Druckschrift 
3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
Seite
740
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74" Cutlen Gulloden

die Benutzung seiner Werke ist dasUr»,n;>tn<>rinm n;,erum »uctore Vom. ^Ibunensi"(2 Bde., Neap. > 76:;, Fol.). Seine.^liiiinnlversioius et »bservntiones", ein Schatz vongelehrten Winken und Ausführungen, wurden durch Uhl (Halle 1737, -I.) neu aufgelegt.Seine aus zwei Ehen nachgelassenen Kinder haben durch Sittenlosigkeit eine Art Berühmt-heit erlangt. Vgl. Spangcnbcrg,C. und seine Zeitgenossen" (Lpz. > 822).

Cullen (William), einer der berühmtesten brit. Ärzte, der sich vornehmlich um diePathologie tmd Pharmakologie hohe Verdienste erwarb, geb. von armen Altern >712 ineinem Dorfe der schot. Grafschaft Lanark, lernte bei einem seiner Verwandten in Glasgowals Wundarzt und ward, nachdem er seine Lehrzeit überstanden, auf einem Handelsschiffeder Ostindischen Compagnie angestellt. Später ging er in seine Heimat und lebte als Land-wundarzt in großer Dürftigkeit, fortwährend aber nach höherer Ausbildung strebend. GleicheVerhältnisse und gleiche Neigungen befreundeten ihn hier mit dem nachmals so berühmtenAnatomen Hunter. Um in Edinburg medicinischc Vorlesungen hören zu können, vereintensich Beide dahin, daß abwechselnd Einer sich in'Edinburg aufhalten und auf gemeinschaft-liche Kosten studiren solle, während der Andere daheim die gemeinschaftliche Praxis besorge.Hunter traf das Loos zuerst, die Universität zu besuchen, doch statt nach Edinburg zu gehen,ging er nach London, fand dort bei einem Anatomen als Famulus Aufnahme und kehrtenicht wieder. Jetzt verließ auch C. die Heimat, wendete sich nach Edinburg und erhielt zuerstdurch den Herzog von Argyle, dann durch den Herzog von Hamilton wohlwollende Unter-stützung in seinen Studien. Nachdem er den Letzter» von einer schweren Krankheit befreithatte, ward er auf dessen Empfehlung 1736 als Professor der Chemie in Glasgow angc-stellt. Durch die anziehende Weise seines Vortrags, besonders seitdem ihm >751 der Lehr-stuhl der Arzneikunst anvertraut worden war, brachte er sehr bald die Universität in hohenRuf. Dies gab die Veranlassung, daß er l 75,6 nach Edinburg berufen wurde, wo er l 766den Lehrstuhl der praktischen Medicin übernahm und später zum ersten Arzte des Königsvon England für Schottland ernannt wurde. Er starb am 6. Febr. 1790, nachdem seineBestrebungen allgemeine Anerkennung gefunden hatten. Im Umgänge war er höchst lie-benswürdig, namentlich war seine Unterhaltung durch natürlichen Witz gewürzt. In seinemelastischen Werke,,1'reatise ok tbe muteri-, meclioa" (2 Bde., Lond. 1789, 3.; deutsch vonSam. Hahncmann, Lpz. 1790, und Consbruch, Lp;. 1790) verbannte er unzählige Jrr-thümer aus der Pharmakologie. Sein Hauptwerkbürst linos <>stim zn-notice nt püzsio"(3 Bde., Edinb. 1789; neueste Aust., 3 Bde., Lond. 1816) wurde ins Spanische, Portu-giesische, FkSnMsche, Italienische und Deutsche (3 Bde., Lpz. 1800) übersetzt. Unter seinenübrigen Werken erwähnen t^lr' die ,,8)iin;>si8 »nrnlogiae »>etli«<iicile" (2 Bde., Edinb.1772,3., und öfter; deutsch, Lpz. 1786) und bieUbv sinInA)-" (Edinb. 1785). Nach seinemTode erschienenidlnsnInM »r s^steinatic arrangement nt tlisoases" (Lond. 1800) undTire billinburgb practice ntpbz-sic snrFerz- an,I müluiterz" (5 Bde., Lond. 1805). EineGesammtausgabe seiner Werke besorgte 1827 Thomson, der auch einAccount »k tke lite,Isctures snck vvritings nt Will. <7." (2 Bde., Edinb. 1832) herausgab.

Cullöden, ein Ort in der schot. Grafschaft Nairn, bei Jnverneß, erhielt historischeMerkwürdigkeit durch die Schlacht am 27. Apr. 1736, welche die Hoffnungen des vertrie-benen Geschlechts der Stuarts, den Thron von England wieder cinzunehmen, vernichtete.Der Sohn Jakob's III., Karl Edu ard (s. d.), hatte auf seinem abenteuerlichen Zuge seit1735 sich mit abwechielndem Glücke gegen die Engländer behauptet, ja er war einmal schonbis 20 deutsche Meilen von London vorgcdrungen. Durch das Zusammenwirken ungünsti-ger Umstände zur Rückkehr nach Schottland gcnöthigt, schien ihm hier das Glück wiederlächeln zu wollen. Er schlug die Engländer bei Falkirk; doch der Herzog von Cumber-laub (s.d.), dem das Commando anvertraut worden war, endete die ganze Unternehmungdurch die;e Alles^enkscheidende Schlacht bei C. Hungrig und müde gingen die TruppenEduard s in die Schlacht, doch fochten sie müthig, bis die ungestüme Tapferkeit der Berg-jchotten vor der wohlbedienten Artillerie des königlichen Heers zurückwich und eine allgemeineFlucht begann.- Eduard entkam glücklich; seine Anhänger traf die Rache der Sieger; dieangciehcnsten starben auf dem Blutgerüste, und die Gegenden, welche der Herd des Auf-stands gewesen waren, wurden verwüstet. Um ähnlichen Begebenheiten vorzubcugen,