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3 (1845) Buchholz bis Czongrad
Entstehung
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182
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182 iz.apillaritar

zweite Gemahlin, gebar ihm Margaretha, an Eduard!, von England vermählt, und Bianca,die kinderlos als die Gemahlin Rudolfs von Ostreich starb. Philipp IV. oder der Schönebestieg mit 17 Jahren dcnThron. Er zeigte bald mehrHang zurWillkür und zumDespotis-mus als Seelengröße. Doch wandte er sich gegen Eduard I. von England und schwächte dieMacht desselben durch eine Reihe Siege, bis endlich die tapfern und kühnen Flamländer seineHeere aufrieben und seinen Fortschritten ein Ziel sehten. Die Macht der Kirche und derPäpste, deren Güter seine Habsucht reizte, vernichtete er merkwürdigerweise völlig. Alssich der Papst Bonifaz III. gegen die Berfolgung des Tempelordens auflehnte, so wußte erdemselben den Ausspruch der Generalstaaten, die er zuerst organisirte und versammelte, ent-gegenzustellen. Auch zwang er die Nachfolger dieses mächtigen Papstes, ihren Sih unterseinen Augen in Avignon zu nehmen. Durch die Verbrennung des Großmeisters des Tem-pelordens nebst 60 Rittern, die alle ihre auf der Tortur gemachten Geständnisse wider-riefen, besteckte er sich mit Blut. Er starb 1314 und hinterließ aus seiner Ehe mit JohannaThibaut drei Söhne und eine Tochter. Von diesen bestieg zuerst der älteste, Ludwig X. oderder Zänker, den Thron. Er war ein schwacher Fürst, der Frankreich den Vasallen preisgabund schon 1316 starb. Aus seiner ersten Ehe mit Margaretha von Burgund entsprangenJohanna, die Erbin von Navarra, die sich mit Philipp Evreux vermählte und 1349 starb,und der nachgeborene Johann, der nur acht Tage alt wurde. Nach Ludwig bestieg derzweite Sohn Philipp des Schönen, Philipp V. oder der Lange, den Thron. Derselbe stärk1322 und hinterließ aus seiner Ehe mit Johanna, der Erbin von Artois und Franche-Comte, zwei Töchter: Johanna, die unvermählt starb und das Erbe der Mutter ihrer Schwe-ster, Margaretha, hinterließ, welche Letztere mit dem bei Crecy gebliebenen Grafen vonFlandern vermählt war. Die Krone siel nun dem dritten Sohne Philipp des Schönen,Karl IV. oder dem Schönen, zu, der schon 1328 starb und aus seiner dritten Ehe mit Jo-hanna von Evreux eine nachgeborene Tochter, Bianca, hinterließ, die sich an Philipp, Her-zog von Orleans, den Sohn Philipp's von Valois, vermählte und 1392 ohne Kinder starb.Die Tochter Philipp des Schönen aber, Jsabella, vermählt mit Eduard 11. von England,gebar Eduard III. von England, der deshalb auf die Krone von Frankreich Anspruch machteund den Titel eines Königs von Frankreich auch annahm, den erst Georg III. von England1801 wieder aufgab. Allein Philipp von Valois, der Cousin des letzten Capetingers undEnkel Philipp des Kühnen, bemächtigte sich nach dem salischen Gesetze des franz. Throns,und mit ihm begann die Dynastie Valois (s. d.).

Capillarität oder Haarröhrchenwirkung. Capillar- oder Haarröhrchen nenntman Röhrchen, deren innerer Durchmesser oft kaum die Dicke eines Haars beträgt. Es istgleichgültig, ob sie aus Glas oder aus einer andern Substanz gebildet sind. Stellt man einsolches auf beiden Endpunkten offenes Röhrchen (der Deutlichkeit der Wahrnehmung wegenaus Glas) in ein mit Wasser gefülltes Gefäß, so steigt das Wasser im Innern der Röhre,gegen das allgemein bekannte Gesetz, über die Fläche (Niveau) des äußern Wassers. Dasselbegeschieht auch mit jkder andern Flüssigkeit, die das Material des Röhrchens benetzt, währendhingegen eine solche Flüssigkeit, welche das Material des Röhrchens nicht benetzt, wie diesesz.B. beim Quecksilber der Fall ist, im Innern des Röhrchens unter dem Niveau der äußernFlüssigkeit stehen bleibt. Der Grund dieser merkwürdigen Erscheinung wird von den Phy-sikern in der starken Anziehung der innern Wände der Röhre auf die Flüssigkeit gesucht.Aus dieser Eigenschaft der Haarröhrchen erklären sich viele Erscheinungen in der Natur.Das Durchseihen der Flüssigkeiten durch poröse, feste Körper wie Löschpapier, das Naß-werden eines ganzen Sandhaufens, der auf feuchtem Boden liegt, oder einer Mauer, dieauf feuchtem Grunde steht, das Aufziehen des Weingeistes, Öls u. s. w. in die Lampendochte,das Wegnehmen eines Tropfens, eines Tintenflecks u.s.w. mit Löschpapier, das Aufnehmcuder Flüssigkeit durch organische Körper, Pflanzen, Bäume u. s. w. Wie groß die Kraft derHaarröhrchenwirkung ist, ersieht man daraus, daß man mittels derselben Mühlsteine spren-gen kann, und daß sich Stricke, die durch starke Gewichte gespannt sind, verkürzen, sobald sienaß werden. Analytische Untersuchungen haben hierüber angestellt vorzüglich Laplacc inder ,,1'kövrie cke I'action cspilluire" (Par. 1806) und Poisson in der „Nouvelle tlnx.lieOe l'uctio» c-pildiire" (Par. 1831).