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ergeben, sondern zu allen Zeiten als scharfsichtiger, gerechter, pflichttreuer und furchtloserMann gewirkt zu haben. Er führte den ihm angemessen scheinenden Plan bei Einrichtungdes Universitätswcsens mit Festigkeit durch, war unermüdlich in der Vorsorge für die niedernSchulen, vertrat mit glühendem Eifer die protestantische Kirche Frankreichs und erlangtefür sie die Errichtung von 50 neuen Pfarreien, erledigte während seines 13jährigen Vor-sitzes in dem Comite des Innern eine kaum glaubliche Menge von Geschäften, verhinderteim Staatsrathe der verblendeten Bourbons manchen verderblichen Beschluß und unterstütztein den Kammern aus Liebe zur Ordnung ihre schwankende Dynastie, während er auf derandern Seite jeder willkürlichen Verletzung der Volksrechte sich widersetzte. Keimende Ta-lente suchte er zu unterstützen, und viele der jehtlebenden Naturforscher Frankreichs dankenihnl die erste Eröffnung ihrer Laufbahn. Fremdes Verdienst erkannte er stets mit Gerech-tigkeit an; mit der deutschen Sprache, der Literatur und dem Geiste der Deutschen vertraut,verfolgte er mit Leichtigkeit die Richtung der deutschen Naturforschung, und wenn er, der aufThatsachen und klare Anschauungen Alles basirendeForscher, sich nicht mit dem Nebelhaftenund Schwärmerischen befreunden konnte, welches in Deutschland eine Zeit lang aufdiescmGebiete vorherrschte, so ehrte er doch alle von Deutschen gemachte wirkliche Entdeckungen.
Vgl.Lee, „Llemoirs ok Ilsrnn 6." (Lond. 1833) und Pasguicr, „küogedstO" (Par. >833).
— Sein Bruder, Frede'ric C., geb. zu Mömpelgard am 27. Juni 1773, gest. als Pro-fessor und Conservator des Cabinets für vergleichende Anatomie im Jardin des plantes zuParis am 25. Juli 1838 in Strasburg, war Mitglied des Instituts und des protestanti-schen Consistoriums und hat sich als Schriftsteller namentlich durch die Werke „Des dentsmsmmileres, conridereos comms csrsctöres rmnInAiques" (Par. 1825) und die mitGeossroy Saint-Hilaire herausgegebene „llistoire naturelle des mammiseres" rühmlichstbekannt gemacht.
Cuzco, die Hauptstadt des gleichnamigen Departements im südamerik. FreistaatePeru, ehemals die Residenz der Inkas, liegt unter dem 71" 3^ westl. L. und 13" 32^ südl.
B., in einem der reizendsten Hochthäler unfern der Anden und zählt 3 8000 E-, darunter15000 Indianer. Sie ist der Sitz eines Bischofs und einer Universität, der Mittelpunkt desindischen Verkehrs und reich an Kirchen, prächtigen öffentlichen Gebäuden und schönen stei-nernen Häusern. Außer der prächtigen Domkirche hat sie noch neun andere Pfarrkirchenund mehre zum Theil sehr reiche Klöster. Unter den Denkmälern der alten peruanischenHerrlichkeit zeichnen sich die Überreste des Sonnentempels und die große zur Vcrtheidigungder Stadt erbaute Citadelle aus, deren Mauern vorzüglich dadurch Bewunderung erregen,daß die natürlichen, unbehauenen Steinmassen ohne weitere Bindemittel dergestalt ineinan-der gepaßt und gefügt sind, daß das Ganze nur eine gediegene Masse zu bilden scheint. DieBewohner fertigen wollene und baumwollene Zeuge, Leder, mancherlei Holz- und Elfenbein-waarcn, Bildhaucrarbeiten und Malereien auf Leinwand. Der Sage nach wurde die Stadt1035 vom ersten Inka, Manko Kapak, gegründet; durch die Spanier wurde sie 1535 un-ter Franz Pizarro erobert. An der Stelle des Sonnentempels steht jetzt ein Dominicaner-kloster. Von C. nach Quito führt die Inkasstraße (s. d.).
Cyan, ein 1815 von Gay-Lussac entdeckter-Körper, eine Verbindung von Stickstoffund Kohlenstoff, ist darum besonders interessant und für die Gestaltung der Chemie vongroßem Einfluß, weil er das erste und jetzt noch vorzüglichste Beispiel eines zusammenge-setzten Radicals, d. h. eines zusammengesetzten Körpers, gibt, der sich in seinen meisten Be-ziehungen, namentlich seinen Verbindungen, ganz wie ein einfacher Körper verhält. SeineVerbindungen mit den Metallen sind die früher als klausaure Salze bekannten Körper(Cyanmetalle und Cyanüre). Als Ausgangspunkt für die Darstellung aller Cyan-verbindungen pflegt das sogenannte Blutlaugensalz (Cyancisenkalium, blausauresEisenkali) zu dienen, ein in gelben Krystallen anschicßendes Salz, welches sich stets bildet, lwenn stickstoffhaltige Körper, also trockenes Blut, Fleisch, Hornspäue u. s. w., in Berührung lmit Kohle, Eisen und Kali erhitzt werden. Dieses Salz ist sehr wichtig als Erkennungsmik-tel mancher Metalle, mit deren Auflösungen es charakteristisch gefärbte Niederschläge gibt; !
beim Glühen in verschlossenen Gefäßen zersetzt es sich so, daß Cyan kalium oder blausau. !