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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
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192 Caracas Caraeci

kcit, die seine Regierung schänden. Diese trat er nach des Vaters Tode 211 mit seinem ;Bruder P. Septimius Antoninus Geta gemeinschaftlich an, wie sie Beide von jenem zu Mit-regcntcn angenommen worden waren. Aber schon zu Anfänge des I. 212, nachdem sie aus !Britannien, wohin sie den Vater begleitet und wo C. diesem selbst nachdem Leben getrachtethatte, zurückgekehrt waren, ließ er den Geta, mit welchem er von Jugend auf in Zwietrachtlebte, in den Armen seiner Mutter Julia Domna ermorden. Durch reiche Geschenke bewoger die Prätorianer, den Mord zu billigen und ihn als Kaiser anzucrkennen, worauf er furcht-bar gegen Alle, die mit Geta in irgend einer Gemeinschaft gestanden hatten, wüthete; anzwanzigtausend Menschen wurden als Anhänger des Geta ermordet, unter ihnen der großeJurist Papinianus (s. d.). Endlose Bedrückungen und Räubereien mußten ihm dieMittel liefern, seiner Verschwendungslust zu genügen und seine Soldaten zu befriedigen;deshalb gab er auch durch eine berühmt gewordene Constitution allen freien Nichtbürgern,die vorzüglich in den Provinzen die Mehrzahl ausmachten, das Bürgerrecht, um von ihnendieselben Abgaben, namentlich von Freilassungen und Erbschaften, zu erhalten, welche dieBürger zahlen mußten. Aber auch seine Kriegszügc, aufdenen er bald den macedonischenAlexander, bald den Sulla nachahmcn wollte, benutzte er dazu, die Provinzen, die von der ,Tyrannei früherer Kaiser noch ziemlich verschont geblieben waren, zu bedrücken und auszu-saugen. Zuerst ging er über den Rhein gegen die Kalten und Alemannen, kehrte aberbald zurück, ohne etwas ausgerichtct zu haben; hierauf griff er in Dacicn die Geten ohneErfolg an und ging dann nach Asien, wo er bei Jlium den Achilles durch Opfer und Spielestierte. Hinterlistig beraubte er den König des kleinen Staats Edessa, einen Bundesgenossender Römer, der Herrschaft; auch hielt erden König von Armenien gefangen, wagte es abernicht, dessen Land anzugreifen. In Alexandria versammelte er die waffenfähigen Bürger,ließ sie von seinen Soldaten umringen und niederhaucn, angeblich um sich wegen Spöttereien, ,die die Alexandriner sich gegen ihn erlaubt hatten, zu rächen. Dann fiel er verwüstend indas Land der Parther ein, bevor diese, deren König Artobanus IV. von ihm getäuscht wordenwar, sich gerüstet hatten. Im folgenden Jahre (217) wollte er den Zug wiederholen, aberauf dem Weg zwischen Edessa und Carrä ward er auf Anstiften des Präfecten der Präto-rianer, Macrinus, der erfahren hatte, daß sein eigenes Leben von C. bedroht sei, ermordet.Aus Furcht vor den Soldaten, die ihm geneigt waren, ward auch er unter die Götter versetzt.Unter den Bauten, die er in Nom errichtete, sind besonders die Thermen (Hiermae ^ntoni-n'miE «en (lsracallse) unweit der Porta Capena berühmt, deren Überreste jetzt zu denprächtigsten Ruinen NomS gehören.

Caracas, oder Caraccas, eigentlich 8an-äsgo cke I^eon lle (iursccss, die Haupt;stadt des südamerik. Freistaats Venezuela, liegt 15 M. vom Meere entfernt, am FlusseGuayra, etwa 2760 F. über der Meersfläche am Fuße des 8000 F. hohen Sillagebirgs,in einem reizenden Thale. Durch ein Erdbeben am 26. März 1812, wobei gegen 14000Menschen umgekommen sein sollen, ward die Stadt fast ganz zerstört. Seitdem sehr zweck-mäßig wieder aufgcbaut, hat sie gerade, breite, gutgepflasterte Straßen, mehre öffentlichePlätze und außer andern Kirchen eine prachtvolle Kathedrale von 250 F. Länge und 75 F.Breite. Sie ist der Sitz eines Erzbischofs und einer Universität und hat mehre Klöster, einGymnasium, Seminar und einige andere Unterrichtsanstalten. Sie zählt 50000 E., dieeinige Manufacturen unterhalten und einen beträchtlichen Aus- und Einfuhrhandel treiben.Nusgeführt werden namentlich Cacao, Taback, Indigo, Baumwolle, Farbholz, Chinarindeund Häute. — Die Provinz C-, 3800 UM. mit 500000 E., gehörte seit 1526 derPatrizicrfamilie Welser (s.d.) in Augsburg, die sie aber schon 1546 wieder aufgab, weildie dorthin geschickten deutschen Soldaten durch ihre Grausamkeit und Habsucht dieColoniezu Grunde richteten, worauf sie wieder von den Spaniern in Besitz genommen wurde.Hierauf war C. bis 1810 ein span. Eeneralcapitanat, demnächst der Schauplatz des Jn-surrcctionskampfes unter Miranda, dann unter Bolivar mit den span. Truppen unter Mo-rillo, von 1821 an ein Bestandtheil des Freistaats Colombia, bis es am 17. Nov. 1831eine umer dem Namen Venezuela (s. d.) für sich bestehende Republik wurde.

Caraeci, eine berühmte ital. Malerfamilie, welche für die Reform der ital. Kunstgegen Ende des 16 Jahrh. vorzüglich thätig war. Der oberflächlichen Manier, die damals