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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
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754
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754 Cvkladen Cykloide

in der linken eine phrygische Handpauke. Bisweilen stehen Kornähren neben ihr; auch sin-dct man die Sonne zu ihrer Rechten und den gehörnten Mond zu ihrer Linken. Oft wird sieauch auf einem von Löwen gezogenen Wagen vorgestellt, bisweilen sitzt sie auf einem Sessel,neben dem Löwen stehen, wie sie auch Phidias abgcbildet hat, oder sie sitzt auf einem Löwenund hat als die mächtige Natur den Blitz in der Rechten, oder ein Löwe sitzt neben ihr, ins-gcsammt Andeutungen ihrer Herrschaft und der Cultivirung der rohen Menschen durch sic.

Cykläden, die fruchtbarste Inselgruppe im griech. Archipel, südöstlich von Euböaund Attika, welche sich in Form eines Kreises im Norden von Kreta um Delos zieht, wohersie den Namen erhalten hat, der sich seit Herodot in allen griech. Schriftstellern findet. DieUrgeschichte dieser Eilande ist noch nicht hinlänglich erforscht. Verschiedene Völkerstämmehaben im Laufe der Zeiten das Ägeische Meer beschifft und sich auf diesen Inseln angesiedelt.Die letzten und einflußreichsten Einwanderer waren die Hellenen, die nach und nach kleineFreistaaten bildeten, lange ihre Unabhängigkeit zu behaupten wußten, aber endlich, vonAthen unterjocht, das Schicksal dieses Staats theilten. Die alten Geographen rechnetenzu den Cykläden AndroS, Naxos, Delos, Gyaros, Keos, Tenos, Syros, Mykonos, Kythnos,Kimolos, Lebinthos, Amorgos, Paros, Oliaros, Jos, Anaphe, Astyapaläa und Seriphos.Die neuere Erdkunde theilte dieselben in die nördlichen, mittler» und südlichen Cykläden. Zuden nördlichen zählt man Andro, Tino, Mykone, Syra, Thermia, Serifo und Zea; zu denMittlern Paros, Naxos, Kimoli, Sifanto, Polikandros, Nio, Sikino und zu den südlichenAmorgo, Anafi, Santorin und Stampalia. Gegenwärtig bilden sic mit Syros ein Depar-tement des Königreichs Griechenland.

Cyklische Dichter nennt man die griech. Dichter, welche die von Homer und andernDichtern seiner Zeit übergangenen Begebenheiten aus dem trojan. Kriege oder andere Vor-fälle aus der Heroenzcit, den Homer und die Homeriden nachahmend, besangen. Ihre Ge-dichte, die bis auf wenige Bruchstücke größtenthcils untergegangen sind, haben keinen poeti-schen, wol aber historischen Werth. Den Namen cyklische Dichter erhielten sie entweder,weil sie den Stoff zu ihren Gesängen alle aus einem gewissen Kreise entlehnten, oder von ei-ner unter dem Namen ti^dus von den Alexandrinern veranstalteten Sammlung dersel-ben. Vgl. Wüllner,Os c^cio epic» poetische cz'dicis" (Münst. 1825), Müller,OecxcloOraec. epico"(Lpz. 1829), Welcker,Der epische Cyklus oder die homerischen Dichter"(Bonn 1835), Lange,Über die cyklischen Dichter und den sogenannten epischen Cyklusder Griechen" (Mainz 1837) und Düntzer,Homer und der epische Cyklos" (Köln 1839).

Cykloide oder Cyklois, auch Radlinie, heißt eine der merkwürdigsten krummenLinien in der Geometrie sowol als in der Mechanik. Wenn ein Kreis, ohne zu gleiten, aufeiner festen geraden Linie in derselben Ebene fortgewälzt wird, so beschreibt jeder Punkt derPeripherie des Kreises eine gemeine Cykloide. Betrachtet man aber einen Punkt inner- oderaußerhalb der Peripherie, so heißt die von ihm beschriebene Curve im ersten Fall eine gedehnteoder geschweifte, im zweiten Fall eine verkürzte oder verschlungene Cykloide. Wälzt sich jenerKreis, statt auf einer geraden Linie, auf der äußern oder inner» Seite der Peripherie eineszweiten Kreises, so heißt die so beschriebene Curve im erstem Falle eine Epicykloide, imletztem eine Hypocykloide. Wenn ein von der Schwere getriebener Körper in der umge-kehrten Cykloide wie in einem Kanäle herabfällt, so gelangt er immer in derselben Zeit biszu dem untersten Punkte (dem Scheitelpunkte), wo auch seine Bewegung in der Cykloide an-fangen mag. Aus dieser Ursache heißt diese Curve in derMechanik auch Tautochrone oderIsochrone. Ebenso wird ein schwerer, nur von der Schwere getriebener Körper von einemPunkte zum andern, der nicht senkrecht unter ihm liegt, in der kürzesten Zeit kommen, wenner sich in einem Cykloidenbogen bewegt, aus welcher Ursache diese Curve auch die Bra chy'-sto chrone genannt wird. Die Brennlinie der Cykloide, sowie die Evolute derselben ist wiedereine Cykloide. Wegen ihres Zsochromsmus hat der berühmte Huyghens die Cykloide an denPendeluhren angewendet, um die SchwingUsigen derselben ebenfalls gleichzeitig zu machen.In den neuern Zeiten hak man dieses Mittel jedoch verlassen und dadurch ersetzt, daß mandies« Schwingungen in sehr kleinen Kreisbogen vollenden läßt, weil sie bann ebenfalls gleich-zeitig sind. Galilei ist wol der Erste, der die Cykloide geometrisch betrachtet hat; dann be-schäftigten sich mit ihr die größten Mathematiker des 17. Zahrh, besonders Roberval, Mer-