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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
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728
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728 Cromwell

angezettelt, die 1655 durch ganz England ausbrechen sollte. C. erfuhr den Anschlag durchseine Spione, ließ Vorkehrungen treffen und benutzte diese Gelegenheit zu größerer'Skrenge.Er schickte mit Einwilligung des Staatsraths in die verschiedenen Districte der Republikelf Generalmajore, die mit Hülfe einer Landmiliz von den erkannten Royalisten einen Zehn-ten von deren Vermögen erheben mußten, um damit angeblich die Kosten zu decken, welchedie Bewachung der Partei verursachte. Schottland und Irland behandelte C. überdies ganzals eroberte Provinzen. Die Civilverwaltung Schottlands übertrug er einem aus Englän-dern gebildeten Staatsrath, und selbst in den Landesgcrichten saßen unter sieben Richternimmer vier Engländer; eine über das ganze Land vertheiltc Militairmacht von 10V00 M.war besonders bestimmt, die presbyterianischen Geistlichen >m Zaume zu halten. In Ir-land, das nach Zreton's Tode von Flctwood, der die Witwe des Elstern geheirathet hatte,dann von des Protcctors zweitem Sohne, Henry C., verwaltet wurde, ließ C. sogar die Güterder schuldigen Royalisten und Katholiken einziehen und als Entschädigung für rückständigenSold unter die Truppen vertheilen; auch hatte er Befehl gegeben, die eingeborenen Irlän-der auf die Provinz Connaught zu beschränken, was jedoch unausführbar war. Der Pro-tector hatte so die Ruhe hergestcllt und den Nachdruck seiner mehr als königlichen Macht ge-zeigt; er versuchte deshalb ein zweites Parlament zusammenzurufcn und hoffte, daß sichdasselbe williger zeigen würde. Die Wahlen waren auch im Allgemeinen günstig ausgefal-len, und als das Parlament im Scpt. 1656 eröffnet ward, brauchte er noch die Vorsicht,durch ausgestellte Wachen allen Denen de» Eintritt zu verwehren, die als seine entschiedenenGegner galten. Das Parlament erklärte zuerst die Ansprüche der Stuarts für nichtig undjeden Anschlag auf das Leben und die Würde des Protcctors für Hochverrath; dann bericthcs die Rcgierungsform und trug, mit allerdings guten Gründen unterstützt, dem Protectordie Krone an. C. gerieth durch diesen Beschluß mit sich in den größten Zwiespalt; er bat sichBedenkzeit aus. Auf der einen Seite verlockte ihn der Ehrgeiz und das Bewußtsein seinesVerdienstes zur Annahme dieses Geschenks, auf der andern schreckten ihn der Haß der Re-publikaner und seine eigenen Grundsätze, mit denen er die Umstürzung des Throns bei sichund Andern gerechtfertigt, zurück; auch sein Schwiegersohn Flctwood, seine älteste Tochter,sein Schwager Dcsborough mahnten ihn ab und sagten ihm, daß sie ihn dann nicht mehrals Familicnhaupt anerkennen würden. Nach einem langen, peinlichen Kampfe schlug end-lich C. die Krone aus in einer langen dunklen Rede, die davon zeugt, was es ihm gekostetbaben mag. Das Parlament entwarf hierauf eine neue Verfassungsurkunde, die es am 25.Mai dem Protector übergab. Seine Gewalt wurde in derselben geregelt. Er erhielt dasRecht auf Ernennung seine? Nachfolgers und ein festes Budget für die Staatsausgabcn;das Recht der unbedingten Gesetzgebung und die willkürliche Ausschließung der Parlaments-glieder wurden ihm dafür genommen. Auch stellte die Verfassung das Oberhaus wieder her,aber nur um als Gerichtshof für die ans Parlament gewiesenen Processe zu dienen. Übcr-kaes wurde die Religionsfreiheit, mit Ausnahme des Katholicismus und der bischöfliche»Kirche, die man als gotteslästerlich bczeichnete, bestätigt. C. beschwor am 26.Juni diese neueVerfassung feierlich und hielt erst jetzt seine Gewalt für gesetzlich begründet. Er rief nun sei-nen ältesten Sohn, Richard, an den Hof, um ihn in die Staatsgcschäftc cinzuweihcn, vcr-heirathete seine beiden unverehelichten Töchter an einen Enkel des Grafen von Warwick undan den Discount Fauconberg und suchte den Adel für sich zu gewinnen, der sich aber entfernthielt und selbst nicht in dem neuen Obcrhausc, das der Protector zu ernennen hatte, sitzenwollte. Wie wenig freiwillig dessenungeachtet die Macht C.'s begründet war, trat bei der Ver-sammlung des Parlaments am 26. Jan. 1658 hervor. Der Protector hatte diesmal keineWachen an die Thüren gestellt, und dieser Umstand, sowie die Versetzung vieler seiner An-hänger ins neue Oberhaus, brachte eine Majorität zuwege, die gegen ihn auftrat und dieGesetzlichkeit seiner Macht aufs neue in Zweifel zog. Er löste das Parlament am 4. Febr.gegen den Rath seiner nächsten Umgebung in einer heftigen Rede auf, indem er die Mitgliederder Undankbarkeit für die Wohlthaten zieh, die er dem Staate durch seine Dienste erwiesen.Das Parlament ging unzufrieden auseinander und fachte den Haß gegen den Tyrannen,wie man C. hieß, in den Provinzen an. Es wurde bald eine royalistische Verschwörung ent-deckt und bestraft) die Republikaner klagten den Protector als den Unterdrücker der Freiheit