grafvon D., geb. 1755, hatte in Folge der Ereig-nisse fast die nämlichen Schicksale wie die Vorhergehenden und spielte auch dieselbe Rolle.Dem adeligen Geschlechte gehört nicht an Franx. .Etienne D., Generallieutenant derfranz. Republik und des Kaiserreichs, von bürgerlichen Altern zu Paris am 22 . Juni 1769