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Cumberkalid (Wilh. Au.q., Herzog von) Cuttiliirgham
crctair des Lord Halifax. Nach dem Sturze dieses Ministers benutzte C. seine Muße zu lite-rarischen Arbeiten. Als Lord Halifax Statthalter in Irland geworden war, folgte er seinemGönner nach Dublin. Nach England zurückgekehrt, erhielt er eine Stelle bei der Handels-kammer und konnte nun ganz unabhängig sich seiner Neigung zur dramatischen Dichtkunsthingebcn. Er trat zuerst mit „8,i,,„imr's tais" (> "65), der vielen Beifall fand, auf, der aberbald durch seine Lustspiele brotllers" und VVvstinüirul" fl769), die damals fürdie vorzüglichsten Stücke im cdlcrn Stile galten, in schnelle Vergessenheit gebracht wurde.Durch diese Aufnahme ermuntert, schrieb er mehre Lustspiele, z.B. „'Llietasliiunablolover",„bim 3 > ev", „4'Ilv rvIiLvI »t tortium", und einige Trauerspiele, z.B. ,,'I'lle buttle <>s llastü,^".Weniger wollten seine Romane „ ^runckol" (2 Bde.),„3obutlel^!tllcaster" (2. Aust-, 6 Bdc.,Lond. l 809) und „llcur)" gefallen, besonders wegen der Entschuldigung der ehelichen Un-treue, die er hier zu versuchen schien. Im I. 1780 erhielt er einen Auftrag an die Höfe vonMadrid und Lissabon; da aber die Minister mit dem Erfolge seiner Sendung nicht ganz zu-frieden waren, so ward ihm die Wiedererstattung seiner Auslagen vorenthaiten, wodurch erin große Bedrängnis gericth. Die „^»ecckotes ok spanisll >>m»teis" waren eine Frucht die-ser Reise. Als einige Zeit nachher die Handelskammer ausgelöst wurde, zog er sich nach Tun-bridge zurück, wo er in angenehmen geselligen Verhältnissen lebte. Außer den „5lem«irs vkIns ovvn lils" (2 Bdc., Lond. 1806—7, 4.) fanden seine spätem Schriften wenig Beifall.Häusliche Misverhälknisse, selbst Mangel, obgleich eine seiner Töchter an Lord Bentinck ver-heirachet war, verkümmerten den Abend seines Lebens. Er starb am 7. Mai 181 l. Sein„Observer" flehte Ausg-, 3 Bde., Lond. 1810) enthält eine Reihe interessanter Aufsätze undist selbst den Philologen schätzbar, weil C. manche der dort niedcrgelcgten Nachrichten übergricch. Lustspiele und griech. Literatur Bcntley's Papieren entnommen haben mag.
Ctlmberland (Wilh. Aug.,Herzog von), ein Sohn Georgs ll., Königs von Eng-land, geb. am 26. Apr. 1721, machte an der Seite seines Vaters seinen ersten Feldzug undwurde gleich in der Schlacht bei Dettingen im I. 1743 verwundet. Als Generalissimus derengl. Truppen in Flandern verlor er 1745 die Schlacht bei Fontcnai gegen den Marschall vonSachsen; desto größer« Ruhm erntete er wegen Dämpfung des Aufstands in Schottland,welchen die Landung des Prätendenten Karl Eduards bewirkt hatte, inFolgc derSchlacht beiCullodcn (s. d.), in der der Prätendent gänzlich geschlagen wurde. Allerdings verdankte erdiesen Ruhm weniger seinem Feldhcrrntalcnt als der Planlosigkeit und Uneinigkeit, womit seinetapfern Gegner den Krieg führten. Übrigens schändete er seinen Nach ruhm Lurch den grau-samsten Misbrauch des Siegs, wodurch sich die Engländer um so mehr entehrten, da die Gegnerauf ihrem Zuge durch das schot. Niederland und nach England die edclstcSchonung undMensch-iichkeit bewiese» hatten. JmJ. 1747 wurde er vom Marschall von Sachsen bei Lawfcld geschla-gen. Zehn Jahre später erhielt er das Commando der Artillerie in Deutschland, wurde aber> 757 von d'Etre'es im Treffen bei Hastenbeck geschlagen und schloß am 8. Sepk. die Conventionzu Kloster-Zeven, worauf er zurückgcrufcn und dem Herzoge Ferdinand von Braunschweigder Befehl über das Heer der Verbündeten anvertraut wurde. In der Zurückgezogenheitstarb er zu Windsor am 31. Oct. 1765. — Der Titel Herzog von C. ist von dem Her-zogthume Cumberland (s. d.) entlehnt, und cs führten denselben mehre engl. Prinzen, sozuletzt Ernst August, der gegenwärtige König von Hannover.
Cunette oder auch Cuvette heißt der Abzugsgraben im trockenen Fesiungsgrabcu,um das Ncgcnwasscr und die etwa hier befindlichen Quellen abzuleitcn. An ihrem inner»Rande ist die Cunette bisweilen mit einer Palissadirung oder crcnclirten Mauer versehen.
Cmminqham (Allan), einer der schot. Naturdichter, geb. >786 zu Blackwood inder Grafschaft Dumfrics, der Sohn eines Landmanns und ein gelernter Maurer. Wie R.Bums, Hogg u. A. entzückten ihn die Lieder und Sagen der alten Tage, tlls er vom Sängerzmn Dichter überging. Gleich seine ersten Volkslieder und Legenden, namentlich die schöneBallade „önnnie ^ims", erweckten die Aufmerksamkeit; man wollte ihm aufhelfen und brachteihn als Gehülsen beim Bildhauer Chantrey unter, wo er zwölf Jahre arbeitete, ohne einKünstler zu werden. Als Dichter dagegen machte er sich durch Herausgabe einer Sammlung„8i>-lllurmatlulee Llaxvvtzll, a ckrsmatic ;>oem; tlie mermaick.ttt Oallvvvaz ; tbv le^einl «>t
liielmrck b'aulckor auck teveuH scottisb sun^s" (Lond. 1822) bekannt. Die echt nationalen