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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
Seite
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einigen zuerst unter seinen Landsleuten; es fehlte ihm weder an Talent noch an Kenntnissen,besonders hatte er eine große Leichtigkeit in der Behandlung der Sprache und des Versbaus,wodurch er wol zu allzuschnellem und vielartigem, und dahersehr ungleichem Arbeiten verleitetwurde; dazu kam noch, daß seine Blütezeit in die Übergangsperiode von dem altnationaicnzum modern-klassischen Stile fiel, waS seinen Werken einen schwankenden Charakter gab, wie-wol er sich noch mehr zum alten Nativnalstil hinneigte. Von seinen Arbeiten erwähnen wir dieOkras" (Sevilla 1582), enthaltend lyrische Gedichte, Sonette, Canzoncn, Elegien, Eklogenund dieTodtenklage der VcnuS um AdoniS" in Octavcn, im ital.-classischcn Stile;Oor<>koken lio romances kistorisles" (Sevilla 158788), zehn Bücher historischer Romanzen,von denen die meisten Gegenstände der altciassischcn Geschichte und Mythologie und nureinige wenige vaterländische Stoffe behandeln, daher zwar in stofflicher Hinsicht ohne In-tcreffe undEigenthümlichkeit, wol aber durch die Wahl und geschickte Behandlung der natio-nellen Form beachtenswerth;krimera parte 6 e las comellias 5 tragsllius" (Sevilla 158:?und 1588, 5.), vier Tragödien und zehn Komödien enthaltend, die sämmtlich in den I.1579 und 1580 zu Sevilla aufgefsthrt wurden, und so sehr sie auch in mehr als einer Be-ziehung nur noch unvollkommene Versuche eines zwar nicht unbedeutenden Talents, aberkeineswegs eineZ normgebenden Genius sind, ihm doch eine bleibende Stelle in der Ge-schichte der span. Poesie sicherten; undI,a coiuzuista cle ja Ijchioa" (Sevilla 1005), auchiy Fernande;' Sammlung span. Dichter (Bd. 15 und 15, Madr. 1795), ein Heldengedichtin 20 Gesängen und in Octaven, worin er die Eroberung Sevillas durch den König Ferdi-nand Ul. von Castilien besingt, das aber trotz der glücklichen Wahl des Gegenstandes unddes einfachen, im Ganzen gutangelcgten Plans so matt und prosaisch ausgeführt ist, daß essich nur stellenweise über den trockenen Ton einer Neimchronik erhebt,f Cujacius, eigentlich Jacq. deCujas, oder Cujcus, wie sein Vater sich nannte,

^ einer der ausgezeichnetsten Nechtslehrec des 16. Jahrh., gcb. 1522, war der Sohn einesGerbers zu Toulouse. Er studirte dirRechte und wurde l 555 als Lehrer derselben zu Caborsangestellt, schon im folgenden Jahre aber auf l'Hopital's Veranlassung in gleicher Eigen-schaft nach BourgeS, dem Hauptort deS LeibgedingeS der Margaretha von Valois, berufe»,um die käsige NechtSschule durch seine Gelehrsamkeit heben zu helfen. Im I. 1567 ging eran die NechtSschule zu Valcnce; doch kehrte er 1575 in Folge des unglücklichenKanipfes derParteien, die damals Frankreich zerrütteten, nach BourgeS zurück und wendete sich balddarauf, da er auch hier die Ruhe, welche er suchte, nicht fand, nach Paris, wo er ausnahms-weise die Erlaubniß erhielt, Rechtsvorträge zu halten. Seit 1577 lehrte er wieder »rBour-! ges, das er, obgleich ihm von Bologna aus die glänzcndsteristjGMäge gemacht wurde»,später nicht wieder verließ. Ec starb daselbst gm 5. Oct.'i 590. Seinen Ruf verdankt erl dem Zurückgehcn auf die Quellen des rüm? Rechts in ihren, ganzen Umfange und der classi-schen Art ihrer Benutzung. Indem er die röm. Gesetzbücher nach Handschriften, deren erselbst gegen 500 besaß, an unzähligen Stellen berichtigte und den ganzen Reichthum einergründlichen Gelehrsamkeit aufbot, um das Dunkle zu erklären, ward er der Stifter derl humanistischen Jurisprudenz, die seine geistreichen Vorträge in jenen Zeiten doppelt an-ziehend machten. Außerdem wurde die Bewunderung seiner Schüler, die sein Name ausallen Ländern Europas herbeizog, vermehrt durch die Theilnahme, die er ihren persönlichen! Schicksalen bewies, und durch eine Klugheit, die sich ebenso fern von theologischen Zänkereienhielt, als durch treue Anhänglichkeit an di» Sache Heinrich I V. Vertrauen cinflößen mußte.Zu seinen Eigenthümlichkeiten gehört eS, meist mit dem Bauche auf der Erde liegend zuarbeiten. In seinem Testamente hatte er verordnet, seine Bücher zu vereinzeln, damit nicht! der Misbrauch seiner Randnoten seinem Andenken schade, und durchaus verboten, sic an! Jesuiten zu verkaufen. Die von ihm selbst 1577 besorgte Ausgabe seiner Werke ist gut und

^ genau, aber unvollständig; ebenso enthält auch die von Colombct besorgte Ausgabe (Par.

i 1617 und 1635) nicht alle seine Schriften. Eine vollständige besorgte Fabrvt (l0 Bde.,

! Par. 1658, Fol.), die durch Alerillii Variante», Robert» vkrervationes und ein weitläufiges

Register vermehrt, zu Neapel, Venedig und zu Modena (l I Bde., 1758- 83, Fol.) nach-gedruckk, neuerdings zu Prato (13 Bde., 1836, 5.) wiederholt wurde. Sehr brauchbar für

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