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4 (1845) D bis Entern
Entstehung
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12 Dahomeh

Wissenschaften an der Universität zu Bonn, geb. in einer aus Schweden stammenden Fami-lie zu Wismar am 17. Mai >787, widmete sich, bei seinen Studien zu Kopenhagen undHalle, anfangs vorzüglich den Alterthumswisscnschaften, wie er sich denn auch zuerst zu Ko-penhagen durch eine Schriftkrimarcli» et successus veteris comoeUiso ^tlieniensiiiin"habilitirte, und seine ersten Vorlesungen lateinisch über den Aristophanes hielt. Als er aber181.7 als außerordentlicher Professor der Geschichte nach Kiel berufen, 1815 Secrctair derfortwährenden Deputation der schleswig - holsteinschen Prälaten und Ritterschaft ward, saher sich bald in einen Verfassungsstreit zwischen den Resten der alten Stände und der Negie-rung verflochten, dessen Durchführung in politischen Streitschriften, wobei er immer auf denBoden der Geschichte und des concrcten Rechts fußte, ihn zum gründlichen Studium despositiven Staatsrechts veranlaßte. Überdies hatte sich überhaupt seine Aufmerksamkeit vonden Alten mehr auf das Mittelalter gelenkt, und mit welcher Gründlichkeit er es studirte,bewiesen seinVita Lnsgarü", in denkiloiiuments 6erm. bistorica", seineForschungenauf dem Gebiete der deutschen Geschichte" (2 Bde-, Altona 182223), seine HerausgabederChronik von Dithmarsen" (2 Bde., Kiel 1827) und Anderes. Im 1.1829 nahm er,ohnedies verstimmt, daß die dän. Negierung seine Theilnahme an der Opposition der Rit-terschaft durch Nichtverleihung einer ordentlichen Professur strafte, den Ruf als Professorder Staatswissenschaften in Güttingen an. Hier pflegte er, zunächst in Vorlesungen, dieStaatswissenschaften in allen ihren Theilen, ohne jedoch der Geschichte untreu zu werden,der er vielmehr noch 1830 durch seine meisterhafteQuellenkunde der deutschen Geschichte"(Gott. 1830) einen wesentlichen Dienst erwies. Hier wirkte er mit Kraft und Eifer im öf-fentlichen Leben, als die Stürme des I. 1831 für ihn die rechte Bahn boten, der in derWeise des echten Conscrvativen zugleich die Freiheit und die Ordnung, einen Vorschritt inwahrer Weisheit und eine Entwickelung auf geschichtlicher Basis wollte. Er wirkte wesent-lich für das Zustandekommen des Grundgesetzes von >833 und ebenso gegen reactionaire undrevolutionaire Bestrebungen. Hohe Achtung seiner Mitbürger und großes Zutrauen der da-maligen Regierung belohnten ihn und machten ihn zu einer sehr wichtigen und einflußrei-chen Person des damaligen göttinger Universitäts- und hannoverschen Staatslebens. Seinepraktischen Bestrebungen rechtfertigte er auch theoretisch durch den ersten Band seinerPo-litik auf den Grund und das Maß der gegebenen Zustande zurückgcsührt" (Bd. I, Gott.1835), worin er ebenso scharf gegen die Theorien der Volkssouverainetät, wie für eine edle,würdige Freiheit stritt. Die Ereignisse des I. 1837 konnten bei D.'s Charakter und Ante-ccdcnzcn keine andere Folge haben, als daß er gegen Zumuthungen, denen er nur mit Ver-leugnung seiner Grundsätze nachgeben konnte, protestirte. Die Folge war das Exil, welchesdie muthigen und, überzcugungstreuen göttinger Sieben traf. D. ward gastlich in Leipzigausgenommen, wendete sich aber später nach Jena, wo er in seiner Geschichte Dänemarks" (2Bde., Hamb. 184041) ein historisches Meisterwerk ausarbeitete. In der hannöv. Sacheließ er ein SchriftchcnZur Verständigung" (Bas. 1838) erscheinen; auch gab er die voneinem Ungenannten (Stüve) verfaßteVertheidigung des Staatsgrundgesctzcs für das Kö-nigreich Hannover" (Jena 1840) heraus. Endlich im I. 1842 gab ihn der König vor,Preußen, durch die Berufung nach Bonn, der akademischen Wirksamkeit zurück.

Dahömeh, ein mächtiges, jetzt von denAschanti (s. d.) abhängiges Königreich ander Küste von Guinea, war früher den Europäern nur durch den Sklavenhandel bekannt.Genauere Nachrichten darüber verdanken wir erst Leod in seinerVo^sge to ^kricu" (Lond.1820), Clapperton in demäournal ns areconck expsckition iiito tbe interior «s ^sricrc"(Lond. 1830) und Hutton in seinerReise nach D.". Das Land ist außerordentlich frucht-bar ; Zuckerrohr, tropische Früchte und alle Gewächse gedeihen hier auf das Üppigste. VieleBäume sind so groß, daß man aus ihnen Canots verfertigt, in welchen 70100 PersonenPlatz haben. Eine ganz eigcnthümliche Frucht ist die Oerssiw »x^gl^ois, die wie eine reifeKaffeebohne aussieht. Sie scheint anfänglich keine besondere Süßigkeit zu haben, läßt aberauf der Zunge so viel von diesem Eindrücke zurück, daß ein Glas Essig darauf wie süßerWein und die sauerste Citrone wie eine reife Orange schmecken. Die Negierung ist völligdespotisch. Der König hat 34000 Weiber, die zum Theil bewaffnet und eingeübt sindund seine Leibwache bilden. Auf den Gräbern der Ahnen des Königs wird jährlich eine Menge