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alten Weisheit sind die Pelasger, ein Stamm mit herrschenden Priestern. Aber auf Grie-chenlands Boden gediehen nicht abgeschlossene Priestereinrichtungcn. Die Hellenen vertrie-ben die Pelasger. Nach dem Erlöschen der alten Geschlechter wurde das Hellenische immermehr abgewandt vom Morgenländischen, wurde Heller, aber inhaltleerer. Die Pricsterge-schlechter hatten sich kastenmäßig zusammengezogen, und was von alter bedeutungsvollerPoesie noch übrig war, fand sich in die Mysterien zusammenKedrängt. Bei Homer und He-siod finden sich deutliche Spuren, daß sie ältere Begriffe und Überlieferungen selbst schon mis-verstanden, doch bei Beiden auch Beweise, daß sie in der alten Theologie nicht unwissend waren.In einer Hähern Offenbarung müssen wir demnach den ersten Keim der Hähern Lehren solcherArt suchen und das scheinbar Gelöste zu diesem Ürzusammenhange hinaufdeutend bei ähn-lichen Sinnbildern und Allegorien auf eine gleiche Uransicht schließen. Durch die von C.hier ausgesprochenen und durchgeführten Ansichten wurde ein lebhafter Kampf erregt undnamentlich trat ihm zuerst G. Hermann, heftiger aber I. H. Voß entgegen, jener in den„Briefen über Homer und Hesiod, vorzüglich über die Theogonie" (Heidelb. 18 > 8), dann ineinem Briefe an C. „Über das Wesen und die Behandlung der Mythologie" (Lpz. 1819),dieser in der „Antisymbolik" (Stuttg. 1824—2»), zuletzt auch Lobeck im „Aglaophamus",um die Masse von geringern Streitschriften hier zu übergehen. Sein zweites Hauptwerk istdie Ausgabe von Plotin's „Opera ninnia" (3 Bde., Oxf. 1833, 4.). Von seinen übrigensehr zahlreichen Schriften und Monographien, in denen uns das Alterthum nach verschie-denen Richtungen hin aufgeschlossen wird, erwähnen wir „Historische Kunst der Griechen"(Heidelb. 1806), „Dionysius ?s» commentat. <Ie reruin baecbicaruin orpliicanimcpie oii-xinibus et causis" (2 Bde., Heidelb. >808), „Abriß der röm. Antiquitäten" (Lpz. und Darmst.1824; 2. Aust., 1829), „Ein altathen. Gefäß mit Malerei und Inschrift" (Darmst. 1832),„Zur Geschichte altröm. Cultur am Oberrhein und Neckar" (Lpz. und Darmst. 1833), „ZurGemmenkunde" (Darmst. 1834), „Zur räm. Geschichte und Alterthumskunde" (Darmst.1836), auch franz. übersetzt in den „Uemoires cie i'institut ro^al" (Bd. 1 4, Abth. 2, Par.1840), „Das Mithreum von Neuenheim" (Heidelb. 1838) und „Zur Galerie der alte»Dramatiker, Auswahl alter unedirter griech. Thongefäße der karlsruher Sammlung"(Heiderb. 1839).
Crevenna (Pietro Antonio), gewöhnlich Bolongaro Crevenna genannt, Bi-bliograph, geb. um die Mitte des 18. Jahrh. zu Mailand, verdankte seinem Stiefvater, Bo-longaro, ein beträchtliches Vermögen und lebte meist in Holland, das er erst gegen das Endeseines Lebens verließ. Er starb zu Rom am 8. Oct. 1792. Literargeschichtliche Forschun-gen füllten seine von einem großen Handelsgeschäfte freien Stunden uird wurden ihm An-laß, sich eine auserlesene Büchersammlung anzuschaffen. Durch die gelehrten Nachrichten,die er über seine Bibliothek bekannt machte, haben die Werke, die zu ihr gehörten, bei denLiebhabern Werth und diese Verzeichnisse selbst bibliographische Autorität erlangt. Sein„Oatslogue rsisoone 6s la cnllection <Ies livres Os VI. 0." (6 Bde., Amst. 17 76, 4.) ent-hält genaue Beschreibungen von Jncunabcln, Cvllationen seltener Bücher und zum ersten Malegedruckte Briefe mehrer Gelehrten des 17. und 18. Jahrh. Um jedoch die Bedcutenheit derBibliothek C-'s kennen zu lernen, muß man ihn mit dem „Oatalngue <lss livres «lela biblio-tbequs cls U. 0." (6 Bde., Amst. 17 89) vergleichen, der durch beigedruckte Preise und durchneue, sehr gehaltreiche Noten eigenthümlichen Werth hat. Im I. 1790 ließ er den größtenThcil seiner Bibliothek versteigern; was ihm nachgeblieben war, ist in dem „Oatslogus OeIn bibliotköque <Ie 5s,I 31. o." (Amst. 1793) verzeichnet.
Crillon, die bis in die neueste Zeit geschichtlich berühmte Familie, ist ein Zweig desalten Piemont. Geschlechts Balbes, das sich im >3. Jahrh. nach Frankreich verpflanzte.LouisdeBerton desBalbesdeC., genannt K>e brave, der ritterliche Held seiner Zeit,erhielt die unbedeutende, von seinem Großvater erworbene Besitzung Crillon im frühemVenaissin (Departement Vaucluse), führte deren Namen und brachte denselben in der Folgezu so hohen Ehren, daß ihn die ganze Familie sich beilegte. C. war 1541 zu Murs in derProvence geboren und ward, weil er fünf ältere Brüder besaß, in der Wiege für den Mal-teserorden bestimmt. In seiner Jugend zeichnete er sich, gegen die Gewohnheit des damali-gen Adels, auf der Schule zu Avignon durch Lernbcgicrde und wissenschaftlichen Fleiß aus,