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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
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Czartoryiski-Sanguszko (Familie)

des poln. Rercystags ernannt, brachte er die Conföderation von >812 zu Stande und warder Erste, der die Acte derselben Unterzeichnete. Als auf dem Congresse zu Wien das Schick-sal Polens entschieden werden sollte, ging C. 1815 an der Spihe einer Gesandtschaft nachWien und legte dem russ. Kaiser die Grundzüge zur Constitution vor, der ihn zum SenatorPalatinus ernannte. C. lebte hierauf auf seinen Gütern und starb zu Sieniawa in Galizienam >9. Mär; 1823. Seine Gemahlin, die Gräfin Elisabeth von Flemming, geb. inWarschau 1733, ebenso berühmt durch ihren Patriotismus wie durch ihre Schönheit undihren poetischen Geist, welchen sie in der Korrespondenz mit Delille und als Schriftstelleringlänzend entfaltete, lebte bis 1831 zu Pulawy, dessen schöne Gärten zum Theil ihr Werksind und wo sie Volksschulen, Fabriken und in dem sogenannten Tempel der Sibylle die be-rühmte Sammlung poln. Alterthümer begründete. In Folge des Ausgangs der poln. Re-volution von 1830 zog sie sich nach Wysock in Galizien, einer Besitzung ihrer Tochter, derHerzogin von Würtemberg, zurück, wo sie am 17. Juni >835 starb. Auch ihre Tochter,Maria Anna, geb. am >5. März 1708, die sich 1783 mit dem Herzoge Ludwig vonWürtemberg vermählte, von dem sie aber 17 92 geschieden wurde und gegenwärtig in Wienlebt, hat sich als Verfasserin des trefflichen poln. Romansblalvina" (Warsch. 1818) be-kannt gemacht. Adam, FürstvonC., des Vorigen ältester Sohn, geb. am 13. Jan.1770, war vor der poln. Revolution im I. 1830 poln. Senator Wojewode, kais. russ.Oberkammerherr und Mitglied des russ Reichsraths und deS Administrationsraths desKönigreichs Polen. Durch Hauslehrer sorgfältig erzogen, vollendete er seine Bildung aufder Universität Edinburg und zu London. Schon im Freiheitskampfe Kosciuszko's war C.so brav, daß er auf dem Schlachtfelde aus den Händen des Feldherrn den Verdienstordenempfing. Nach der Theilung Polens im I. 1795 wurde er nebst seinem Bruder Konstantinauf Katharinas ll. Befehl als Geisel nach Petersburg geschickt. Dort fühlte sich der jungeGroßfürst Alexander durch C.'s männlichen und feurigen Charakter so mächtig angezogen,daß er eine vertraute Freundschaft mit ihm knüpfte. C. ward Botschafter am fardin. Hofe;allein gleich nach seiner Thronbesteigung rief ihn Alexander zu sich und übertrug ihm dasMinisterium der auswärtigen Angelegenheiten, eine Erhöhung, die ihm viele Neider zuzog,indem die Russen sich beleidigt fühlten, daß ein Pole diesen wichtigen Posten bekleidete. C.,der dieses Amt nur in der Hoffnung angenommen hatte, den geheimen Plan des Kaisershinsichtlich Polens ausgcführt zu sehen, benahm sich so gerecht und besonnen, daß er bald dieNeider in Freunde umwandelte. Seine Uneigennützigkeit ging so weit, daß er den mit seinemAmte verbundenen Gehalt ausschlug und ihn für ärmere Staatsdiener in die Reichskassezurückfließen ließ. Am 11. Apr. 1805 Unterzeichnete er im Namen Rußlands das Bündnißmit Großbritannien, wozu Napoleon durch die Vereinigung Italiens mit Frankreich dieVeranlassung gegeben hatte, und dem zunächst Ostreich und dann Baiern beitraten, das je-doch sofort wieder zurücktrat, als östr. Truppen in das bair. Gebiet einfielen, und sich mitFrankreich verband. C. bat hierauf um seine Entlassung und lebte nun kurze Zeit auf seinenGütern in Polen; doch schon am 2. Dec. 1805 in der Schlacht von Austerlitz war er wiederan Alexander's Seite, Wie er denn auch im Feldzüge >807 Alexander's beständiger Beglei-ter war. Als aber nach dem tilsiter Frieden der Graf Rumjanzow au die Stelle des Frei-herr« von Budberg, der C.'s unmittelbarer Nachfolger im Ministerium der auswärtigenAngelegenheiten geworden, getreten war, zog er sich fast ganz von allen Geschäften zurückund wohnte nur selten den Sitzungen des Staatsraths bei. Als Privatmann that er aber beimehr als einer Gelegenheit kund, daß seine Anhänglichkeit an den russ Thron nur der Persondes Monarchen, keineswegs aber seiner hohen Stellung galt, denn von allen den Auszeich-nungen, womit ihn der Kaiser belohnen wollte, nahm er später bloß den poln. weißen Adler-orden an, und zwar nur als hoher Staatsbeamter in dem neuen Königreiche Polen. Kurzvor dem Ausbruche des Kriegs mit Frankreich sprach C. im russ. ReichSrathe mit hinreißen-der Bercdtsamkeit zu Gunsten seiner Landsleute und legte dem Kaiser die Nothwendigkeitans Herz, eine Nation, der man gewisse Rechte versprochen, mit Treue und Schonung zubehandeln, weil sic sich sonst genöthigt scheu würde, auswärts Hülfe zu suchen. Seitdem warer wieder beständig in der nächsten Umgebung Alexander's, den er auch 1813 nach Parisocgleitete. Dessenungeachtet wurde Zajonczek (s. d.) zum Statthalter in Polen ernannt.