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die zu Weitcrm führende Arbeit beginnen will. Der Landmann z. B. muß entwederden Boden ererbt haben, den er bestellen will, dann hatten seine Vorfahren ihn gegen einCapital, einen bereits erworbenen Vorrath cingetauscht, oder er muß selbst erst diesen Ein-tausch zu machen im Stande sein. Auch der Boden hilft ihm nichts, wenn er nicht das nö-thige Wirthschaftsinventarium an Vieh und Geräthschastcn besitzt, nicht Dünger und Sa-men einkaufen, Arbeitslohn vorschießen, bis zur Ernte sich und die Seinen erhalten kannu. s. w. Ebenso bedarf der Gewerbsmann zu all seinem Fleiße und seiner Kunstfertigkeitauch noch das nöthige Capital, um die Werkstätte miethen, oder errichten, sie einrichten,die nöthigen Werkzeuge, die zu verarbeitenden Rohstoffe anschaffen und Mehres bestreitenzu können, bevor er sein Geschäft in Gang setzen kann. Jeder, der sich durch längereZeit erst' vorbereiten muß, bevor er einen Lohn seiner Arbeit erwarten kann, der seinen Lebensunterhaltsichert, bedarf aus eigenen oder fremden Mitteln eines Vorraths bereits erworbener Güter,von dem er einstweilen lebt und dessen Äquivalent er in dieser Zeit in den inzwischen erwor-benen Kenntnissen und Fertigkeiten sich aneignen muß, will er dereinst in dem Ertrage seinerArbeiten, außer dem Lohne derselben, auch einen Ersatz des früher aufgewendeten Kapitalserlangen. Am meisten aber tritt die Bedeutung des Kapitals bei der großen Industrie undbei dem Handel hervor. Sie beruht bei jener auf der Thatsache, daß viele Unternehmungenerst dann recht gewinnreich werden, wenn sie im Großen betrieben werden können. .Die imGroßen eingekauften Rohstoffe kommen wohlfeiler zu stehen; hier erst kann man Wege cin-schlagen, die bei nur geringen Geschäften zu kostspielig sein würden; hier erst bezahlen sichdie großen Maschinen, die künstlichen Hülfsmittel, die umfangreichen Anlagen, selbst diekostspieligen Versuche, von denen Viele mislingen und in ihrem Mislingen den kleinenMann ruiniren würden, während der Besitzer des großen Capitals den zehnten gelingenden -abwartet, der ihn für die neun fehlgeschlagenen reichlich entschädigt. Er kann auch Hunderte »von Arbeitern vereinigen und, während er ihnen den geringen Lohn gibt, den er bei der gro-ßen Concurrenz einer bloßen Handarbeit des vom Capital entblößten Proletariers zu gebenbraucht, aus ihrer Arbeit, die durch Hinzutritt seines Capitals, seiner Kenntnisse, seines Un-ternehmungsgeistes und seiner kaufmännischen Verbindungen erst recht wcrthvoll wird, denreichsten Gewinn ziehen. Zudem ist der Industrielle zugleich Handeltreibender, vereinigtwenigstens gewisse Handelsgeschäfte, ein Kaufen und Verkaufen, mit seiner fabricirendenArbeit, und hier ist es wieder, wo das Capital seine ganze Kraft entfaltet; denn bei den,Handel kommt es darauf an, zur rechten Zeit, am rechten Orte, in der rechten Weise einkau-fen und verkaufen zu können, und Der ist im Vortheil, der den meisten Vorrath der zu diesenGeschäften erfvderlichen Tauschgüter bereit hat und auf dem rechten Punkte benutzen kann.Daraus, daß die neuesten Erfindungen und Verbesserungen im Gebiet der Industrie meistvon der Art sind, daß sie von dem großen Capital allein, oder doch am erfolgreichsten benutztwerden können, und daß der erleichterte und befreite Verkehr, die verbesserten Cvmmunka-tionsmittel u. s. w. den Markt so mächtig erweitert und ebendeshalb den Handel großartigerund weit umfassender gemacht haben, daraus fließt cs vornehmlich, daß jetzt das große Ca-pital mit so mächtigen Vortheilen gerüstet erscheint, daß man sagt, es dränge Alles daraufhin, den Reichen reicher, den Armen ärmer zu machen, daß diese Erscheinungen nicht bloszwischen Individuen, sondern selbst zwischen Ortschaften, namentlich zwischen großen undkleinen Städten bemerkt werden wollen, und daß allerdings ein solcher dämonischer Zug, einesolche Attractionskraft des Capitals kaum geleugnet werden kann. Auf der andern Seiteaber stehen doch auch die Verhältnisse so, daß die Erhaltung, Vermehrung und vor Allemdie fruchtbringende Anwendung des Capitals in Landbau, Handel und Gewerbe eine derwesentlichsten Grundbedingungen des ganzen materiellen Bestandes der Gesellschaftsge-bäude ist und daß Alles in Stocken geräth, alle Hülfsquellen versiegen, sobald dieser be-fruchtende Strom in seinem Ergüsse nachläßt, oder sich auf andere Seiten wendet undvon jenen zurückzieht, oder aus einem Lande in ein anderes sein Bette verlegt. ,
Das Capital, wenn es von seinem Inhaber productiv angelegt wird, verwandelt sichin diejenigen Güter, die nun an seiner Statt den Ertrag bringen sollen. Es wird verzehrtund lebt doch wieder auf und fort in den während der Verzehrung des Vor der eit ungS-r apitals gewonncnenKenntnisscn und Fertigkeiten, in dem Ertrage, zu dessen Gewinnung