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sank. Mit Athen ward cs zum neuen Bündniß durch Demosthenes gegen Philipp von Ma-kedonien vereinigt, der es 341 und 340 vergeblich belagerte. Auch unter Alexander demGroßen behielt es eine gewisse Selbständigkeit, unterstützte nach dessen Tode Antigonus gegenPolysperchon im I. 318 und verband sich mit dem politischen Hcraklea, das selbst von B.aus gestiftet worden war, gegen Selcukus. Den Galliern, die nach des Brennus Fall um280 sich in Thrazien niedergelassen hatten, war B. eine Zeit lang zinspflichtig; wegen desZolles, den es, zuerst um diesen Tribut zu decken, von den durch den Bosporus fahrendenSchiffen erhob, gerieth es in Streitigkeiten mit den Rhodiern, und schloß sich deshalb an dieRömer an, als diese nach dem zweiten punischen Kriege in die Verhältnisse der griech. undasiat. Staaten eingriffen. Unter röm. Oberherrschaft blieb es, von Nom begünstigt, fort-während ein Hauptplatz des Handels. Septimius Severus, gegen den es für PesccnniusNiger Partei genommen hatte, zerstörte es, nachdem er es nach fast dreijähriger Belagerungim Z. 186 n. Chr. eingenommen hatte, und machte es zu einem Flecken ohne eigene Ge-richtsbarkeit, aber bald erhob es sich zu neuer Blüte und ward, als Konstantin der Große cs330 unter dem Namen Neu-Rom und Konstantinopel (s. d.) zur Hauptstadt des röm.Reichs gemacht, ansehnlich erweitert und verschönert und mit allen Vorrechten des altenRom begabt hatte, eine der bedeutendsten Städte der Welt.
C.*)
0 wird in der Musik als Grundton des Tonsystems angesehen (s. Ton und Tonarten);ferner bezeichnet man mit einem Halbcirkel oder lat. 6 den Viervicrtel- und wenn cs durch-strichen ist (, den Zweizweiteltakt (s. ^ 11» br e v e ), in Frankreich c barre genannt; cswurde nämlich vormals das dreitheilige Taktmaß (te-mjms pertectum) durch einen gan-zen, das jweitheilige (tempns imperkectum) durch einen halben Kreis angegeben, worausim Lauf der Zeit sich ein 6 bildete; endlich ist 6 auch ein Notenschlüssel. (S. Schlüssel.)
Cabal oder Cabale wurde der berüchtigte Staatsrath Karl's II. von England ge-nannt, dessen Mitglieder in den Anfangsbuchstaben ihrer Familiennamen zufällig diesesWort darstellten, das nach seiner gewöhnlichen Bedeutung den Charakter der Wirksamkeitdieses Ministeriums treffend bezeichnet. Die Geschichte dieser sogenannten Cabale ist ebensoverwickelt, wie für die Befestigung der parlamentarischen Rechte des brit. Volks von Be-deutung. Karl II. faßte nach dem ersten Friedensschlüsse mit den holländ. Gcneraistaatcnden Entschluß, die Rechte der Parlamente durch allmälige Übergriffe zu unterdrücken unddie absolute Gewalt in England herzustellen. Er hatte sich nämlich durch Verschwendungseiner Einkünfte und Verschleuderung des öffentlichen Schatzes an seine Crcaturen und dieröm.-katholischc Partei zu den Kammern und der Nation in eine misliche Stellung gebracht,aus der er durch diesen Staatsstreich herauskommen wollte, worin ihn die schlaue PolitikLudwig's XIV. bestärkte. In der Mitte des I. 1668 löste er den ordentlichen, aus 21 Mit-gliedern bestehenden Staatsrath auf und bildete aus fünf Theilnehmern der Conspirationein neues Cabinet, die sogenannte Cabale. Diese Männer waren: 1) Thom. Clifford, eineifriger, sich nicht verleugnender Katholik, 2) Graf Arlington, dem Papstthumeinsgeheimzugcthan, 3) der Herzog von Buckingham (s. d.), ein Mann ohne Religion und des Kö-nigs Günstling, 4) Ant. Ashlcy, später Graf von Shaftesbury, geschickt und ohne Charak-ter, der Kanzler dieses Raths, und 5) der Graf von Lauderdale, ein Presbyterianer, früherGouverneur von Schottland, gelehrt, aber roh und leidenschaftlich. Fügt man diesen Män-nern noch den König, der heimlicher Katholik war, und seinen Bruder, den Herzog von York,das Haupt der katholischen Partei, hinzu, so war diese factische Verschwörung gegen diepolitische und kirchliche Freiheit des brit. Volks in der That höchst gefährlich. Zuerst arbei-tete man an einem neuen Kriege mit Holland, obschon erst im aachencr Frieden von 1668
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