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Lieder und Legenden waren freilich auch darin das Bedeutendste. Seine gleich darauf folgen-den „'Lrsclitionul tsles ok tke eiij-lisli snel scottisk ;>eusantr)" (2 Bde., Lond. > 822), Dar-stellungen des Volkslebens aus mündlicher Überlieferung, zeigten ihn schon auf einer hohemgeistigen Stufe und gaben ein günstiges Zeugniß von der Lebendigkeit und Fruchtbarkeit sei-ner Phantasie. Ihnen folgten ,,'Llie Songs <>f 8cotIun<I, uncient »»<l inxckern" (-1 Bde.,Lond. 1825), eine anziehende Auswahl schvt. Lieder seit den Zeiten der Maria bis auf-dieGegenwart, mit Charakteristiken und historischen Anmerkungen, welche nur zu oft beimpoetischen Sinne des Natursvhns die Kritik des Maurergesellen verriethen. Auch erlaubteer sich im Texte nicht zu billigende Änderungen, um das Zartgefühl der Zeitgenossen zu scho-nen. C. ward nun Schriftsteller, wie Hogg und andere Naturdichter, die der Erfolg ver-führte, weil sie in einem Felde der Literatur Glück hatten, auch in den andern sich zu versu-cken. Sein Hauptverdienst bleiben seine Lieder und Balladen; denn wenn er auch von An-dern an Tiefe und Originalität übertroffen wird, so hat doch keiner seit Burns den eigen-thümlichen, innigen Ton des altschot. Gesangs so wie er getroffen. Sein Roman „?»»!lloncs" (3 Bde., Lond. 1826; deutsch von Lindau, 3 Bde., Dresd. >82? — 28), reich anErfindungsgabe, womit die wirklichen Abenteuer des Scehelden vermehrt worden, rechtfer-tigte, was Anlage und Ausführung anlangt, die Erwartungen so wenig als sein „8ir 51 i-cka«! 8cc>tt" (3 Bde., Lond. 1828; deutsch, 3 Bde, Lpz. 1829), wo er in der Behandlungdes Wunderbaren von seinem Meister W. Scott nicht das Maß halten gelernt hatte. Glück-licher bearbeitete er für die von Murray herausgegebene „Lumil)- Ulli-m-)" „Histnr)- »st!>ebritisb p-üntmr, scichitors arxi srciiitects" (5 Bde., 1829 fg.). Sein Gedicht „ 1 tie ixaxlok LIvar" (Lond. >832) ist wieder die Bearbeitung einer schot. Legende aus Maria Stuart'sZeiten. Ein späteres kritisches Werk ist die Biographische und kritische Geschichte der engl.Literatur von Sam. Johnsons bis zu W. Scott's Tode" (deutsch von Kaiser, Lpz. 183t).Er starb zu Pimlico am 29. Oct. > 8-12.
Cupido, griech. Pathos, d. h. das Verlangen, wird häufig mit dem eigentlichen Gottder Liebe, dem Amor (s. d.) der Römer und dem Eros der Griechen, verwechselt und fürgleichbedeutend genommen, weil alle Wirkungen der Liebe und alle Arten derselben, die reinsteund beständigste wie die flüchtigste und sinnlichste, dem Eros oder Amor zugeschriebcn werden.Cupolofen, s. Ofen.
Cura, Göttin der Sorge und Unruhe, bildete einst aus Thon eine menschliche Figur,welche Jupiter, der gerade dazu kam, auf ihre Bitten belebte. Als die Güttin aber diesemGeschöpfe ihren Namen beilegen wollte, machte Jupiter dieselbe Fodcrung, desgleichen dieErde, weil von ihr der Stoff genommen. Saturn zum Schiedsrichter aufgerufcn, entschiedfolgendermaßen: Jupiter soll nach dem Tode den Leib erhalten, die Cura das Geschöpf wäh-rend des Lebens besitzen, nach der Erde (llumus) aber dasselbe lx,m» bcuanut werden. Vgl.Herder, „Sämmtliche Werke. Zur Kunst und Literatur" (Bd. 3).
Curasao, eine Felseninsel innerhalb der Großen Antillen, wenige Meilen von derKüste Venezuelas entfernt, zählt auf 8'/i> UM. > 3999 E. und unter diesen etwa 6999 Skia-ven. Der kahle Felsen ist an den meisten Orten kaum mit acht Zoll hoher Erde bedeckt, durchden Fleiß der Holländer aber fruchtbar gemacht, und trägt Zucker, Taback, Mais, Feigen,Cacao, Cocosnüffe, Citrvnen, Pomeranzen und die meisten curop. Küchengewächse; Haupt-producte sind jedoch blos Salz und ein geringes Quantum Taback. An Wasser ist Mangel.An der Südostseite liegt der sichere Hafen Santanabai, der aber einen beschwerlichen Ein-gang hat. Am Hafen liegt die einzige Stadt der Insel, Wilhelmstadt. Sie ist der Sitz desGouverneurs, unter dem auch die benachbarten kleinen Inseln Aruba, Buen-Ayre und dieAvcsgruppe stehen, gutgebaut und voll von Waarenspeichern. Außer ihr gibt es nur wenigeDörfer und Pflanzungen auf der Insel. C. wurde 1527 von den Spaniern besetzt, 1634von den Holländern erobert und im westfälischen Frieden ihnen abgetreten. Nachdem dieEngländer schon 1894 einen vergeblichen Angriff aus die Insel gemacht hatten, wurde sie189? von ihnen erobert, aber in Folge des nach dem pariser Frieden zwischen England unddem Königreiche der Niederlande geschloffenen Vertrags zurückgegeben.
Curatel, s. Vormundschaft.
Curiatier, s. Horacher.