Carasfa
Caravaggio (Michel Angelo da)
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angenehme und eigene Melodie, gefallt sich aber nur zu sehr in der Nachahmung Nossini'S.Unter seinen Opern hat „Oubriele <le Verx)" und „I^c violette", in welcher er sich mehrdem franz. Geschmacke annähert, am meisten Beifall gefunden.
Cnraffa, ein sehr ausgebrcitetes neapolit. Geschlecht, welches unter seinen Gliedernauch einen Papst, Paul IV., geb. 1476, gest. 1559, zählt. Unter den Cardinälen aus diesemHause ist Olivicre C. zu erwähnen, der Besitzer des Palastes Braschi (ehemals Orsini),der die berühmte Pasquinsstatue wiederauftichten ließ. Aus derselben Familie stammt« deröstr. Feldmarschall Anton C., der 1665 zuerst in östr. Dienste trat, dem Feldzuge in Un-garn gegen die Türken beiwohnte und vom Kaiser Leopold 1., während der BelagerungWiens durch die Türken, an den König von Polen Johann Sobieski gesendet wurde, umseine Hülfe für den Kaiser in Anspruch zu nehmen. Nachdem Wien entsetzt worden war,focht er wieder in Ungarn gegen die Türken, eroberte 1685 Eperics, >687 Belgrad und starbzu Wien am 6. März 1693. Als Vorstand des Kriegsgerichts zu Eperies machte er sich we-gen seiner Strenge in Ungarn allgemein verhaßt. (S. Tököly.) — KarlMariaC., Her-zog von Nocella, gest. 1695, gab die ausführlichsten Tafem zu Sonnenuhren in einem sehrgroßen Formate unter dem Titel „1öxe,»j>lar Korologiorum solsrimn" (1686) heraus.
Caräman (Jos. Franc., Graf von), s. Chim ay (Prinz von).
Carascösa (Michele, Baron), ein in die neuere Geschichte Neapels vielfach ver-flochtener Mann, geb. in Sicilicn, verdankte seine Erhebung ganz sich selbst. Als KönigFerdinand wegen des Vordringens der franz. Heere sich nach Sicilien begab, wendete sichC. der republikanischen Partei zu, die 1798 nach des Generals Mack Niederlage in Neapeldie Parthenopcische Republik proclamirte. Dennoch entging er, als sich bald nachher dieköniglich Gesinnten wieder der Hauptstadt bemächtigten, der fast ckllgcmeinen Äcktung allerAnhänger und Beamten der republikanischen Regierung, die in der Kapitulation des Ca-stello d'Uovo mitbegriffen gewesen. Nach dem Einrücken der Franzosen in Neapel im I.
1866 wurde er Bataillonschef im ersten von Joseph Napoleon errichteten Linieninfanterie-regimente, unter dessen Fahne er in Spanien sich auszeichnete. Nach seiner Rückkehr erhobchn Joachim Murat von einem Militairgrade zum andern. Im I 1814 befehligte er eineTruppendivision, die mit den Östreichern gegen die Franzosen im Felde stand. Gegen dieOstreicher führteer 1815 eine Division des neapolit. Heers und Unterzeichnete dann nebstandern neapolit. Generalen die Militairconvention von Casalanza, vermöge deren die nea-polit. Armee die Waffen niederlcgte. Jm J. 1826, als die Jnsurrection in einem Theiledes neapolit. Militairs ausbrach, befehligte er als Kriegsminister den zur Dämpfung desAufstandes bestimmten Theil der Truppen und rückte damit bis an die Grenze der Terra diLavoro vor; da er aber fortwährend zögerte, die Gegner anzugreisen, so brach auch unterseinen Truppen die Jnsurrection aus. Nachdem er hierauf selbst der Revolution beigetreten,erhielt er bei der Invasion der Östreicher ein bedeutendes Commando, mit welchem er dieStraße von Terracina nach Neapel decken sollte, wurde aber von den über Sulmona vor-dringenden Östreichern umgangen und sein Corps zerstreut. Als einer der Hauptbcgünsti-ger der Revolution flüchtete er nach deren Unterdrückung nach Spanien und wurde in cnn-tumsciam zum Tode verurtheilt. Später ging er nach England, wo er mit seinem früher»Waffengefährtcn, dem General Pepc, sich überwarf und duellirte. Seine „blemoires snrIn rövolutinn clu ro^-mme cle cm 1826" (Lond. 1823) sind nicht ohne Werth.
Caravaggio (Michel Angelo Amerighi odcr M erigi, genannt Michel Angeloda), ein berühmter Maler, geb. 1569 zu Caravaggio im Mailändischen, war anfangsMaurergeselle, fand aber bald Gelegenheit, seiner Neigung zur Malerei zu folgen. Er bibdete sich in Mailand und in Venedig, vornehmlich nach den Werken der großen Meister dervenetian. Schule und ging dann nach Nom. Hier trat er in Opposition mit jener conven-tionellen, oberflächlich idealen Richtung der Malerei, welche in der zweiten Hälfte des 16.Jahrh. vorherrschte und welche in Nom vornehmlich durch Giuseppe Cesari vertreten ward.Sein Streben ging auf gewaltsam leidenschaftliche Darstellung, aus mächtig ergreifendeWahrheit in Form und Ausdruck. Nicht auf die Läuterung, auf die Erhebung und Ver-söhnung des Gemüths kam es ihm an; er wollte nur das düstere Gefühl das sein eigene»