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schlug er aus. Um den Verfolgungen in der Schrcckenszeit zu entgehen, lebte er in der Pro-vinz in der Zurückgezogenheit; erst 1795 bei der Stiftung des Nationalinstituts erschien erwieder in Paris. Jm J. 1800 wurde er zum ersten Vorsteher der Nationalbibliothck er-nannt, 1892 Mitglied des Tribunals und 182.8 in die Akademie ausgenommen. Außerseiner Ausgabe der „Cyropädie" Lcnophon's (3 Bde., Par. 1777) und die zahlreichen Bio-graphien verstorbener Akademiker, z. B. Choiseul-Goufficr's (Par. 1819), gedenken wir sei-ner „blistoire tie in den „Keinoires" derselben und des „11->I>I>ort zur lospro-
j-res cke5 scienceZ üistoricjuea et cke la litteratnre ancienne, <Ie;>uis I 789"(Par. 1819, 4.).
Dädälus stammte dem gricch. Mythus zufolge aus dem alten Geschlechts der atheni-schen Erechthiden und war ein Zeitgenosse des Theseus und Minos. Er erscheint, worauf schondie Ableitung seines Namens von d. h. künstlich ansarbeiten, hinweist, als der
Träger und Repräsentant der bildenden Kunst in einem langen Zeiträume der gricch. Kunstge-schichte, zugleich auch als Vater der kretischen Kunst. Die alte Welt schreibt ihm die Bildungvieler heiligen Eöttcrstatucn zu, sowie die Erfindung mehrcr zur Holzschnitzerei nothwcndi-gen Instrumente. Schon Homer gedenkt eines Kunstwerks, eines Chorrcigens, das D. fürAriadne gearbeitet. Seine Statuen, deren mehre noch Pausanias kannte, schienen bei allerihrer dem Auge ungefälligen Form etwas Göttliches zurückzustrahlcn und erinnerten durchihre Stellung an ägypt. Vorbilder; doch wurde Letzteres in neuerer Zeit lebhaft von Otfr.Müller bestritten. Dagegen suchte Thiersch nachzuweisen, daß unter dem Gesammtnamendes D. und seiner Söhne, der D ädali dcn, die Künstler zu verstehen seien, welche ägypt.Knn tlsH^ki-ft übertrugen und zu einer griechischen umbildeten, noch lange
' am überkommenen Typst? festhalkend. Später müu nen cchzesn e Künüler, wie a uch Meist erautomatischer Spielereien diesen Namen an, und die wandelnden Gestalten dcs'D. gingen,wie wir aus Platon's „Euthydem" ersehen, förmlich ins Sprüchwort über. Die von Ovidbearbeitete Sage machte ihn zum Vater des Ikarus, mit dem er, von Minos in Kreta, wo erdas Labyrinth erbaute, gefangen gehalten, durch die Lust zu entkommen suchte. Er fertigtedem Sohne Flügel und befestigte sie mit Wachs; dieser aber stürzte, weil er der Sonne zunahe kam, die das Wachs schmolz, in das nach ihm benannte Jkarische Meer. Däda-l isch nennt man daher im weitern Sinne alles Das, was geschickt oder kunstreich verfertigtist. — Bei den Böotern zu Platää wurden alle sieben Jahre kleine und alle 90 Jahregrößere Dädala gefeiert, Feste, von denen uns nichts weiter bekannt ist.
Daendels (Herm. Wilh.), niederländ. General, geb. 1762 zu HaktenrAn Geldri-schcn, wo sein Vater Büraerm eistcr wq p, in den Niederlanden 1787 ausge-
brochenen ,'n> sooen-imiten Patrioten einen so bedeutenden Antheil, daß
er^ ftlL MerMkkmFrankreich suchen mußte. Als Oberst in einem Freicorps leistete er 1793Dumouriez bei dessen Zuge gegen Holland bedeutende Dienste und wurde zum Brigade-general befördert. Nachdem Pichegru 1794 Meister von ganz Holland geworden, trat D.als Generallicutenant in die Dienste der Batavischen Republik, in der er bei den Rc-gierungs- und Verfassungsverändcrungen einen bedeutenden Einfluß hatte. Er befehligte1799 eine der zwei batavischen Divisionen, die mit einer dritten, unter dem Oberbefehl desGenerals Brune, die Engländer und Russen, als sie in Holland gelandet waren, zurück-schlugen und zur Capitulation zwangen. In Folge vielfacher Anfeindungen nahm er 1893seine Entlassung und beschäftigte sich mit Landbau in der Nähe seiner Vaterstadt. BeimAusbruche des Kriegs im I. 1806 bot er dem Könige von Holland seine Dienste an, der ihnmit seinem vorigen Range wieder anstellte. Er eroberte im Oct. 1806 Ostfriesland undwurde Generalgouverneur von Münster. Noch gegen Ende des I. ernannte ihn der Königzum Colonelgeneral der Holland. Cavaleric und im Fcbr. 1807 zum Marschall von Hollandund Generalgouverneur der ostind. Besitzungen, die er 1898— I I mit Umsicht und Mäßig-keit verwaltete. Dem Werke, welches er über seine Verwaltung in Java herausgab (4 Bde.,Fol.), verdanken wir wichtige Aufschlüsse über die Statistik und den Zustand dieses Landes.Nach seiner Rückkehr aus Ostindien stellte ihn Napoleon 1812 bei der Großen Armee an,wodurch er wieder vielfache Gelegenheit fand, sich militairisch auszuzeichnen. Als Gouver-neur von Modlin wußte er sich zu halten, bis Alles verloren war. Znrückgekehrt ins Vater-land ward er im Herbst 1814 vom König der Niederlande Wilhelm I. beauftragt, die wieder-