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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
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734
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734 Cuba

Hauptstadt des bereits von China abhängigen wcsttibetischen Königreichs Labakh. Hier trafer mit dem unter der Maske eines Kaufmanns reisenden Engländer Moorcroft zusammen,durch dessen Verwendung er die Erlaubniß erhielt, in dem jedem Fremden mißtrauisch ver-schlossenen Hochlande zu verweilen, um die in Europa beinahe gar noch nicht bekannte tibe-tische Sprache, Literatur und Geschichte zu studiren. Er nahm ganz die Tracht, die Sittenund die Lebensweise der Eingeborenen an und wußte sich dadurch bei dem Lama von Zon-kar, in dessen Gebiete er sich mehre Jahre aufhielt, so in Gunst zu setzen, daß dieser ihm beiseinen Forschungen jeden möglichen Vorschub leistete. Nachdem er fünf Jahre in dem rauhenHochlande zugebracht, stieg, er über die schnee- und eisbedeckten Gipfel des Himalayagebirgsdurch das wilde Spitithal in das freundliche und anmuthige Thal hinab, welches der Sct-ledsch in seinem obern Laufe durchfirömt. In einem der von tibetan. Lamas bewohnten Klö-ster, zu Kanum auf dem nördlichen Ufer des Setledsch, verlebte er vier Jahre in tiefer Ab-geschiedenheit, um mit Hülfe der milden und duldsamen Bewohner seine Studien zu voll-enden. Im Nov. 1829 traf ihn hier der brit. Naturforscher I. Gerard, als derselbe von ei-nem vergeblichen Versuche, in Tibet einzudringen, zurückkehrte. Im Frühjahre 1831 begaber sich nach Kalkutta, um hier unter dem Beistände Wilson's seine Arbeiten über tibetischeSprache und Literatur herauszugeben, und es erschienen nun seinDictionary tilmtnn on»iei>AlisI>" (Kalk. 1833, 3.) und(xrsmmar ok tbe tibetan Ignj-uage" (Kalk. 1833, 3.).Auch gab er in den^gislic resLsrcbss" (Bd. 20) eine vollständige Übersicht des Inhaltsder gesammtcn heiligen Bücher der Tibetaner. Durch die Bemühung der Ostindischen Com-pagnie wurde ihm endlich die Erlaubniß ausgewirkt, in Lhassa, der Hauptstadt des tibeti-schen Reichs, seine Studien fortsetzenzu dürfen; dem Ziele seiner innigsten Wünsche somitnahegebracht, verließ er Kalkutta, erkrankte aber, noch ehe er das anglo-indische Gebiet ver-fassen hatte, und starb am >1. Apr. 1832.

Cuba, die größte der Antillen, die schönste Perle unter den Colonien, welche Spanienaus dem Schiffbruche seiner Macht noch gerettet hat, liegt zwischen dem MexikanischenMeere und dem alten Bahamakanal, vom 56°68° westl. L. und 19° 33'23° 12' nördl.B-, also in langgestreckter Form, deren größte Ausdehnung 156 M. und deren mittlereBreite 15 M. beträgt. Die äußersten Vorsprünge der über 500 M. ausgedehnten Küsten-linie sind im Westen das Cap San-Antonio, im Südostcn das Cap de Cruz und am weite-sten östlich das Cap Maisy. Die Straße von Zjucatan trennt die Insel vom mexican.Festlande und zwar der Halbinsel Pucatan, die von Florida von der gleichnamigen nord-amerik. Halbinsel und" 8er Windwardkanal von der Insel Haiti. Allen drei Landesthei-len liegt sie gleich nahe, und ihr schöner HastwHäväna an dem westlichen Theile der Nord-küste, wo sich mehre große Handelsstraßen vereinigen, ist als eine natürliche Niederlage fürVera-Cruz und NeuorleanS und als einer der besten Häfen Amerikas, einer der ersten Han-delsplätzecher Erde. Die meist flachen und mit trefflichen Häfen versehenen, an vielen Stel-len aber durch Klippen, Sandbänke und kleine Inseln schwer zugänglichen Küsten umschlie-ßen einen Flächeninhalt von 1989 IHM., welcher durch Hinzurechnung der südlichgelegenenFichteninsel (Pinos) und der übrigen zubehörigen kleinern Inseln auf 2100 OM. erhöhtwird. Zu den tiefsten Baien gehören die von Layua und Guantanamo, zu den bedeutendembenachbarten Inseln die Klippenreihe der Calvados und die Romanoinseln im Norden undim Süden Pinos und die Cayos de las dvce Lcguas. Das Innere der Insel wird im Westenvon einem Hügellande erfüllt, aus dem sich einzelne Berge zu ziemlich bedeutender Höhe er-heben, so namentlich der Pan de Matanzas (1182 F.), die Tetas de Managua, Mesade Mariel und Pan de Guayabon (2330 F.) und am weitesten westlich die Höhen derSierra de los Organes. Im Mittlern Theile nähern sich die höhern Ketten, wie die Sierra-Camarioea, die 2000 F. hohe Lomas de San-Juan u. a., mit dürren nackten Gipfeln derSüdküste und zeigen an beiden Abdachungen höhlenzerklüstete Wände eines dem Jurakalkähnlichen jüngern Kalkgebirge. Östlich der Ebene von Principe, der Centralstadt C.s, wirddas Terrain immer höher, und es beginnt mit der der Nordküste parallelen Sierra de Car-camessas das eigentliche Gebirgsland. Dieses erreicht seine Culminationspünkte in den Sicr-cen der Südküste zwischen Cap de Cruz und Maisy, welche in der Ordnung von West nachOst aus der Sierra de Targuino (8300 F.), der Sierra del Cobre (Kupferberge) und