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Wahlrecht jedoch knüpfte sich an eine Einnahme von 2» Pf. St. Überdies wurde ein Staats-rath von2l Gliedern, die C. fast selbständig wählte, hergestellt, mit dessen Zuziehung derProtector während der Zeit, wo das Parlament nicht versammelt, Gesetze geben konnte, diekeiner Bestätigung bedurften. Die Militairmacht, der Hebel C.'s, wurde auf 2000V M.Fußvolk und l 0000 Reiter gesetzt und durste nur mit des Protektors Einwilligung verringertwerden. Nach dieser Befestigung seiner Stellung begann C. alle Kraft und Größe seinesGeistes der auswärtigen Politik zuzuwenden und England wiederum die Macht und dasAnsehen zu verschaffen, die es unter den beiden letzten Königen verloren hatte. Die Grund-sätze, die er dabei verfolgte, waren der alten Cabinetspolitik ganz entgegen und setzten diefremden Gewalthaber in Erstaunen. Dian kann sagen, daß der Protestantismus das Prin-cip seines Handelns wurde, und daß er dadurch nicht allein auf das künftige Schicksal Eng-lands sondern auf die Gestaltung der europ. Welt den entschiedensten Einfluß geübt hat.Er erklärte sich für den Feind des Papstes, den er gleich Luther den Antichrist nannte, undfür den Beschützer des Protestantismus in allen Ländern und unter allen Völkern. EinBündniß mit Schweden war davon die erste Folge. Dann zwang er 1655 den Herzog vonSavoyen, die grausame Verfolgung der Piemonteser einzustellen und bewirkte, daß die Huge-notten in Frankreich menschlicher behandelt wurden, obschon er selbst die Katholiken bedrückte.Der röm. Propaganda wollte er ein ähnliches großartiges Missionemstitut, cntgcgenstellen,um die Völker der Erde im Protestantismus zu vereinigen; allein cs kam nicht zu Stande.Der Krieg mit den Niederlanden, den C. bei seiner Erhebung zum Protector vorgefunden,legte er auf die für England ehrenvollste Weise bei, und am 15. Apr. 165! wurde sogarzwischen diesen beiden protestantischen Republiken ein Defensivbündniß geschlossen. In Folgeseiner protestantischen Politik fing er hierauf einen Krieg mit Spanien an, dem Lande, dasdurch die Schrecken der Inquisition und durch seine blinde Ergebenheit gegen den päpstlichenStuhl die protestantischen Staaten mit Haß und Abscheu erfüllte. Im Z. 1655 rüsteteer zwei Flotten aus, von denen die eine unter B l a k e (s. d.) im Mittelmcerc erschien und anallen Küsten Schrecken verbreitete, besonders aber den Papst in große Angst versetzte; die an-dere wurde nach Westindien geschickt, wo sie in Folge der Unfähigkeit ihres Admirals nichtsthat, als Jamaica besetzte. Die Spanier nahmen hierauf in ihremBereiche alle engl. Schiffeund Maaren weg, was Blake 1656 mit der Wegnahme des größten Theils der span. Sil-berflotte an der portug. Küste rächte, und im folgenden Jahre mit der Wegnahme derselbenFlotte im Hafen von Santa-Cruz.
Indessen hinderte C. die innere Lage und das Parteigetriebe in England immer noch,seine großartige Politik nach außen im vollen Um fange ^zu Herfzstam. Er suchte zwar dieÄmter der Republik mit tüchtigen u>;d..xMichen Männern zu besetzen und in der Verwal-tung eine nie dagewesene Ordnung einzuführen; allein die strengen Republikaner konntenihm seine Erhebung durch das Heer nicht vergeben, den Presbyterianern war die vollste Ge-wissensfreiheit ein Greuel, und die Royalisten dachten fortwährend an die Restauration derStuarts. Selbst das Heer war mit C. nicht ganz zufrieden; denn obschon er den Sold derTruppen erhöht hatte und regelmäßig auszahlte, so fanden doch die eifrigsten IndependentenAnstoß, daß ihr früherer Meister nach seiner Erhebung den Fanatismus aufgegeben undeine mildere Ansicht in religiösen Dingen verfolgt hakte. C. war deshalb genöthigt, eineSäuberung des Heers vorzunehmen, das er als Stütze nicht entbehren konnte. Um seine Ge-walt gesetzlicher zu begründen, rief er am 3. Dec. 1654, dem Jahrestage der Schlachten vonDunbar und Worcester, ein frrigewähltes Parlament zusammen, ein Schritt, den er für ge-fährlich hielt und worin er sich auch nicht täuschte. .Das Parlament begann seine Arbeitendamit, daß es die Gesetzlichkeit der Gewalt des Pcotectors und selbst dessen Persönlichkeit rück-sichtslos untersuchte. Wiewol C. die Mitglieder aufmerksam machte, daß sie durch und imNamen dieser bezweifelten Gewalt beisammen wären und hiermit schon das Protectorat an-erkannt hätten, wiewol er sie ferner zur Unterzeichnung einer darauf bezüglichen Acte durchBesetzung der Thüren des Sitzungshauses zwang, so gaben sie doch ihre Opposition nichtauf, sodaß C. sich endlich genöthigt sah, die widerspenstige Versammlung aufzulösen, ohnedie gesetzlichen fünf Monate ganz ablaufen zu lassen. Die Royalisten hatten durch dieseVorgänge Muth erhalten und unter Beihülse des Prinzen von Wales eine Verschwörung