Dahl Dahlmann ll
dinalDubais widcrsctzt hatte, 1722 zum zweitcnMal verwiese». Zwar erhielt er l 727 vomCardinal Flcury die Erlaubnis, zurückzukchrcn; doch in sein Amt als Kanzler ward er erst1737 wieder eingesetzt. Im I. 1750 legte er die Kanzlcrstellc nieder und starb am 9. Fcbr.1751. Seine Schriften (13 Bde., Par. 1759 — 89, -1.; neueste Ausg., 13Bde., Par.1818), meist,,juridischen Inhalts, sind einfach und prunklos geschrieben und tragen denStempel der Überzeugung.
Dahl (Joh. Christian), Landschaftsmaler, geb. am 24. Febr. 1788 zu Bergen inNorwegen, sollte anfangs Theologie studircn, entschloß sich aber, da es ihm sowol an Nei-gung als an den Mitteln fehlte, Maler zu werden. Doch der Unterricht, den er zu diesemBehuf in seiner Vaterstadt bei einem Maler genoß, war so mangelhaft, daß er nur weniglernte. Nachdem er sich seit 1809 nach eigener Lust und Laune mit Portraitiren und Land-schaftsmalerci beschäftigt hatte, kam er 1811 in die Kunstakademie zu Kopenhagen, wo ernun seine Anlage für die heroische Landschaftsmalcrci durch die Darstellung vorweg. Natnr-scencn und durch eigene Compositionen zu technischer Fertigkeit ausbildete. Mehre Bilder beiden Ausstellungen in Kopenhagen 1814 und 1815 fanden Beifall. Im I. >818 gingernach Dresden, wo er gleich durch sein erstes großes Bild, eine vorweg. Fclsenlandschaft miteinem Wasserfalle, das er > 819 ausstcllte, die Aufmerksamkeit der Kenner erregte. Im fol-genden Jahre wurde er in Dresden Mitglied der Akademie, und nachdem er hierauf einJahr in Neapel, meist im Gefolge des jetzigen Königs von Dänemark, Christian >'!!>., undin Rom, wo ihm Thorwaldsen, Brönsted und der prcuß. Gcncralconsul Bartholdy mehreArbeiten auftrugen, zugebracht hatte, 1821 als Profess or an der Ak ademie angcstcllt. Nächstkleinern Ausflügen besuchte er auch dreimal,-18W,18 mst> l^4l, sein Vaterland. SeineBilder haben meist nicht blos das Verdienst der Wahrheit nach der Natur, sondern auch dasder dichterischen Veredelung des individuellen Charakters der Gegenden, die ihm den Stoffzu seinen Compositionen darboten. Nicht minder glücklich hat D. seine Künstlcrkraft in Er-findungen geübt. Unter seinen größer» Gemälden erwähnen wir Neapels Küste unweitCastellamare, eine große Wintcrlandschaft auf Seeland zwischen Prcstöe und Wordinborgin der Abendbeleuchtung und eine Küstcnansicht unweit Bergen. In neuerer Zeit erwarber sich noch ein besonderes nicht geringes Verdienst durch die Herausgabe der „Denkmaleeiner sehr ausgebildeten Holzbaukunst aus den frühesten Jahrhunderten in den innern Land-schaften Korwegens^sHeft I — 3, Dresd. 1837 , Fol.), enthaltend die Abbildungen derKirche» zu Vorgund, UMrs nndHiddc zdal, deren eine vom Könige von Preußen, FriedrichWilhelm IV., erkauft und in Schlesien Dr Benutzung für eine arme Kirchcngemeindc wie-der aufgestellt wurde.
Dahlstren (Karl Joh.), schweb. Dichter, geb. in Ostgothland am M Juni 1791,erhielt seine Bildung in Upsala. Er studirte Theologie und wurde l 824 bei der Kirche Hed-wig Eleonore zu Stockholm und 1829 bei der dortigen Eroßkirche als Comminister einge-stellt. Als erwählter Deputirtcr wohnte er den Reichstagen von 1829, 1834 und 1840 bei,wo er fortwährend zur Opposition gehörte, obschon er sich auf dem letzten Reichstage in denwichtigsten Fragen der gemäßigten Partei mehr näherte. Als Schriftsteller trat er zuerst inAtterbom's „Lostiok killender" für 1813 auf; seitdem hat er fast jährlich das Publicum,welches sich ihm immer mehr zuwandte, mit Gedichten bald in dieser, bald in jener Form be-schenkt. Schon im Jahre 1818 erhielt er von der Königlichen Gesellschaft der Wissenschaf-ten und der schönen Literatur zu Gothenburg einen Preis, und später crtheilte ihm dieschweb. Akademie den Lundblad'schen Preis. Das Gelungenste aus seinen Schriften enthal-ten die beiden Sammlungen „vnAÜomskrifter" (2 Bde., Stockh. 1829) und „Samlackeskrikter" (Bd. I, Stockh. 1834). Daneben hat er fast jährlich unter verschiedenen NamenMusenalmanache herausgegeben, die auch Novellen und komische Erzählungen enthalten.Als Dichter bewegt sich D. immer mit außerordentlicher Leichtigkeit; doch übereilt er sichauch nicht selten bei der großen Hast, welche die cigenthümliche Natur seines Talents auszu-machen scheint. Seine stärkste Seite ist die Darstellung idyllisch - burlesker Scenen in derManier Bellman's, in welcher Gattung er einige Gedichte hervorgebracht hat, die den be-st«« seines in Schweden so beliebten Vorbildes gleichgestellt werden.
Dahlmann (Friedr. Christoph), ordentlicher Professor der Geschichte und Staats-