Druckschrift 
4 (1845) D bis Entern
Entstehung
Seite
7
Einzelbild herunterladen
 

Daghesiau Daguerreotypie 7

erworbenen Besitzungen auf der afrik. Küste in Besitz zu nehmen und ihre Verwaltungneu einzurichkcn. Auch hier bewies er sich sehr energisch; er machte den Friedensvermittlerzwischen den benachbarten Negerstaatcn, beförderte die Anlegung neuer Pflanzungen nachwestind. Muster und hinderte den Sklavenhandel, so weit er es nur vermochte, bis ihn derTod ereilte.

Daghestan, d. h. Gcbirgsland, ist der Ostabfall des Gebirgslandes Kaukaflen uudbegreift als Provinz des aflat. Rußlands das Land, welches sich vom östlichen Abhange desKaukasus bis zu dem Gestade des Kaspischen Meers hin erstreckt, im Norden vom Terek-Flusse und im Süden von Trusten und Schirwan begrenzt. Es umfaßt das Land der Ku- >mückcn, das Gebiet des Schamchal von Tarkhu, das Gebiet von Derbent, das Gebiet desUsmei von Ckaitak, die Provinz Thabasseran, das Gebiet von Ckurah, das Khanat Ckuba,das Gebiet Kura-Khamutai und andere kleine lesghische Gebiete. Es ist in seinem westlichenTheile gebirgiges Hochland, in seinen übrigen Thcilen flaches, sandiges und zum Theil dürreäSteppenland. Der Kaspische See mit seinen größtcnthcils niedrigen Gestaden nimmt mehrekleine Flüsse, wie Sulak, Turturkali und Sumanga auf. Das Land ist, wo es nicht an Be-wässerung fehlt, fruchtbar und ziemlich gut angebaut. Der Ackerbau liefert Weizen, Reis,Korn und Hirse, Gemüse und Safran; der Gartenbau Obst; außerdem werden Wein undBauholz gewonnen. Die Viehzucht bringt reichen Ertrag, Pferde, Kameele, Esel und dasfetkschwänzige Schaf sind in großer Menge vorhanden; jagdbares Wild und einzelneNaub-thicrc finden sich in den waldreichen Gebirgsgegenden. Der Bergbau auf Blei, Eisen undSchwefel ist noch in seiner völligen Ki ndbeit. Die Bewobne r des Lembe^.-stm-AllstkstcelnenDaghcstaner genamrt^stnd-che^s GlMkWcMhmcr, die zu den Lesghicrn gehören und größ-tenthcils unabhängig von der russ. Herrschaft und in größter Feindschaft mit den Russenleben, theils Türken oder Tataren, zu welchen die Kumücken, Truchmenen oder Turkoma-ncn und die Nogaier gehören; daghestanischc Araber, welche, wie die Türken, sämmtlichMoslcmen find, Armenier und Juden. Die Kumücken bewohnen die fruchtbare Niederungim Nordosten des Kaukasus, die sich bis zum Terck und Kaspischen See hinabzieht, undtreiben theils Ackerbau, theils Fischerei und Viehzucht, theils Baumwoll- und SeidenbauDie Nogaier sind Nomaden; sie haben zwar mongolische Gesichtsbildung, sprechen abereine dem Turkomanischen verwandte Sprache. Die Turkomanen, welche türkisch sprechen,bewohnen d as Gebiet von Ku ba, und die daghestanischen Araber leben als Nomaden imSommer im Gebirge, im LVMUc Ebene an den Flüssen und Seen. Die Zahl sämmt-lichcr Bewohner beläuft sich auf 2,0000017. DMLAstst stehe seil 1812 unter der Oberherr-schaft des russ. Kaisers, von welchem die verschiedenen Khane abhänWststd; früher gehörtecs dem persischen Reiche an und bildete eine der nördlichsten Ercnzprovinzen desselben'. Diewichtigsten Orte sind Derbent (s. d.), Tarkhu, eine feste Stadt mit 10000 E. im Khanatdes Schamchal, Barschly im Khanat des Usmei, Jarssi in dem Gebiete Thabasseran undCkurah in Lcsghicn.

Dagobert 1-, unter den fränkischen Königen aus merowingischen Stamme der letztevon einiger Bedeutung, wurde wegen seiner Kriege gegen die Slawen sowie wegen seinerThätigkeit für Verbesserung der Gesetze wol auch der Große genannt. Seinem Vater Chlo-tar II., der ihm nach der Wiedervereinigung der fränkischen Reiche im I. 622 Austrasienabgetreten hatte, folgte er im 1.628 auch in Neustricn und Burgund. Sein Major DomusPipin von Landen und Arnulph der Bischof von Metz leiteten seine Regierung, doch versankauch er in den letzten Jahren seines Lebens in Trägheit und Wollust; 32 Jahre alt starb erim I. 638 und wurde in der Kapelle zu Saint-Denys, die er sechs Jahre vorher reichlichausgestattet hatte, begraben. Außer ihm tragen noch zwei fränkische Könige, deren einer672678 in Austrasien, der andere von 711 715 regierte, den Namen Dagobert.

Daguerreotypie ist der nach dem Erfinder, dem Franzosen Louis Jacq. MandeDagucrre (gcb. 1789 zu Cormeilles, der sich aus Noth in Paris zum Decorationsmalerbildete und früher für das 'IKeLtrg Oes varietös sehr thätig war), höchst unglücklich ge-bildete Name für eine Methode, Abbildungen durch directe Einwirkung des LichtS selbst zuerzeugen. Die Daguerreotypie bildet also eigentlich nur einen Zweig der gesammten Pho-tographie oder Lichtmalerei; doch pflegt man gewöhnlich Daguerreotypie gleichbedeutend