Druckschrift 
3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
Seite
747
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Cursiv CurtiuS RufuS

werden nie lange größer sein als die Kosten der Zufuhr edler Metalle, aber auch der CurSkann nie in dieser Ausdehnung beständig günstig oder ungünstig bleiben. Das wahre Pariist der Mittelpunkt dieser Schwankungen, welche auf der einen oder der andern Seite aufgewisse Grenzen beschränkt sind und unaufhörlich das Streben haben zu vcrfchwindcn.Hierin werden sie durch den Wechselvcrkehr unterstützt, welcher ebenso wie der Waarcnvcr-kehr da kauft, wo cs am wohlfeilsten, und verkauft, wo cs anr thcucrstcn ist. Im Allgemei-nen gleichen Ein- und Ausfuhr eines Landes sich stets aus, allein cs kann nach dem Lande^ von dem Lande 8 mehr aus- als von jenem in dieses eingeführt und von dem Lande (l nach^ weniger aus- als von diesem in jenes eingeführt worden sein. In 8 wird sich also ein grö-ßerer Betrag von Wechseln auf ^ befinden, als nöthig ist, um die Einfuhr von letzterm zubezahlen, und er folglich wohlfeil zu erhalten sein, und in 6 wird das Gegcntheil stattfindcnund Wechsel auf ^ theucr bezahlt werden, oder mit andern Worten der Curs hoch stehen.Beides ist nicht die Folge einer nachtheiligen oder vortheilhaftcn Handelsbilanz, sondern derVerschicdcnartigkeit der Bedürfnisse. Man wird also schnell die in II überflüssigen Wechselauf ^ nach 6 senden und dadurch den in 8 gesunkenen Curs auf sr heben und den in hoch-stehenden Curs auf ^ fallen machen und den Curs auf ^ an beiden Orten dem Pari näherbringen, als er war. Die gedruckten oder geschriebenen Zettel, welche den Stand der Curseder Wechsel, der Staatspapierc, Geldsorten, Acticn und Pfandbriefe angegeben enthalten,werden Cur'Fzcttcl genannt. In Hinsicht der Wechsel findet zwischen zwei Wechsclplätzcnstets ein Übereinkommen stakt, welcher von ihnen die -veränderliche oder die feste Währunghaben soll, d. h. daß für eine feste bestimmte Summe in des einen Währung eine veränder-liche in der des andern gegeben werde. So hat z. B. in den Cursbeziehungen zwischen Ham-burg und Leipzig das crstere die feste und das letztere die veränderliche Währung, indem inden Cucszctteln beider Orte der Preis für feste 300 Mark Banco in der veränderlichen leip-ziger zu ISO Thlr. mehr oder weniger dafür angegeben wird. Es wird also in den Curs-zcttcln'stets nur die Veränderliche Währung, selten aber die feste angezcigt, daher solche Curs-zcttel in der Regel dem Uneingeweihten nicht ganz verständlich sind. Vgl. Nclkenbrechcr,Allgemeines Taschenbuch der Maß-, Gewichts- und Münzkunde, der Wechsel-, Geld- undFvndscurse", herausgeg. von Wolff (>6. Ausl., Bcrl. 1841) und Noback,VollständigesTaschenbuch der Münz-, Maß- und Gewichts-Verhältnisse" (Heft l5, Lpz. 18-1143).Cursiv, s. Schriften.

Cursus, lat. cursus, d. i. der Lauf, bezeichnet im Gebiete der Wissenschaften den Lehr-gang oder den zusammenhängenden Vortrag der verschiedenen untergeordneten Thcile einerWissenschaft nach ihrer natürlichen Aufeinanderfolge/z. B. ein Cursus über die Mathe-matik u. s. w., oder die ganze Reihe der so aufeinanderfolgenden Wissenschaften selbst. Auchbezeichnet man damit die Zeit eines bestimmten Studiums- z.B. ein halbjähriger, einjährigerCursus, sowie die Abtheilung der Zuhörer oder Schüler, welche einen Cursus hören.

Curso risch nennt man die fortlaufende oder ununterbrochene Lccturc einer Schrift oder >cincs Schriftstellers, wobei man bei der Erklärung der Worte und Sachen sich nicht weiteraufhält, im Gegensätze zur statarischen oder stehenden Lccturc, welche die Erläuterungdes Einzelnen zum Zweck hat. Daher wird auf den Gymnasien das Lesen der gricch. undröm. Klassiker nach dieser doppelten Beziehung gewöhnlich cingethcilt.

Curtius (Marcus), ein edler röm. Jüngling, der sich, der Sage nach, auf heldenmü-tlügc Art freiwillig für das Wohl seines Vaterlands opferte, als sich im Z. 362 v. Chr. aufdem Marktplatze von Rom eine Kluft geöffnet hatte. Die Weissager verkündeten, das Heildes Staats sei in höchster Gefahr, wenn sich die Kluft nicht schlösse; dies aber werde nurdann geschehen, wenn das beste Gut, das Rom habe, hincingeworfen werde. Man wolltedie Götter befragen, welches Gut dies sei; da trat C. auf.Nichts Besseres habe Rom alsWaffen und Tapferkeit", rief er dem bestürzten Volke zu, das sich versammelt hatte, legtehierauf seine Rüstung an, bestieg ein kostbar geschmücktes Roß, weihte sich vor den Augendes Volks feierlich dem Tode und stürzte sich in den Schlund, welcher sich alsbald schloß.

Curtius Rufus (Quintus), ein röm. Geschichtschreiber, Verfasser der SchriftDerebus gesti» ^lexsnciri Hlsglli" in zehn Büchern, von denen jedoch die beiden ersten gänz-lich fehlen, auch der Text der übrigen größtenthcils sehr verdorben ist. Sein Name wird erst