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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
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kkput mortmim Caracalla 191

wieder aufgebaut und später durch Julius Cäsar, welcher 2000V röm. Bürger hierher sandte,in kurzer Zeit zu bedeutendem Wohlstände emporgchoben. Im 5. Jahrh. wurde sie durch dieWandalen unter Eenscrich verwüstet. Zwar stellte sie NarseS wieder her; doch unter denLonzobarden sank sie abermals herab. Erst Kn S Jahrh entstand zum Theil aus ihrenTrümmern die heutige Stadt. Vgl. Rinaldo, „Alemori e istvricbe üelln citta <li 6." (2 Bde.,Neap. 1753) und Rucca, „Ospua vetere" sNeap. 1829).

Lsput mortmim ist ein bei den alten Chemikern Üblicker Name für den nichtflüchtigenRückstand von Destillationen; insbesondere das bei Bereitung der nordhäuser Schwefel-säure durch Erhitzung von Eisenvitriol zuruckbleibcnde Eisenoxyd (Colcothar).

Carabiner heißt eine der Znfantericflr'nte Hochgebildete Schießwaffe der Reiterei,welche sich von jener durch einen kürzer» Lank, ein kleineres Kaliber und größere Leichtigkeitunterscheidet, auch nickt mit einem Bayonet versehen ist. Gewöhnlich hat der Carabinereinen glatten Laus, jedoch befindet sich bei jeder Schwadron eine Anzahl Reiter, welche mitgezogenen Karabinern bewaffnet sind und Büchsenschüßen heißen. Zn früher» Zeitensühne nur die leichte Reiterei Carabiner, deren Entstehung wahrscheinlich den ital. Kriegernunter Karl VIH. und Ludwig XII. angehört. Die Waffe hieß damals Patrinale, war sehrkurz tlnd hatte daher nur eine geringe Schußweite. Deshalb gaben ihr die Spanier eineLänge von 3'/- F., und rüsteten damit vorzugsweise ihre Carabiniers (s. d.) aus. Diealtern Carabiner warm mit einem Radschlosse versehen, das Laden erfolgte aber der größernBequemlichkeit wegen nicht mit losem Pulver, sondern mitPatronen, von denen jeder Reiter24 Stück in zwei ledernen Taschen mit sich führte, nämlich 12 Stück ander rechten Hüfteund 12 Stück am Sattel. Der Carabiner selbst hing an einem Riemen über der Schulter,wie ihn auch noch jetzt die fcanz. <'!>sssvurs <1 ^friqne im Allgemeinen tragen; sonst aberpflegt der Carabiner in der rechten Lende in einem ledernen Schuh (Carabinerschuh) ge-tragen zu werden und wird erst im Gefecht in einen am Bandelier befestigten Haken (C a-rabinerhaken) gehängt. Von allen deutschen Carabinern dürften die braunschw. soge-nannten zweizügigen den Vorzug verdienen. Die Carabiner der franz., östr. und ruff. Dra-goner sind die längsten von allen und kommen der Jnfanterieflinte ziemlich nahe. Ob cSvortheilhaft sei, die Carabiner zu percussioniren, darüber sind die Meinungen noch getheilt.Beiden braunschweigischen ist es geschehen und ebenso bei den neuern franz. Artillerie-Cara-binern, die außerdem für den Dienst in Afrika mit einem leichten Bayonnet versehen sind.

Carabiniers hießen ursprünglich die mit kürzer«Feuergewehren (Carabinern) be-waffneten Reiter, und eS gab deren nicht nur bei den Franzosen, sondern auch in den meistendeutschen Heeren, wo man sie anfangs Hakenschützen nannte. Nur in diesem Sinne sinddie CarabinierS als eine besondere Art der leichten Reiterei zu betrachten. Am zahlreichstenwaren sie bei den Östreichcrn, wo noch im Siebenjährigen Kriege jedem KürassicrregimentcineSchwadron Carabiniers zugctheilt war. Man hat jedoch dergleichen Benennungen oft sehrwillkürlich gewählt. So gab es z. B. in der franz., preuß. und sächs. Cavalerie Carabiniers,welche sich von den Kürassieren nur durch die Benennung unterschieden. Die deutschen Ca-rabinierS legten jedoch bald die Kürasse ab, während die franz. sie bis auf die neueste Zeitbeibchalten haben. Bei den Franzosen wurden zur Zeit des Revolutionskriegs auch Cara-biniers zu Fuß errichtet; sie führten gezogene Gewehre und wurden den Regimenterncompagnicnwcise zugctheilt, waren also mit den deutschen Scharfschützenzu vergleichen. Diencucrrichteten Olwsseurs cle Vincenne», auch Obssseurs <1'Orleans genannt, sind nichtsweiter als Carabiniers zu Fuß. Von dm acht Compagnien eines Bataillonssindsicbcn mitgewöhnlichen und eine mit schweren Carabinern bewaffnet; die erstern heißen csrabines«rtlinairss, haben vier Züge und schießen eine Kugel, deren 20 auf ein Pfund Blei gehen;die schweren heißen grosses earalünes, habm sechs Züge, und von ihren Kugeln gehen zwölfauf ein Pfund Blei. Beide sind nach dem Delvigne-Thierry'schen Systeme construirt; dieleichten schießen bis ans 400, die schweren bis auf 600 MetrcS noch mit großer Genauigkeit.

Caracalla, eigentlich M. Aurelius Antoninus Basfianus, röm. Kaiser, der ältereSohn des Kaisers Septimius Severus, geb. l 88 zu Lyon, wurde spottweise von dem VolkeCaracalla genannt, nach dm langen gallischen Kleidern, die er trug und die diesen Namenhatten. Schon als Jüngling zeigte er die Eigenschaften, namentlich die fühllosc Grausam >