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vtn man OolnndLrüle', j,urge nannte, blieben die Independenten mit C. an der Spitzedie einzigen Machthaber des Staats. Am folgenden Tage wurde C. für die Rettung desStaats ein feierlicher Dank votirt und die Foderung des Heers anerkannt. Die Bill kamso wieder in Kraft, und jeder Einzelne mußte sie unterschreiben; aus dem Heere aber tauch-ten mit einer Menge ausschweifender Verfassungsentwürfe die Foderungcn um Anklage desKönigs und der Beginn des Proceffes empor. C. benahm sich anfänglich gegen dieses allge-meine Verlangen abwehrend; erst als ihm, wie er meinte, der Herr selbst im Gebete einZeichen gegeben hatte, daß dieser Schritt gerecht sei, leitete er in beiden Häusern den Proccßein; eS wurde ein Gerichtshof ernannt, der gegen den König das Todesurtheil aussprach,das auch am 30.Zan. 1649 in Vollziehung kam. (S. Karl I. von England.)
Die republikanische Verfassung wurde nun ausgesprochen und nach C-'s Einstusseund Willen vollendet. DaS Parlament, in welches jetzt die früher Ausgcstoßenen wiedereintraten, erhielt die unumschränkte gesetzgebende Gewalt; das Oberhaus wurde aufge-hoben, aber ein Vollzichungsrath von 38 Mitgliedern eingesetzt. Diese Regierung warindessen in der schwierigsten Lage, und dies wahrscheinlich nicht ohne C-'s Berechnung;ein mächtiges Heer und unzählige religiöse, jetzt frcigcwordene Sekten hinderten jede Einheitder Maßregeln und mußten bald zu neuen Umwälzungen führen; nur C. behielt seine Sicher-heit und Ruhe und hatte jetzt schon unzweifelhaft sein Auge auf die höchste Gewalt gerichtet.Dem königlichen Statthalter, Marquis Ormond, war es gelungen, Irland gegen die Re-publik zu empören, und inmitten dieser drohenden Gefahren suchte C. mit List und verstellterBescheidenheit den Oberbefehl über das Heer zu erlangen, den er bisher, wenigstens schein-bar, hatte thcilcn müssen. Er rüstete mit seiner gewöhnlichen Kraft ein Corps von 12000 M.aus und schickte 4000 M. anderer Truppen voraus, welche Dublin, die einzige der Republikverbliebene Stadt, entsetzen sollten. Dieses kleine Corps operirte so glücklich, daß, als er mitdem ungcschwächtcn Heere selbst ankam, ihm nur die Eroberung der festen Plätze übrig blieb.Er griff zuerst das Dublin zunächst gelegene Tredah an, nahm es und ließ, um ein ab-schreckendes Beispiel zu geben, die ganze Mannschaft über die Klinge springen. Alle festePlätze öffneten nun ihre Thore, und gegen 40000 Irländer verließen die Insel. Unterdessenhatten aber auch die der republikanischen Verfassung abgeneigten Schotten den Sohn desHingerichteten Königs, Karl's II. (s. d.), zurückgerufen und ihn unter Beschränkungen aufden Thron gesetzt. DaS Parlament ertheilte C. den Auftrag, mit einer Armee in Schott-land die Republik herzustellen, nachdem er vorher in Folge des Rücktritts Fairfax's zumOberanführer sämmtlicher republikanischer Streitkräfte ernannt worden war. C. übergabdie Regierung Irlands seinem Schwiegersöhne Zreton und rückte im Sommer 1650 mit16000 M. in Schottland ein; doch vergebens suchte er die Schotten, die sich unter Lesleyzwischen Leich und Edinburg verschanzt hatten, zu einer entscheidenden Schlacht zu bringen.Der kleine Krieg, der sich nun entspann, war aber seinem Heere so gefährlich, daß er schon imBegriffe stand, zur See den Rückzug anzutretcn, als sich der schott. General durch das Drängender Geistlichen am 3. Sept. in der Nähe von Dunbar zu einem Treffen verleiten ließ. Nacheiner Stunde hatte er mit seinem geübten Heere über die Schotten den vollständigsten Sieg er-rungen. Eine Krankheit hinderte ihn indessen, den Vortheil weiter zu verfolgen. Mit dem Früh-jahre 1651 begann der Kampf aufs neue. Die Schotten standen unter der Anführung ihresjungen Königs in einem befestigten Lager bei Stirling. C. fiel ihnen in den Rücken, schnittsie vom Innern des Landes ab und zwang den König zu dem verzweifelten Entschlüsse, inEngland selbst einzufallen, um sein Heer durch den Adel und die Trümmer des Royalismuszu verstärken. Allein es stellte sich Niemand, und C., der Schottland zur Ruhe gebracht undden General Mack mit 7000 M. zurückgelassen hatte, eilte dem König nach und schlug dasHeer desselben am 3. Sept., dem Jahrestage der Schlacht von Dunbar, bei Worcester soentschieden, daß Karl II. nur mit Mühe nach Frankreich entkommen konnte. Nach diesenunerhörten Siegen wurde C. in London mit fast königlichen Ehren empfangen; das Par-lament belohnte ihn mit vielen Ländereien und das Volk schrieb seine Erfolge einem Bundemit dem Teufel zu, während er dieselben ein Werk der krönenden Gnade nannte. Zugleichbrach aber auch die Eifersucht und der Argwohn des Parlaments gegen den unwiderstehli-chen und überlegenen Feldherr« aus. Das Bestehen des neuen Staats war ganz von ihm